RSS

Excire: Lächeln suchen statt Hass!

Excire: Lächeln suchen statt Hass!

Excire: Lächeln suchen statt Hass!

 

Hallo liebe DOCMA-Leser,

ironisch, sarkastisch, polemisch und polarisierend zu sein liegt mir sehr 😉 – das ist genau mein Ding! Vor allem die Rolle des alles hinterfragenden und übertreibenden „Advocatus Diaboli“ spiele ich ziemlich gut. Bei dieser Feststellung belasse ich es hier auf docma.info, obwohl ich in diesem Blog-Eintrag mal eine klare Kante gegen rechte, linke und religiöse Extremisten und sonstige Deppen geplant hatte. Aber naja, so etwas interessiert, wer Doc Baumanns Kolumne nie gelesen hat, mutmaßlich bei einem Bildbearbeitungsmagazin eh kaum jemanden, oder? Ein Geschenk gibt es trotzdem. Von Excire.


Ich will doch nur spielen … und finden! Allgemeines über Verschlagwortung


Dabei will ich nur auf eine adventstechnisch (und überhaupt) sehr liebenswert verpackte Aktion von Excire hinweisen, die ein Plug-in für Lightroom programmieren, das Fotos in der Datenbank nach ihren tatsächlichen Inhalten und nicht nur nach ihren Dateibezeichnungen oder den manuell vergebenen Stichwörtern durchsucht.

Mein Ersteindruck (lesen Sie hier mehr) bestätigte sich in meinem nachfolgenden Praxiseinsatz. Kurz gefasst: Ein wirklich sehr nützliches Plug-in, das aufwendiges Verschlagworten ersparen kann, aber nicht ersetzt, wenn es wirklich um das kleinste Detail eines Bildes geht. Denn die erkannten Motive sind vorgegeben. „Grün“ und „Wiese“ ist manchmal eben nicht der Hauptbestandteil eines Bildes, das Excire als solches erkennen würde. Die Schlagworte der erkannten Inhalte sind vorgegeben und können dem Mustererkennungs-/Such-Algorithmus derzeit nicht nachträglich antrainiert werden. Himmel, Landschaft, Architektur, Personen … Katzen … finden Sie damit problemlos.

Einziger Wermutstropfen: Das Analysieren der Fotos dauert je nach Bildbestand schon mal eine bis mehrere Stunden. Und das muss beim Update von Bestandskunden in diesem Fall wiederholt werden.

Das gezielte Verschlagworten einzelner Bildbestandteile geht mit einer passend vorbereitenden Stichwort-Hierarchie meiner Meinung (also auch meines Wissens) nach in Lightroom dank Wortvorschlägen, Sprühdose und Wortvorschlags-9er-Raster und all den kreuzweise möglichen Drag&Drop-Möglichkeiten zwischen Bildern und Stichworten deutlich schneller als in jeder anderen derzeit verfügbaren Software … Aber ich würde eher meinen Rechner rechnen lassen, als meine Zeit mit Verschlagworten zu verschwenden. Dabei sehe ich das Thema Verschlagwortung nicht aus der Sicht eines High-speed-Sport-Fotografen am Rande eines Fußballspielfelds, der jeden seiner Shots – mit der Rückennummer und dem Namen der Spieler getaggt – sofort auf einen Server hochladen muss, nur um der erste zu sein. DAS braucht deutlich mehr Planung, Auswendiglernen von Tags und Klicks (zum Beispiel in Photomechanic) als der Aufbau einer Stichworthierachie in Lightroom. Nur ist Lightroom – so genial und schnell die manuellen Verschlagwortungsfunktionen und -vorschläge im Detail und in der Summe auch sind – derzeit leider alles andere als ein Geschwindigkeitswunder beim Einlesen, Anzeigen und Scrollen der Bilder. Hier kommt es also auf die eigenen Anforderungen an.

 


Excire verschenkt ein Lächeln zur Weihnachtszeit


Unter dem Link „A smile for Christmas“ verschenkt gerade Excire bis zum 26.12.2016 ihr neues Gesichtserkennungs-Plug-in für Lightroom (FA, aktuell noch im Beta-Stadium; zusammen mit dem Kauf der beiden anderen Search-Plug-ins). Natürlich ist das eine Marketing-Aktion. Jeder normal denkende Mensch erkennt das sofort. Aber ich finde die Aktion angesichts der aktuellen Ereignisse so sympathisch und passend, dass ich sie in meinem heutigen Blogeintrag teilen möchte. Denn wer „Excire Search EX und CT“ nutzt, findet ähnliche, generelle Inhalte oder Stichwort-basierte Bilder nach der Indizierung fast in Echtzeit (bevor Sie googeln oder einen meiner oben genannten Links klicken und lesen: EX bedeutet, dass Sie ähnliche Bilder wie das aktuelle aussuchen; mit CT suchen Sie nach dem Bildinhalt, also einem Stichwort … #technobabble).

Excire: Lächeln suchen statt Hass!

Suchen sie nach Lächeln. Egal ob Männlein oder Weiblein. Es macht beide Seiten glücklicher!

„FA“ – ich vermute ein Kürzel für „face-ware“, also Gesichts-basiert, tritt in Konkurrenz zur Gesichtserkennung von Lightroom. Denn die kann ja schon halbwegs Gesichter an sich erkennen, aber Excire Search FA kann männlich und weiblich unterscheiden. Und zudem ob die jeweilige Person lächelt oder nicht.

Excire: Lächeln suchen statt Hass!

Ich hatte die Suche nach Lächeln einmal in meinem großen Gesamt-Katalog (> 100000 Bilder) getestet. Funktionierte super. Kein Sorry an dieser Stelle für die notwendigen Bildverpixelungen aufgrund des Rechts am eigenen Bild ohne Model-Release. 😉 Denn die muss man respektieren.

Das funktioniert meiner Meinung nach jetzt schon so gut – selbst bei sehr klein abgebildeten Gesichtern – dass ich hoffe, dass diese Art der Bildsuche sich schnell zum schnellen Standard entwickeln wird. Zudem wurde die Suche im CT-Modul um hierarchische Stichworte erweitert.

Excire: Lächeln suchen statt Hass!

Hierarchische Stichworte: Ein Muss für jede ernsthafte Verschlagwortungssoftware

Neusprech: Das ist geiler Scheiß! 😉 Und zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Bitte nicht mit NSA & Co-Diskussionen anfangen, denn das würde mir den Spaß an diesen „neuen“ Features nehmen und mich glauben lassen, dass die Web-Such- und Geheimdienste das schon immer konnten und schon immer Zugriff auf meinen Rechner hatten. *hüstel*

Und echt jetzt … bei all den täglichen, miesen News aus aller Welt, den gefälschten, miesen News, dem ganzen miesen Beschwichtigungs-Schönsprech und dem ganzen miesen Hass-Speach – oder in welchem Slang man auch immer die aktuellen Social-Media- & Nachrichtenlage beschreiben mag –, ist es doch schön, zumindest bei den eigenen Fotos direkt einmal „das Richtige“ zu finden.

Beste Grüße,

Olaf

Olaf Giermann

 

Related Posts

  1. stefanscholz

    Mit meinem Rechner und einem Katalog bestehend aus ca. 50.000 Fotos benötigte das Indexieren rund sechs Stunden. Damit kann ich leben. Die ersten Versuche etwas zu finden waren genial. Ich bin begeistert!

Mitdiskutieren