Wie optimiert man seinen Hochzeitsfotografie- und Event-Workflow, Katarina Fedora?
Katarina Fedora ist aktuell eine der schillernden Hochzeitsfotografinnen in Deutschland und hat kürzlich mit ihrer »Monara Conference« rund 400 Fotografen in München zusammengebracht. Ihren Workflow hat sie in den letzten Jahren konsequent weiterentwickelt und setzt dabei auch auf KI-gestützte Lösungen. Im Interview spricht sie darüber, wie sich Bildbearbeitung verändert hat, wo die größten Zeitfresser liegen und warum Effizienz heute ein entscheidender Wettbewerbsfaktor in der Hochzeitsfotografie ist.

DOCMA: Katarina, du kommst nach einer Hochzeit nach Hause, dann beginnt häufig erst der wahre Kraftakt. Was ist heute der erste Schritt in deinem Workflow?
Katarina Fedora Dreifaches Back-up – auf zwei Festplatten und eine in die Cloud. Danach mache ich eine Mini-Vorschau von fünf Bildern und schicke sie direkt an das Paar. Zwei bis drei Tage später kommt dann eine große Vorschau von ca. 100 Bildern.

DOCMA: Viele sprechen 2026 von einem Wendepunkt im Workflow. Was hat sich aus deiner Sicht grundlegend verändert?
Katarina Fedora Eigentlich alles. Bevor ich auch nur ein Bild bewusst anschaue, läuft der gesamte Import durch ein KI-Preset, das ich mit Neurapix auf Grundlage meines eigenen Stils erstellt habe – inklusive automatischer Masken direkt aus Lightroom. Danach filtere ich alle Bilder ab ISO 1000 heraus und lasse sie „entrauschen“ auf maximal 20% – während ich an etwas anderem arbeite.

DOCMA: Welche Rolle spielen KI-Tools generell für dich?
Katarina Fedora Eine zentrale. Auf Hochzeiten wechselt das Licht ständig – Kirche, goldene Stunde, Festsaal mit gemischter Beleuchtung. Der Weißabgleich ist danach oft ein Durcheinander. Neurapix kennt meinen Stil und bringt alles auf eine einheitliche Linie, ohne dass ich jeden Frame einzeln anfassen muss. Das gibt mir Konsistenz – und Zeit für genaue Retuschearbeiten. Was mich täglich ebenfalls begeistert: KI-Objektentfernung. Ob störende Gäste im Hintergrund oder ein Kabel am Boden – das, wofür ich früher zwanzig Minuten in Photoshop saß, erledigt sich heute in Sekunden.
Katarina Fedora
Ich starte nie mehr bei null, ich verfeinere nur noch.

DOCMA: Wo verlierst du ohne optimierte Abläufe am meisten Zeit?
Katarina Fedora Definitiv beim manuellen Geraderichten. Eine Hochzeit hat leicht 1000 Bilder. Jeden Horizont einzeln zu prüfen, ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Auch das nimmt mir Neurapix automatisch im Zuge der Bildbearbeitung ab. Das, zusammen mit dem Wegretuschieren von Dingen, frisst Stunden, die ich lieber woanders investiere.

DOCMA: Wie integrierst du solche Tools konkret bei der Hochzeitsfotografie in deinen Workflow?
Katarina Fedora Jeder Import läuft immer zuerst durch die KI-Bearbeitung – ohne Ausnahme. Selbst wenn ich danach ein komplett anderes Preset anwende. Danach stimmen aber Helligkeit, Weißabgleich und Horizont bereits. Ich starte nie mehr bei null, ich verfeinere nur noch.

DOCMA: Manche haben Sorge, dass KI und Automatisierung die eigene Handschrift verwässern. Wie siehst du das?
Katarina Fedora Überhaupt nicht – weil die KI genau das lernt, was ich ihr zeige. Sie analysiert meine eigenen Bilder und gibt mir zurück, was ich jahrelang manuell gemacht habe.

DOCMA: Was passiert nach der automatisierten Bearbeitung – wo setzt du noch manuell an?
Beim Zuschnitt – das ist mein Lieblingsmoment. Ich liebe Ausschnitte, die auf den ersten Blick kaum Sinn ergeben: sehr asymmetrisch, ein Gesicht halb angeschnitten, ein Detail im Vordergrund, das klassisch „falsch“ wäre. Genau das würde mir keine KI vorschlagen, auch wenn die KI schon zuschneiden kann. Genau da wird meine eigene Handschrift noch mal wirklich präsent.

DOCMA: Wenn du auf 2026 schaust – was sollten Fotografen jetzt konkret an ihrem Workflow ändern, um nachhaltig erfolgreich zu sein?
Die KI zur Bearbeitung vor der Saison anlernen – nicht mittendrin. Jetzt, im Ruhigen, zwei oder drei alte Hochzeiten einfüttern, testen, kalibrieren. Dazu gibt es auch gute Tutorials. Wer das jetzt im Frühjahr macht, startet in die Saison mit einem Tool, das einfach funktioniert und einem während der heißen Phase sehr viel Zeit schenken wird.
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