Technik

HP FilmScan 7″: Filmscanner mit Touchscreen

HP hat den HP FilmScan 7″ Touch Screen Film Scanner (Modell HPFS700) vorgestellt. Das Gerät richtet sich an Fotografen, die Negative und Dias aus dem Familienarchiv digitalisieren wollen – ohne dafür einen Computer, externe Software oder ein Fotolabor zu benötigen.

Größerer Bildschirm, neigbar

Das auffälligste Merkmal gegenüber dem Vorgängermodell, dem HP FilmScan 5″, ist der auf sieben Zoll (rund 18 Zentimeter Diagonale) gewachsene LC-Touchscreen. Der Bildschirm lässt sich nun neigen – ähnlich wie der Klappdisplay einer modernen Spiegelreflexkamera. Das ermöglicht es, den Scanner auf dem Tisch stehen zu lassen und den Winkel an die eigene Sitzhaltung anzupassen, statt sich über ein starres Display bücken zu müssen. Die Bedienung erfolgt ausschließlich über den Touchscreen; eine separate Maus oder Tastatur entfällt.

Unterstützte Filmformate

Der FilmScan 7″ akzeptiert Filmstreifen und Dias der Formate 135 (das gebräuchliche 35-mm-Kleinbildformat), 110 (das schmalere Kassetten-Format der 1970er Jahre, bekannt von Pocket-Kameras) sowie 126 (das sogenannte Instamatic-Format, das Kodak in den 1960er Jahren populär machte). Dias müssen in Standard-Rähmchen mit 50 Millimeter Außenmaß eingerahmt sein. Ein Schnelllade-Schlitten erlaubt das kontinuierliche Einführen ganzer Filmstreifen, ohne den Schlitten nach jedem Bild herausnehmen zu müssen – ein Vorteil bei langen Digitalisierungssitzungen.

Auflösung und Dateiformat

Gescannte Bilder speichert das Gerät als JPEG-Dateien mit einer Auflösung von 22 Megapixeln. Das reicht für Abzüge in Postkartenformat ebenso aus wie für Ausdrucke bis etwa DIN A4. Die Dateien landen direkt auf einer SD-Karte oder lassen sich per USB-Kabel auf den Computer übertragen.

Bearbeitung direkt am Gerät

Ohne zusätzliche Software ermöglicht der FilmScan 7″ einfache Bildkorrekturen: Helligkeit, Kontrast und Farbbalance lassen sich am Touchscreen anpassen. Dazu kommt eine automatische Beschnittfunktion, die sich manuell übersteuern lässt – nützlich etwa, wenn der Bildrand eines alten Negativs bewusst sichtbar bleiben soll.

HDMI-Ausgang für den Fernseher

Neu im Vergleich zum 5″-Modell ist ein Mini-HDMI-Anschluss. Darüber lassen sich Scans auf einem Fernseher als Diashow zeigen, während die Steuerung weiterhin über den eingebauten Touchscreen erfolgt. Das Gerät kann außerdem als digitaler Bilderrahmen betrieben werden.

Der HP FilmScan 7″ ist kein Werkzeug für die professionelle Archivierung, sondern eher für die Digitalisierung der privaten Sammlung gedacht. Im Lieferumfang befinden sich Dia-Halter, Filmadapter für die unterstützten Formate, eine Reinigungsbürste sowie ein USB-Kabel. Das Gerät ist aktuell nur in den USA für 260 USD erhältlich, ein Termin für die Verfügbarkeit in Deutschland ist noch nicht bekannt.
Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten von HP.

Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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