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Neues von Adobe für Smartphones

Adobe setzt nicht nur auf die Cloud, sondern auch im sich verändernden Markt verständlicherweise zunehmend auf Apps für Smartphones. Bald soll es eine neue Photoshop-App für unterwegs geben.  

Die aktuell verfügbaren Adobe Apps für iOS.

Die aktuell verfügbaren Adobe Apps für iOS. Das ist schon eine Menge. Also 15. Jedenfalls wenn man die zwei Behance-Apps und die von Fotolia mal außen vor lässt. 😉

Projekt Rigel

Laut Adobe Mitarbeiter Manu Anand arbeitet Adobe unter der Projektbezeichnung „Rigel“ an einer neuen Photoshop-App für mobile Geräte (Quelle und einige Screenshots der Bedienoberfläche). Sie soll in wenigen Tagen auf der Adobe Max vorgestellt werden und – wie üblich – zunächst nur für iOS-Geräte und später auch für Android veröffentlicht werden.

Ein neues Photoshop mobile also. „Schoooon wieder?“, werden sich viele fragen. Und warum? Es gibt doch schon Photoshop touch, Photoshop Express, Photoshop Mix, Adobe Sketch, Adobe Brush und Adobe Comp – die alle ungefähr Funktionalitäten abbilden, die etwa auch Photoshop CC 2015 am Rechner abdeckt – und teilweise funktional sogar darüber hinausgeht (zum Beispiel farbige Pinselspitzen, leistungsfähigere Pinselwiederholungsoptionen und anderes).

Aber gut, Photoshop Touch (ehemals kostenpflichtig!) wurde im Mai 2015 von Adobe eingestellt – und damit fehlt vielen Anwendern der übrigen Apps einiges an Funktionalität. Die neue Photoshop-App wird kostenlos sein, dabei aber erwartungsgemäß mit der Creative Cloud verzahnt sein. Das heißt, dass ähnlich wie bei Lightroom mobile und den anderen oben zu sehenden Apps, für manche Funktionen eine CC-Mitgliedschaft von Vorteil ist. Diese ermöglicht dann über die Bibliotheken-Funktionen ein nahtloses Zusammenspiel zwischen PC/Mac/Mobilgerät. Im Falle der Adobe Brush App oder bei Lightroom mobile mag ich das bereits sehr – es lädt zum kreativen Spielen und Experimentieren ein. Was viele Nicht-CC-User freuen wird: Laut Anand lässt sich „Rigel“ (also das neue Photoshop mobile) auch ohne CC-Mitgliedschaft nutzen und mit Dropbox, Facebook, iOS-Fotostream … verbinden.

Rise of the Mobile-Devices?

Gerade mit der letzten Vorstellung des größeren, leistungsfähigeren iPads (jetzt auch mit Apple Pen) beginnen ebenso leistungsfähigere Bearbeitungs-Apps einen Sinn zu ergeben. Bezogen auf das iPad steht für mich hier vor allem die sehr zuverlässige Touch-Eingabe im Vordergrund. Denn so überragend die Tablets und Stifte des Referenzherstellers Wacom sind: Bei der Toucheingabe schwächeln dessen Geräte IMHO doch immer noch ziemlich – sowohl beim Intuos Pro als auch beim Cintiq – so dass ich diese Funktionen in der Regel mit diesen meinen Tablets nur sporadisch nutze. Ob der bei Vorstellung vielfach belächelte Apple-Stift hier die Konkurrenz schlagen oder mithalten kann, muss sich erst noch zeigen …

Auf jeden Fall stelle ich immer mehr fest, dass ich zu vielen Terminen eigentlich nur noch mein iPad mitnehme und das Notebook nur noch einstecke, wenn ich wirklich auf der Reise Bilder bearbeiten will oder Desktop-Software, wie eben den „echten“ Photoshop unterrichte. Inwieweit hier ein Tablett in absehbarer Zeit ein doch vielfach leistungsfähigeres Notebook ersetzen können wird, muss sich zeigen. Für mich bräuchte es dazu jedenfalls ein Gerät, auf dem Mac OS X läuft, sollte ich nicht wider Erwarten mal zurück zum PC wechseln. 😉

Features

Vorhanden sind Grundfunktionen wie das Zuschneiden des Bildes, Grundkorrekturen, Verflüssigen, Reparaturpinsel, Weichzeichnen, Dodge & Burn, Malen, so etwas wie eine Iris-Weichzeichnung plus Vignette.

Das Interessanteste an „Rigel“ ist wahrscheinlich, dass jeder Bearbeitungsschritt nicht-destruktiv ist. Manu Anand zufolge werden „unter der Haube“ Ebenen angelegt, die sich später in Photoshop am Desktoprechner weiter abstimmen lassen. Das erinnert an das Bearbeitungskonzept in Lightroom, bei dem man sich um die durch Pinsel und Verläufe erzeugten virtuellen „Ebenen“ nicht zu kümmern braucht.

Auch hier ist interessant, wie die neue App in Teilfunktionen mehr als unser geliebter Opi Photoshop kann. Denn bei der Verflüssigen-Funktion gibt es eine automatische Gesichtserkennung, die Kontrollpunkte entlang der einzelnen Gesichtselemente (Auge, Nase, Mund, Kinn und Wange) setzt. Ich bin wirklich gespannt, wie gut das funktioniert und wann es beim Bestehen des Praxistests auch mal seinen Weg in Photoshops Verflüssigen-Filter finden wird.

Ich freue mich über praktische Apps, die mir vorher gar nicht in den Sinn gekommen wären, wie etwa die erwähnte Adobe Brush-App, mit der man unterwegs live Pinselspitzen generieren kann, die ich dann zu Hause direkt in meiner Bibliothek wiederfinde. Mal schauen wie sich die neue Photoshop-App schlägt – ich hoffe wirklich nur, dass Adobe bei all dem App/Online-Hype nicht sein Hauptprodukt und meine Lieblingssoftware Photoshop aus den Augen verliert, sie mal generalüberholt und ihr auch einige der tollen Funktionen, die die Apps jetzt schon beherrschen, spendiert.

Beste Grüße, Ihr Olaf Giermann.

Olaf Giermann

Olaf Giermann

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