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Suitcase Fusion künftig nur noch im Abo

Suitcase Fusion

Extensis führt für seine Schriftmanagementsoftware Suitcase Fusion das Abo-Modell ein. Für die aktuelle Version Suitcase 9 (v20) wird nur noch ein begrenzter Support angeboten und es soll keine Updates mehr geben. Suitcase-Anwender, die mit aktueller Adobe-Software arbeiten, kommen nicht an einem Suitcase-Abo für 84 USD vorbei – zumindest dann, wenn sie die automatische Schriftaktivierung nutzen wollen, die jeweils über ein Plug-in realisiert wird. Diese wird für die neuesten Creative-Cloud-Anwendungen erst von Suitcase Fusion 10 (v21) – also der Aboversion – unterstützt, die ab sofort erhältlich ist und 15 Tage lang unverbindlich getestet werden kann, ohne ein Abo abschließen zu müssen.

Mit der Einführung des Abo-Modells beziehungsweise dem Update auf Suitcase 10 (v21) erweitert Extensis auch den Funktionsumfang des Fontmanagers. Neu ist das Plug-in für die Software Sketch – ein Toolkit für Webseiten und Benutzeroberflächen. Skizzenzeichner können mit dem Plug-in beim Öffnen ihrer Dokumente automatisch die benötigten Schriften aktivieren und sie bei Bedarf auch für die Ausgabe sammeln, um sie mit Kunden oder Kollegen zu teilen.

Außerdem unterstützt Suitcase Fusion 10 erstmals Grafikprogramme von Serif und erleichtert die Dokumentenverfolgung mit Affinity-Produkten, darunter Affinity Designer, Affinity Photo und Affinity Publisher. Anwender müssen lediglich eine Affinity-Datei per Drag & Drop in Suitcase Fusion ziehen, um verwendete Fonts und die Schriftverfolgung zu aktivieren. Schriften lassen sich zudem für die Ausgabe sammeln.

Suitcase Fusion 10 ist darüber hinaus kompatibel mit Adobe After Effects ab CC 2018, Adobe Illustrator ab CC 2018, Adobe InCopy ab CC 2018, Adobe InDesign ab CC 2018 und Adobe Photoshop ab CC 2018.

Weitere Informationen über Suitcase Fusion sowie eine kostenlose 15-Tages-Testversion finden Sie auf den Internetseiten von Extensis. Eine Stellungnahme von Extensis zur Einführung des Abomodells lesen Sie hier.

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Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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3 Kommentare

  1. Im Grunde hat Extensis hier schon seit Jahren eine Art verstecktes Abomodell betrieben. Kam die jährlich neue CC-Version raus, war die Autoaktivierung nicht mehr möglich und etwas später gab es dann die neue Version, die das wieder konnte. Resultat waren wochenlange Wartezeiten ohne Autoaktivierung und jährlich notwendige Upgrade-Zahlungen.
    Mit hat diese Politik schon vor zwei Jahren die Laune verdorben und ich bin mit der sehr günstigen Alternative FontBase sehr glücklich. Alles was bei Suitcase im Kern wichtig war ist hier für sehr kleines Geld zu haben.

    Bei Interesse: https://fontba.se

    1. Fontbase verlangt 29,- US-Dollar jährlich, ist also auch eine Abo-Software. Das mag günstiger sein, als Suitcase, aber es bleibt ein Abo. Viele Nutzer, die auf ein älteres (Mac-) Betriebssystem angewiesen sind, bekommen schon jetzt keine Updates der Adobe-Produkte mehr, müssen aber das Abo weiterzahlen, wenn sie die Software nutzen wollen. Das grent schon an unlauter … Und Extensis macht diese Unsitte nun fleißig mit.

