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Technik

Firmware-Updates bringen Perspektivkorrektur-Funktion für die Leica M10-P, M10-R und M10 Monochrom

Firmware-Updates bringen Perspektivkorrektur-Funktion für die Leica M10-P, M10-R und M10 Monochrom
Perspektivkorrektur-Funktion für die Leica M10-P, M10-R und M10 Monochrom

Leica hat für die Kameras M10-P, M10-R und M10 Monochrom eine neue Firmware bereitgestellt, mit der die Kameras eine Perspektivkorrektur-Funktion erhalten. Diese ermittelt aufgrund der Lagesensoren der Kamera, ob und wie stark die Kamera bei der Aufnahme gekippt wird und fügt den Rohdaten automatisch die Korrekturhinweise hinzu, die erforderlich sind, um die perspektivischen Verzerrungen zu korrigieren. Raw-Daten werden dadurch nicht verändert, beim Speichern von JPEGS wird die Korrektur dagegen sofort ausgeführt.

Die Nutzung der Perspektiv-Korrektur ist optional. Sie funktioniert auch, wenn keine geraden Linien im Bild vorhanden sind. Wenn sie eingeschaltet ist, wird im Kameradisplay ein Rahmen eingeblendet, der anzeigt, wie das Bild beschnitten wird, um die Korrektur der perspektivischen Verzerrung zu erzielen. Da man bereits vor der Aufnahme die Auswirkung der Korrektur sieht, lassen sich der korrekte Bildausschnitt und das zu verwendende Objektiv deutlich besser bestimmen, als wenn man die Korrektur erst in der Bildbearbeitung vornimmt.

Perspektivkorrektur-Funktion für die Leica M10-P, M10-R und M10 Monochrom: Die Firmware-Updates stehen auf den Internetseiten von Leica zum Download bereit.

Firmware-Updates bringen Perspektivkorrektur-Funktion für die Leica M10-P, M10-R und M10 Monochrom
Oben: unkorrigierte Aufnahme | unten: Aufnahme mit eingeschalteter Perspektivkorrektur

Pressemitteilung

Neue Firmware für die Leica M10-P, M10-R und M10 Monochrom:

Computational Imaging ermöglicht Korrektur perspektivischer Verzerrungen.

Wetzlar, 29. Januar 2021. Die neue Firmware für die Kameramodelle Leica M10-P, M10-R und M10 Monochrom führt die Funktion „Leica Perspective Control“ (kurz LPC) ein. Besitzer der genannten Kameras können nach dem Update die Funktion „Perspektivkorrektur“ aktivieren, die die integrierten Lagesensoren nutzt, um zu erkennen, ob die Kamera gerade oder nach oben respektive unten geneigt gehalten wird. Auf Basis dieser Informationen ist es möglich, die bekannten stürzenden Linien, die speziell bei Architekturaufnahmen störend sein können, durch die Nutzung von Computational Imaging automatisch zu korrigieren. Der Begriff Computational Imaging bezeichnet digitale Verfahren der Bildgewinnung.

Im Display der Kamera visualisiert ein Rahmen, wie das Bild beschnitten wird, um die Korrektur der perspektivischen Verzerrung zu erzielen. Die Rohdaten von Aufnahmen im DNG-Format werden dabei nicht verändert, sondern nur um Korrekturhinweise ergänzt, die in Adobe Lightroom oder Adobe Photoshop automatisch angewendet werden – selbstverständlich mit der Möglichkeit, die Perspektivkorrektur auch wieder zu verwerfen. In der Kamera erzeugte JPEG-Bilder werden hingegen perspektivisch korrigiert gespeichert.

Gegenüber der alternativ möglichen manuellen Korrektur der Verzerrung in der Nachbearbeitung hat Leica Perspective Control mehrere Vorteile: Aufgrund der Automatisierung ist sie bedeutend schneller als das manuelle Vorgehen. Da man bereits vor der Aufnahme einen korrigierten Rahmen einblenden und sich korrigierte JPEG-Bilder unmittelbar nach der Aufnahme ansehen kann, lassen sich der korrekte Bildausschnitt und das zu verwendende Objektiv deutlich besser bestimmen. Da sich die Korrektur nicht an sichtbaren Details im Bild, sondern an den Daten der Lagesensoren orientiert, lassen sich auf Wunsch auch Bilder entzerren, die keine geraden Linien enthalten.

Die Perspektivkorrektur mittels Leica Perspective Control ist zunächst für die Modelle Leica M10-P, M10-R und M10 Monochrom im Rahmen eines Firmware-Updates erhältlich, das alle Besitzer der genannten Modelle kostenlos unter www.leica-camera.com laden und entsprechend der Anleitung dort einfach selbst installieren können.

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Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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