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Fotografieren im Militärhistorischen Museum Berlin-Gatow

Rund um Berlin

Der Flugplatz Berlin-Gatow steht heute unter Denkmalschutz und ist eine Außenstelle des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr. Eine der weltweit größten Sammlungen sogenannter Luftkriegsmittel aus der Zeit des Kalten Krieges ist hier präsent. Neben den Großexponaten im Außenbereich beherbergt Hangar 3 verschiedene Dauerausstellungen und weitere Fluggeräte, darunter eine MiG 29.

Gatow. Fotografieren im Militärhistorischen Museum Berlin-Gatow
Für die im Außenbereich aufgereihten Fluggeräte bot sich ein Polaroid-454-Doppelobjektiv an. Die Bildüberlagerungen entstehen in der Kamera und erfordern kein Stativ. Hier wurden die Objektive vorgestellt.

Bekannt in der Öffentlichkeit wurde der Flugplatz Gatow durch die Berliner Luftbrücke. Heute steht ein im Volksmund „Rosinenbomber“ genanntes Transportflugzeug aus dieser Zeit vor dem Tower. Der Name geht zurück auf die vor der Landung an kleinen, improvisierten Fallschirmen abgeworfenen Süßigkeiten. Die Initiative soll vom US-Piloten G.S. Halvorsen ausgegangen und von anderen Besatzungen aufgegriffen worden sein, die insgesamt 23 Tonnen Süßigkeiten abwarfen.

Gatow. Fotografieren im Militärhistorischen Museum Berlin-Gatow
Transportflugzeug vom Typ C-47: Während der Berliner Luftbrücke als „Rosinenbomber“ bekannt geworden und im militärhistorischen Museum aufwendig restauriert (Nikon E 75-150/3.5).
Gatow. Fotografieren im Militärhistorischen Museum Berlin-Gatow
Zu den Exponaten im Außenbereich gehört auch eine britische Hunter F, entwickelt in den 1950er Jahren (Nikon E 75-150/3.5).
Gatow. Fotografieren im Militärhistorischen Museum Berlin-Gatow
Bei unruhigen Hintergründen sorgt eine lichtstarke Normalbrennweite für die Freistellung großer Motive (Micro-Nikkor 55/2.8).
Gatow. Fotografieren im Militärhistorischen Museum Berlin-Gatow
Das Orestor 100/2.8 ermöglicht mit einer APS-C Kamera an diesem Starfighter im Außenbereich des Museums formatfüllende Detailaufnahmen.
Gatow. Fotografieren im Militärhistorischen Museum Berlin-Gatow
Geh näher ran: Für 28er Weitwinkel finden sich auch im Außenbereich des Militärhistorischen Museums passende Perspektiven (Olympus OM 28/3.5).
Gatow. Fotografieren im Militärhistorischen Museum Berlin-Gatow
MiG-29 im Hangar 3: Nach der deutschen Wiedervereinigung erlangte dieser Flugzeugtyp aus NVA-Beständen aufgrund seiner technischen Eigenschaften weltweit viel Aufmerksamkeit (Orestor 100/2.8).

Militärhistorisches Museum Berlin-Gatow:
Öffnungszeiten, Anfahrt und Lageplan

Alle Informationen für einen Besuch sind hier zu finden, ebenso wie ein Link zum Download des Übersichtsplans für das Ausstellungsgelände. Die angebotenen Führungen erfordern eine Anmeldung, nur so ist ein Blick hinter die Kulissen und ins Depot im Hangar 7 möglich. Dort lagern Großexponate, die bisher noch nicht ausgestellt wurden, aber beispielsweise auch der von Bundeskanzler Konrad Adenauer genutzte Hubschrauber mit seiner zeitgenössischen VIP-Ausstattung. Auch Wikipedia hält weitere interessante Detailinformationen bereit.

Gatow
Ein Blick in den von Bundeskanzler Konrad Adenauer genutzten Hubschrauber wird im Rahmen einer Führung durch Hangar 7 möglich.

Fotoausrüstung

Im Außenbereich hat sich ein Tele mit 100 bis 135 Millimeter Brennweite am Vollformat bewährt, da die mögliche Nähe zu den Fluggeräten durch Absperrungen limitiert wird. Diese Brennweiten taugen durchaus auch für kleinere Sensorformate, da ein paar Schritte genügend Abstand zum Motiv ermöglichen. In den Hangars ist zusätzlich ein moderates Weitwinkel-Objektiv nützlich. Eine lichtstarke Normalbrennweite erleichtert es, unruhige Hintergründe im Bokeh zu „versenken“.

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Bernd Kieckhöfel

Bernd Kieckhöfel hat einige Jahre für eine lokale Zeitung gearbeitet und eine Reihe von Fachartikeln zur Mitarbeiterführung veröffentlicht. Seit 2014 schreibt er für Fotoespresso, DOCMA, FotoMagazin sowie c't Digitale Fotografie.

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