      Im Einzelfall mag es ja okay sein, wenn man eine Software im Abo erwirbt. Aber wenn man die Flut der Abos im Alltag berücksichtigt, ist es für Normalverdiener immer schwieriger, die Gesamt-Kosten zu bewältigen. Darüber scheinen nur wenige Menschen ernsthaft nachzudenken. Für das Adobe-Paket zahlt man im Jahr schon mehr, als früher alle paar Jahre für die Updates. Lukrativ für Adobe, erträglich für gutsituierte und große Player, ruinös für die kleinen Leute, Freelancer, Künstler, die nicht mal eben soviel Geld pro Monat übrig haben.

  2. Danke für den Hinweis – ich hatte bisher noch überlegt, ob ich auf einem neuen Rechner wieder auf Suitcase Fusion für das Font-Management zurückgreifen sollte oder zu einer Alternative wechseln sollte. Suitcase ist damit aus dem Rennen!

    Aus den (vielen) bekannten Gründen habe ich schon Adobes Wechsel zum Abo-Modell nicht mitgemacht und kann trotzdem mit meinen betagten CS5 Kaufversionen von Photoshop & Co. alles, was anfällt, so bearbeiten, wie ich es letztlich benötige. Tatsächlich hat auch meine uralt-Suitcase Fusion Version (überraschenderweise) etliche MacOS-Updates (und zuvor auch Adobe CS-Versionen) überstanden und das einzige, was definitiv nicht (mehr) funktionierte, war/ist die Auto-Aktivierung…

    … die ich aber auch nicht brauche und wobei ich auch nicht wirklich verstehe, wieso das für viele offenbar so ein wichtiges Kriterium/Feature ist, ohne dass sie anscheinend nicht leben bzw. arbeiten können.
    Als jemand, der Schriften projektspezifisch sehr bewusst einsetzt, empfinde ich es persönlich als keinerlei Einschränkung, vor der Bearbeitung projektspezifischer Dateien mein zugehöriges, ebenso projektspezifisch erstelltes Font-Set im Fontmanager (also bisher Suitcase Fusion) zu öffnen und bei der Gelegenheit sogar auch noch einmal eine willkommene Erinnerung zu haben, welche Font-Auswahl ich für (möglicherweise ja schon vor längerer Zeit angelegte) Projekte insgesamt getroffen habe.

    Klar: für Dienstleister, die möglicherweise häufig mit fremden Dokumenten umgehen, die ggf. eine zunächst unbekannte Auswahl ebenso fremder Fonts enthalten, ist so eine Auto-Aktivierung sicherlich eine enorm zeitsparende Sache, aber für Einzelkämpfer, die sehr gezielt und bewusst ihre eigenen Fonts einsetzen (bzw. dies tun sollten), halte ich das Vertrauen bzw. Verlassen auf eine Auto-Aktivierung benutzter Fonts offen gestanden für eine spezielle Art von „Faulheit” oder letzten Endes gar schleichendem Desinteresse an der selbst getroffenen Schhriftwahl. (“Was kümmert mich mein Font von gestern…”) Mit anderen Worten: diese Feature war noch nie interessant für mich und wird es auch nie werden!

    Wenn also Fontbase (womöglich dann sogar in seiner Gratisversion!) die Erstellung und Verwaltung projektspezifischer Font-Sets zuverlässig unterstützt, wäre das m.E. im obigen Kontext für den Einzelanwender, der eben KEINE Auto-Aktivierung braucht, eine sehr überlegenswerte Alternative. Die Frage ist dabei natürlich insbesondere auch, wie gut das Programm ggf. mit (sehr) großen Font-Sammlungen umgehen kann ohne, dass es dabei zu irgendwelchen nervigen Leistungseinbrüchen, Verwechslungen etc. kommt.
    Andererseits gibt es natürlich auch noch den schon klassischen Konkurrenten FontExplorer X in seiner kürzlich upgedateten Version, der – als Kaufprogrammn zwar einmalig etwas teurer ist als ein Jahr SuitcaseFusion-Miete – offensichtlich umfangreichste Funktionen für Schrift-Nerds bietet (und ja: auch Auto-Aktivierung) und außerdem im Falle einer Migration sogar den Import von Suitcase Font-Sets ermöglicht…

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