Canon präsentiert zwei Ultraweitwinkel-Objektive für Vollformat

Canon bringt zwei Ultraweitwinkel-Objektive der L-Serie für das RF-Bajonett auf den Markt: das Zoomobjektiv „RF 7-14mm F2.8-3.5L Fisheye STM“ und die Festbrennweite „RF 14mm F1.4L VCM“. Beide richten sich an professionelle Fotografen und Videofilmer, die extreme Bildwinkel suchen.
Das RF 7-14mm F2.8-3.5L Fisheye STM deckt einen Bildwinkel von bis zu 190 Grad ab und gilt als erstes Fisheye-Zoomobjektiv dieser Art. Bei 7 Millimetern projiziert es ein kreisrundes Bild, bei 14 Millimetern erzeugt es ein 180°-Vollformat-Bildfeld (180° diagonaler Bildwinkel )– jeweils an einer Vollformatkamera des EOS‑R-Systems. An APS-C-Kameras entspricht die maximale Weitwinkeleinstellung etwa 8,7 mm und liefert ebenfalls ein diagonales Fisheye-Bild. Ein Drop-in-Filtersystem erlaubt den Einsatz von Polarisations- und variablen ND-Filtern, was etwa bei Gegenlichtsituationen oder Timelapse-Aufnahmen zusätzlichen Spielraum verschafft.


Im optischen System setzt Canon auf asphärische Elemente und Spezialgläser aus der UD‑Reihe, um Verzeichnung, Farbsäume und Unschärfen zu begrenzen. Vergütungen wie Air Sphere Coating sollen Reflexe und Flares kontrollieren, wenn etwa eine tief stehende Sonne ins Bild ragt. Der Schrittmotor (STM) arbeitet leise und unterstützt Fokus-Breathing-Kompensation, was bei Videoaufnahmen auffällige Bildwinkeländerungen beim Scharfstellen reduziert. In Verbindung mit kompatiblen Kameras lassen sich kreisrunde Fisheye-Clips per „EOS VR Utility“ in 2D‑180‑Grad‑VR-Material umwandeln. Das Gehäuse entspricht dem L‑Standard mit Abdichtungen gegen Staub und Spritzwasser. Das Zoomobjektiv bringt rund 476 Gramm auf die Waage.
Das RF 14 mm F1.4 L VCM ist eine lichtstarke Ultraweitwinkel-Festbrennweite, die einen diagonalen Bildwinkel von 114 Grad abdeckt. Die hohe Lichtstärke von 1:1,4 erleichtert das Arbeiten bei wenig Licht und ermöglicht eine bewusst geringe Schärfentiefe. Damit lassen sich beispielsweise in einer weiten Architekturkulisse einzelne Objekte herauslösen. Trotz der großen Öffnung bleibt das Objektiv mit einem Gewicht von etwa 578 Gramm relativ handlich und eignet sich somit auch für Reisen oder den Einsatz an Drohnen.

Zusätzlich sollen die Beschichtungen „Subwavelength Structure Coating” und „Air Sphere Coating” Geisterbilder und Lichtreflexe minimieren, etwa bei Nachtaufnahmen in Städten mit vielen Punktlichtquellen. Ein VCM-Antrieb (Voice Coil Motor) übernimmt die schnelle und leise Fokussierung, während ein zusätzlicher Motor die Blende regelt. Für Videoaufnahmen stehen eine 11-Lamellen-Rundblende, ein Blendenring, ein Steuerring und eine konfigurierbare Funktionstaste zur Verfügung.
Beide Objektive sollen am 26. Februar 2026 in den Handel kommen. Das RF 7-14mm F2.8-3.5L Fisheye STM kostet rund 1800 Euro, das RF 14mm F1.4L VCM 2500 Euro.
Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten von Canon.





