Technik

Ricoh präsentiert GR IV Monochrome und GR IV HDF

Im Oktober letzen Jahres hatte Ricoh die Entwicklung von zwei neuen Varianten der Kompaktkamera GR IV angekündigt, jetzt stehen die Termine der Markteinführung und die Preise fest. Die RICOH GR IV Monochrome ist voraussichtlich ab Februar 2026 für rund 1800 Euro erhältlich, die GR IV HDF soll bereits im Januar für rund 1450 Euro in den Handel kommen. Beide Kameras können über die Ricoh-Website vorbestellt werden.

Die GR IV Monochrome ist als erstes Modell der GR-Serie mit einem Monochrom-CMOS-Sensor ausgestattet, die GR IV HDF verfügt wie bereits die Ricoh GR III HDF über einen „Highlight Diffusion Filter“, der den Effekt eines klassischen Diffusionsfilters erzeugt und Glanzlichter diffus erscheinen lässt.

Beide neuen Modelle basieren auf der Ricoh GR IV mit einem APS-C-Sensor mit 25,74 MP sowie einem fest verbauten 18,3-Millimeter-Objektiv (entspricht 28 mm Kleinbild) und sind mit einem 5-Achsen-Bildstabilisator ausgestattet. Die Fokussierung erfolgt bei beiden Kameras über ein Hybrid-Autofokussystem, das Phasen- und Kontrastmessung kombiniert. An der Rückseite befindet sich ein 3-Zoll-Touch-LC-Display. Die Kameras speichern Bilder wahlweise als 14-Bit-DNG-Raw oder JPEG und bieten mit 53 GB internem Speicher viel Platz für Fotos und Videos.

Im Unterschied zu herkömmlichen Farbsensoren fehlt beim Sensor der Ricoh GR IV Monochrome ein Farbfilter-Array. Jedes Pixel misst direkt die Intensität des einfallenden Lichts, unabhängig von der Farbe. Dadurch erreicht die Kamera eine höhere Lichtempfindlichkeit, ein feineres Rauschverhalten und eine besonders detailreiche Schwarzweiß-Wiedergabe. In die Objektiveinheit hat Ricoh einen in der SW-Fotografie beliebten physikalischen Rotfilter integriert, der über die „Fn-Taste“ zu- und und abgeschaltet werden kann.

Die GR IV Monochrome bietet spezielle Bildprofile für Schwarzweiß, darunter „Solid“, „Soft“ und „Hi-Contrast“. Die Option „Grainy“ erzeugt einen starken Körnungseffekt. Die verschiedenen Optionen zur Bildsteuerung können schnell durch eine Direktfunktion an der Vierwegetaste geändert werden. 

Die ISO-Empfindlichkeit der Kamera reicht von 160 bis 409.600 – gegenüber ISO 100 bis ISO 204800 bei der GR IV. Die übrigen Spezifikationen entsprechen denen der GR IV.

Bei der Ricoh GR IV HDF lässt sich per Knopfdruck der „Highlight Diffusion Filter“ aktivieren, der für eine gezielte Weichzeichnung der Lichter sorgt. Helle Bereiche wirken sanft aufgefächert, während Konturen erhalten bleiben. So lassen sich etwa Porträts mit zartem Hautglanz oder Straßenszenen im Gegenlicht mit atmosphärischem Flair einfangen. Die HDF-Funktion ersetzt den in früheren GR-Modellen integrierten ND-Filter. Der Farb-CMOS-Sensor der Kamera deckt einen ISO-Bereich von 100 bis 204.800 ab. Die Bildprofile umfassen neben klassischen Farbstilen auch cineastische und retro-inspirierte Modi wie „Cinema (Yellow/Green)“ oder „Bleach Bypass“. 

Im Unterschied zur GR IV ist die Auslösetaste nicht in der Gehäusefarbe Schwarz gehalten, sondern silbern gefärbt. Der HD-Filter kann als Standardfunktion der Fn-Taste aktiviert oder deaktiviert werden. Ansonsten stimmen die technischen Details mit denen der 100 Euro günstigeren Ricoh GR IV überein.

Weiterführende Links: RICOH GR IV HDF  |  RICOH GR IV Monochrome

Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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