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Licht planen. Mit Licht spielen. Virtuell.

In meinem Fokus-Workshop in der kommenden DOCMA (Heft 67) geht es um das Thema „Schnelle Fotomontagen“ beziehungsweise etwas griffiger „Quick-Composings“. Fotografieren Sie dafür Ihre Modelle im Studio, ist die Fotomontage später eine Sache von Sekunden. Aber das Licht muss natürlich passen. Deshalb planen Sie es im Voraus!

Studiolicht planen

Studiolicht planen

Warum überhaupt Fotomontagen?

Am liebsten würden auch wir „Photoshopper“ 😉 natürlich unsere Modelle direkt an die schönsten Plätze der Welt fliegen, um sie dort on location zu fotografieren: am Südseestrand, an den Originalschauplätzen der „Herr der Ringe“-Film-Trilogie in Neuseeland, inmitten der Pinguine in der Antarktis … am besten auch noch auf einem Eisbären reitend (die es wiederum leider nur auf der Nordhalbkugel gibt). Am letzten Beispiel sehen Sie schon, dass „echte Fotos“ oft nicht nur an dem logistischen, zeitlichen und finanziellen Aufwand scheitern können, sondern auch daran, dass sie schlicht und ergreifend nicht umsetzbar sind. Einen Eisbären vom Nord- an den Südpol zu fliegen, der dort weder die Pinguine noch das Modell und den Fotografen verspeist, wäre jedenfalls eine Meisterleistung – mit Photoshop ist die Umsetzung dieser Idee im direkten Vergleich kinderleicht: Einfach den Hintergrund schnell austauschen, wofür das Model gezielt vor einem grauen Studiohintergrund fotografiert wird. Statt also mit einem großen Team von Assistenten, dem Modell und der ganzen Fotoausrüstung eine nach der anderen Location abzufahren, fotografieren Sie die geplanten Porträts einen Nachmittag lang im Studio und können dann die Hintergründe nachträglich in aller Ruhe bei gewünschtem Licht und passender Witterung ­aufnehmen.

Warum überhaupt Licht planen?

Gerade für Einsteiger ist die Wechselwirkung der einzelnen Lichtquellen und Lichtformer nicht einfach zu durchschauen. Aber auch der Profi geht selten ohne konkrete Vorplanung des Lichts an einen Auftrag. Zum Ausprobieren verschiedener Beleuchtungsszenarien müssen Sie nicht jedes Mal in ein Studio fahren – wenn Sie auf ein Mietstudio angewiesen sind, würde dies ja auch jeweils mit Kosten verbunden sein.

Stattdessen brauchen Sie einfach nur eine 3D-Software zu erlernen 😉 – in der Sie jede denkbare Lichtsituation am Rechner physikalisch korrekt simulieren können. Aber das geht nicht mal so nebenbei – 3D-Software ist sehr teuer, und das Ganze kostet zusätzlich natürlich viel Zeit. Für die reine Simulation eines Fotostudios gibt es aber zum Glück die darauf spezialisierte und günstige Software „set.light.3D“ (mehr Infos hier). Dort finden Sie ein mit allem Pipapo ausgestattetes virtuelles Fotostudio vor, das Sie intuitiv durch Klicken im Bild oder mit Schiebereglern bedienen. Perfekt für das Planen der nächsten Photoshoots und das Entwickeln neuer Beleuchtungsideen.

Verschiedene Lichtformer

Eine kleine Auswahl der in Set.a.light 3D vorhandenen Lichtformer. Daneben gibt es Abschatter, Aufheller, Reflektoren, Requisiten und was man sonst so alles im Studio benötigen könnte.

 

Verschiedene Modelle

Verschiedene Modelle, für deren Posen es im Programm verschiedene Vorgaben gibt – zwei sind sogar animiert und spulen auf Knopfdruck verschiedene Posen ab, so dass Sie vielleicht schon einmal üben können, im richtigen Moment auszulösen. 🙂

 

Das Fotostudio gibt es in drei verschiedenen Größen. Die einzelnen Elemente ziehen Sie einfach ins Bild und manipulieren Sie über die entsprechenden HUD-Elemente.

Das Fotostudio gibt es in drei verschiedenen Größen. Die einzelnen Elemente ziehen Sie einfach ins Bild und manipulieren Sie über die entsprechenden HUD-Elemente.

Bei der Kamera haben Sie leider keine Möglichkeit die Marke zu wählen (*lach*), aber es lassen sich die Brennweite, die Blende, die Belichtungszeit, die ISO und vieles mehr einstellen. Statt also erst am Tag des Foto-Shoots das Licht zu setzen, planen Sie es mit der Software in groben Zügen vor und können sich dann während des Fotografierens ganz auf die feinen Details und das Model konzentrieren. Sollten Sie sich also einmal einen Shooting-Marathon in einem Mietstudio gönnen, dann machen Sie das Beste daraus, indem Sie das Wesentliche vorher am Rechner durchspielen und festlegen. In Set.a.light 3D können Sie sich dann das Set-up auch schematisch darstellen und griffbereit für den Tag der Foto-Session ausdrucken.

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Set-Plan

Set-Plan

Ich persönlich bin recht angetan von Set.a.light 3D – empfehle Ihnen aber, sich selbst ein Bild zu machen und mit der kostenlosen Testversion der Software zu experimentieren. Hier gibt es dafür übrigens Vorgaben für die beliebten One-Light-Setups: Link.

Falls es Ihnen gefällt und Sie von der Software profitieren, hab ich für Sie noch einen kleinen Deal für Sie: Als DOCMA-Leser erhalten Sie mit dem Code DOCMA15 beim Kauf von set.a.light 3D STUDIO/BASIC als auch für das Upgrade auf die Studioversion einen Nachlass von 20 % (gültig bis 1. November 2015). Ist das was? 😉

Zur eigentlichen Technik des „Quick-Composings“ – und warum das dank neuer Funktionen in Photoshop CC noch schneller geht – erfahren Sie dann mehr in der nächsten DOCMA! 🙂

Viel Spaß, eine schöne Woche und beste Grüße,

Ihr Olaf Giermann

Olaf Giermann

Olaf Giermann

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  1. PeterRoskothen

    Ein toller Tipp! Vielen Dank auf für den Link zur Software, die ich unbedingt ausprobieren werde. Aber: Ich denke ein grüner Hintergrund wäre wohl einfacher, um die Person hinterher frei zu stellen? Ich bin gespannt auf den Artikel in der DOCMA.

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