Canva öffnet Affinity für Capture One und DaVinci Resolve und verkündet weitere Neuerungen

Canva hat auf seiner jährlichen Produktkonferenz „Canva Create“ in Los Angeles mehrere Erweiterungen für seine Bildbearbeitungssoftware Affinity angekündigt. Fotografen und Videobearbeiter können sich darüber freuen, dass Capture One und DaVinci Resolve ab sofort das native Affinity-Dateiformat (.af) unterstützen. Dies vereinfacht das Zusammenspiel mit professionelleren Tools: Raw-Entwicklung in Capture One, Pixel- und Vektorarbeit in Affinity, Schnitt und Color Grading (Farbkorrektur) in DaVinci Resolve. Ebenfalls erfreulich ist, dass Canva sich künftig auch ohne Internetverbindung nutzen lässt.
Wer ein Porträt in Affinity Photo freistellt und retuschiert, kann diese Datei fortan direkt in Capture One oder DaVinci Resolve weiterverarbeiten – ohne den Umweg über ein Zwischenformat wie PSD oder TIFF.
Capture One-Anwender müssen aber einige Einschränkungen hinnehmen. Die Kompatibilität ist derzeit nur gegeben, wenn man einen Mac mit Apple Silicon Prozessor sowie Affinity 3.2 oder neuer nutzt. .af-Dateien lassen sich direkt in den Capture One Katalog oder eine Session importieren, erscheinen aber als gerenderte, flache Bilder – Metadaten und Farbprofile bleiben erhalten, Ebenen, Masken und Live-Filter jedoch nicht.
In DaVinci Resolve sollen eingebundene .af-Dateien automatisch aktualisiert werden, sobald man sie in der Bildbearbeitung speichert. Ein erneuter Export oder Relink-Vorgang entfällt.
KI-Anbindung über Claude
Ein neuer KI-Connector verbindet Affinity mit dem Sprachmodell Claude. Nutzer beschreiben einen Arbeitsablauf in Worten, Claude legt daraus ein Skript im Scripting-Panel ab, das sich für Stapelverarbeitung oder Druckvorbereitung nutzen lässt. Wer beispielsweise hundert Raw-Dateien einheitlich schärfen und umbenennen will, beschreibt den Vorgang einmal und Claude generiert das zugehörige Skript.
Brand System und Animationswerkzeug Cavalry
Über das neue Canva Brand System können Designer Markenelemente wie Fotos und Logos direkt in Affinity aufbauen und sie anschließend in ihr Canva-Markenkonto (Brand Kit) übertragen. Die bislang kostenpflichtige Animationssoftware Cavalry steht Nutzern mit einem Canva-Konto ab sofort kostenlos zur Verfügung.
Offline-Modus und weitere Neuerungen
Neben den Affinity-Erweiterungen liefert Canva auch Funktionen, die die Gemeinschaft der Nutzer seit Langem fordert: Canva lässt sich künftig ohne Internetverbindung nutzen. Änderungen werden gespeichert und nach der Rückkehr ins Netz synchronisiert. Außerdem führt Canva eine überarbeitete Druckplattform (Print Shop) sowie die Lernplattform Learn Grid ein.
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung von Canva.





