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Schneller Bilder bearbeiten – mit Proxys

Lightroom CC 2015.7


Die kürzlich erschienene, neue Lightroom-Version CC 2015.7 sorgt für die Unterstützung weiterer Kameras und ermöglicht mit einem neuen Veröffentlichungsdienst Adobe-Stock-Verkäufern den direkten Upload von Fotos aus Lightroom. Einzelheiten können Sie hier nachlesen.

Die neue Option in Lightroom

Die neue Option in Lightroom

Spannend finde ich die neue Option »Smart-Vorschau statt Originalbilder für die Bildbearbeitung verwenden« unter »Voreinstellungen > Leistung«. Wenn Sie diese Option aktivieren, verwendet Lightroom für die Bildbearbeitung die Smartvorschau – also eine verkleinerte Dateiversion im Lossy-DNG-Format, wodurch sich die Bearbeitungsgeschwindigkeit gerade auf nicht so so leistungsfähigen Rechnern deutlich beschleunigen soll. Beim Export wird dagegen auf die Originaldatei zurückgegriffen. Zwar sind die Bearbeitungsfunktionen im »Entwickeln«-Modul bereits per GPU beschleunigt, jedoch hilft auch das bei immer mehr Fotos jenseits der 30 MPx nicht immer. In diesem Fall könnte Ihnen die neue Option helfen.

Das Konzept von Proxys


Das Prinzip, dass mit einem verkleinerten Stellvertreter/Platzhalterarbeit kennt man nicht nur von Premiere (wodurch das Flüssigen-Schneiden von 4K-Videos und größer flüssig gehalten werden kann) oder aus 3D-Programmen. Vielleicht erinnern sich einige von Ihnen an die Zeit, als der »Verflüssigen«-Filter noch keine GPU-Unterstützung hatte, mit der Sie heute verzögerungsfrei selbst 15000 Pixel große Pinselspitzen durch das Bild ziehen können? Bei großen Bildern wurde der Filter früher so langsam, dass man nicht vernünftig damit arbeiten konnte. Die Lösung war (und ist immer noch genauso möglich), eine Bildkopie zu verkleinern, diese zu verflüssigen und dann im Filter das Verzerrungsgitter zu speichern. Dieses Gitter konnte dann beim großen Bild wiederum im Verflüssigenfilter geladen und so angewendet werden. Zum Glück ist diese vergleichsweise umständliche Vorgehensweise heute so dank der GPU-Beschleunigung des Filters kaum noch nötig.

Und bei den Smartvorschauen müssen Sie auch nur ein Häkchen setzen und die Smartvorschauen einmal – zum Beispiel bereits beim Bildimport – berechnen lassen. That’s it.

Olaf Giermann

Olaf Giermann

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