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DOCMA Award 2015

Award-titel

Vordergrundfoto: Gina Sanders – Fotolia; Hintergrundfoto und Montage: Olaf Giermann

Das Thema des diesjährigen DOCMA Awards ist „Privatsphäre kaputt? – Das Leben vor der Kamera“. Im letzten Heft haben wir Ihnen bereits einige Anregungen gegeben, wie Sie die Thematik aus Sicht eines Paparazzos – oder aus der seiner Opfer – interpretieren können. Doch das Thema ist weit vielschichtiger, als Sie auf den ersten Blick vermuten werden.

Schon immer gab es ein Interesse an dem Privatleben anderer Menschen – vor allem, wenn es um bekannte Personen der Öffentlichkeit ging und geht.

Früher blieb es meist bei Klatsch und Tratsch – doch mit der Erfindung der Fotografie wurde es möglich, Szenen schneller als jeder Maler zuvor festzuhalten – und zwar ohne die notwendige Interpretation und die mit diesem Prozess einhergehenden Schwierigkeiten, das Gesehene auf Leinwand oder Papier zu bringen.

Mit kleinen und mobilen Kameras begann die Jagd nach dem populärsten Foto – und es konnten nicht mehr nur Geschichten erzählt werden, sondern jedermann erhielt die Möglichkeit, in fotografischen, „echten“ Bildern und nicht nur über Illustrationen einen kleinen Ausschnitt aus dem Leben anderer mit eigenen Augen zu sehen. Bald war dann das Berufsbild der Paparazzi geboren.

Heute ist die Foto- und auch Video-Technik so weit fortgeschritten, dass der Großteil der Menschen fast rund um die Uhr eine Kamera dabei hat.

Prominente werden von ihren Fans immer seltener nach Autogrammen gefragt, sondern zunehmend nach einem gemeinsamen Foto. Das „Selfie“ und „Group- Selfie“ – ein Massenphänomen (und Wort des Jahres 2013) nicht nur mit Prominenten, sondern in jeder Situation.

Diese Bilder gelangen über die rund um die Uhr bestehende Internetverbindung dann direkt in die sozialen Netzwerke – zusammen mit den Informationen, wo man sich gerade befindet und was man dort tut. Diese Art der Selbstpreisgabe ist nicht zu verwechseln mit der Selbstinszenierung, die das Thema des letzten DOCMA Awards war.

Schlimmer noch, oft gelangen Fotos an die Öffentlichkeit, die niemals für diese bestimmt waren – sei es, weil jemand gerade nicht Herr seiner Sinne war, oder weil die privaten, in der Cloud gespeicherten Bilder gehackt wurden – wie nicht wenige Prominente bereits selbst erfahren mussten.

Dabei sind wir noch von viel mehr Kameras im täglichen Leben umgeben – in und an Gebäuden, auf öffentlichen Plätzen, an Drohnen über unseren Köpfen … Ist die Privatsphäre kaputt?

Mehr Infos und eine fortlaufend aktualisierte Liste der Gewinnprämien finden Sie auf award.docma.info

Ohne unsere Sponsoren wäre der DOCMA-Award nicht möglich. Deshalb möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Firmen bedanken, die uns tatkräftig zur Seite stehen.

Die Hauptsponsoren des DOCMA Award 2015 sind Adobe und Sigma. Als weitere Sponsoren sind bisher mit dabei: Wacom, Sony, Fujifilm, Eizo, Epson, Fotolia. Sachprämien stellen zur Verfügung: Olympus, Profoto GmbH, das Umweltfotofestival Zingst und piccure+. Partner sind das Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main sowie das Medienmagazin NITRO.

Diesen Beitrag finden Sie auch in der neuen DOCMA 63, die Sie im Zeitschriftenhandel kaufen und in unserem Webshop bestellen können.

 

DOCMA63_Cover_1000Wenn Sie sofort weiterlesen möchten, kaufen Sie sich im Webshop die PDF-Version des Heftes.

 

 

 

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