Technik

Gefälschte Filter

HapaTeam warnt vor Plagiaten des UV-Filters „HOYA Pro1 Digital 77mm UV(O)“, die vermehrt in Deutschland aufgetaucht sind.

HapaTeam, offizieller Importeur von Fotozubehör des japanischen Anbieters HOYA, macht auf einen Fall von Produktpiraterie aufmerksam. Es handelt sich dabei um minderwertige Plagiate des „HOYA Pro1 Digital 77mm UV(O)“-Filters. Diese sind an bestimmten Merkmalen auf der Verpackung und am Filterring zu erkennen, die auf den von HapaTeam veröffentlichten Fotos gekennzeichnet sind. Näheres ist der unten stehenden Pressemitteilung zu entnehmen.

Sondermitteilung von HapaTeam

Die Flut gefälschter Markenprodukte nimmt immer größere Ausmaße an und macht auch im Bereich Fotozubehör keinen Halt. So sind in den vergangenen Tagen vermehrt billige Fälschungen des beliebten HOYA Pro1 Digital 77mm UV(O) Filters in Deutschland aufgetaucht! Zum wirtschaftlichen Schaden kommt auch ein Imageschaden hinzu, wenn Verbraucher guten Glaubens ein vermeintliches Markenprodukt von HOYA kauften und es ihre Erwartungen dann nicht erfüllt. Durch diese Fälschungen werden nicht nur die vom japanischen Hersteller an HapaTeam vergebenen Vertriebs-und Markenrechte verletzt, auch die über viele Jahre aufgebaute Reputation der Marke im deutschen Fachhandel könnte auf diese Weise enormen Schaden nehmen. Denn HOYA-Filter stehen für höchste Filterstandards, erstklassiges Rohmaterial, hochpräzise Verarbeitung und aufwendige Vergütungstechnik. Hingegen ist die Verarbeitung der gefälschten Filter und die dabei verwendeten Komponenten, wie Filterglas und Fassungen, minderwertig. