Objektive

Tamron kündigt kompaktes Porträtzoom für Sony E und Nikon Z an

Tamron bringt am 26. März 2026 ein neues lichtstarkes Zoomobjektiv auf den Markt: das 35–100 mm F/2.8 Di III VXD (Modell A078). Es bietet eine durchgehende Lichtstärke von f/2,8 und wurde für spiegellose Vollformatkameras mit Sony E-Mount und Nikon Z-Mount entwickelt, eignet sich aber auch für das APS-C- beziehungsweise DX-Format.

Mit 119,2 mm Baulänge und 565 g Gewicht (Sony E-Mount) fällt das Objektiv für einen F/2.8-Zoom spürbar kompakt aus – es passt bequem in eine Fototasche, die man einen ganzen Tag lang trägt, ohne dass der Schulterriemen schmerzt. Die Nikon-Z-Version ist mit 121,5 mm und 575 g minimal größer und schwerer. Beide Versionen haben ein 67.

Der Brennweitenbereich von 35 bis 100 mm deckt Umgebungsporträts im mittleren Weitwinkel bis hin zu komprimierenden Teleporträts ab. Das optische System besteht aus 15 Elementen in 13 Gruppen, darunter XLD-, LD- und GM-Linsen, die Abbildungsfehler minimieren. Dank der durchgehenden Lichtstärke gibt es beim Heranzoomen keinen Lichtverlust. Allerdings fährt der Tubus beim Zoomen leicht aus. Die Blende wird von neun abgerundeten Lamellen gebildet, die bis zwei Stufen abgeblendet kreisförmig bleiben und so zu einem harmonischen Bokeh beitragen.

Der Autofokus wird laut Hersteller von Tamrons schnellsten und präzisesten Linearmotor (VXD) angetrieben, der nahezu geräuschlos und exakt scharfstellen soll. Zudem verspricht Tamron eine hohe Zuverlässigkeit bei der Nachverfolgung.

Die Naheinstellgrenze liegt im Weitwinkelbereich bei 22 cm, was einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:3,3 ermöglicht. Damit lassen sich etwa Schmuckstücke auf einem Tisch oder Detailaufnahmen von Speisen scharf abbilden, ohne ein separates Makroobjektiv zu benötigen. Im Telebereich beträgt der Mindestfokusabstand 65 cm (Maßstab 1:5,9).

Das Objektivgehäuse ist gegen Feuchtigkeit abgedichtet und die Frontlinse ist mit einer Öl- und Wasserabweisenden Fluor-Vergütung versehen. Das Filtergewinde hat einen Durchmesser von 67 Millimetern. Im Lieferumfang sind eine tulpenförmige Streulichtblende sowie Vorder- und Rückdeckel enthalten. Die Software TAMRON Lens Utility erlaubt individuelle Anpassungen, etwa die Belegung des Fokusrings für Videoaufnahmen. Zudem lassen sich damit die Aufgaben des dreistufigen Custom-Schalters und der Funktionstaste festlegen.

Vergleichbare Objektive

Das A078 positioniert sich in einem gut besetzten Segment. Sony bietet mit dem FE 70–200 mm F/2.8 GM II ein optisch überlegenes, aber deutlich schwereres und teureres Objektiv an. Näher am Gewichts- und Preisbereich liegt das Sony FE 24–105 mm F/4 G OSS, das jedoch eine Blendenstufe lichtschwächer ist. Nikon-Fotografen können das Nikkor Z 70–200 mm F/2.8 VR S als lichtstärkere, aber längere Alternative in Betracht ziehen. Sigma bietet im Sony-E-Segment kein direktes Gegenstück in diesem Brennweitenbereich. Tamrons eigenes 35–150 mm F/2–2.8 Di III VXD (Modell A058), das 2021 auf den markt kam, deckt einen größeren Bereich ab und ist im Weitwinkelbereich um eine Blende lichtstärker, jedoch auch größer und schwerer. Mit dem neuen Objektiv erfüllt Tamron den Wunsch nach einer kompakteren und deutlich leichteren Alternative.

Der Preis für das 35–100mm F/2.8 Di III VXD liegt bei 899 Euro. Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten von Tamron

Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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