Adobe bringt neue KI-Funktionen in Premiere, Firefly-Boards und After Effects für Videobearbeitung und Motion Design

Adobe hat neue KI-gestützte Funktionen für Premiere Pro und After Effects veröffentlicht, die den Arbeitsalltag von Videoprofis und Motion Designern vereinfachen sollen. Außerdem ist Adobe gerade eine mehrjährige Partnerschaft mit Runway eingegangen, um KI-Videomodelle der nächsten Generation für Adobe-Workflows bereitzustellen.
Im Mittelpunkt der Premiere-Updates steht die „Object Mask“: Mit dieser Funktion lassen sich bewegte Objekte oder Personen im Video präzise maskieren, indem der Anwender einfach mit der Maus über das gewünschte Motiv fährt und klickt. Farbige Überlagerungen helfen dabei, die Maske im Bild zu kontrollieren. Die Masken können flexibel angepasst, erweitert oder verkleinert werden – etwa, um das Gesicht einer Schauspielerin weichzuzeichnen oder einen Hintergrund schnell zu isolieren. Laut Adobe läuft die Maskenerkennung jetzt komplett auf dem lokalen Rechner; dabei kommt ein neues KI-Modell zum Einsatz, das keine Kundendaten für das Training verwendet.

Auch klassische Formmasken wie Ellipse, Rechteck und Freihand sind überarbeitet. Sie lassen sich laut Adobe nun bis zu zwanzigmal schneller als bisher tracken – das bedeutet: Weniger Wartezeit beim Maskieren von sich bewegenden Objekten. Eine neue Vorschaufunktion zeigt in Echtzeit, wie die Maske das Motiv verfolgt. Korrigieren lassen sich Tracking-Ergebnisse jetzt gezielt mit wenigen Klicks, ohne jede einzelne Bildposition nachbearbeiten zu müssen. Bi-direktionales Tracking und die Möglichkeit, Masken perspektivisch an bewegte Flächen wie Monitore oder Gesichter anzukoppeln, erweitern die kreativen Optionen.
Premiere Pro integriert zudem Firefly Boards, ein KI-basiertes Tool zur Ideenfindung und Zusammenarbeit im Team. So können Storyboards, Pitch-Visuals oder fehlende Zwischenschnitte direkt erzeugt und mit einem Klick ins Schnittprojekt übernommen werden. Die neue Version des Frame.io-Panels ermöglicht es, Feedback, Medien und Versionen in Premiere zu verwalten, ohne das Programm wechseln zu müssen. Kommentare erscheinen direkt in der Timeline, Notizen bleiben auch während der Bearbeitung sichtbar. Für Stockmaterial gibt es jetzt eine direkte Anbindung an Adobe Stock mit Zugriff auf über 52 Millionen Clips.

After Effects 26.0 bringt Verbesserungen für Motion Designer: SVG-Dateien aus Adobe Illustrator lassen sich als native Vektorformen importieren und behalten dabei ihre Editierbarkeit. Neue 3D-Parametermeshes wie Würfel, Kugeln oder Kegel können direkt in After Effects gebaut und mit über 1.300 kostenlosen Substance 3D-Materialien realistisch texturiert werden. Beim Motion Design profitieren Anwender von variablen Schriften, die sich auf bis zu acht Achsen pro Ebene animieren lassen – etwa, um Gewicht, Breite oder Neigung dynamisch zu verändern. Weitere Verbesserungen betreffen Soundeffekte, Vorschau-Performance und die Unterstützung von Windows ARM-Prozessoren.
Die neuen Versionen von Adobe Premiere Pro und After Effects 26.0 stehen ab sofort in der Creative Cloud-App bereit. Weitere Informationen finden Sie im Adobe Blog (engl.).









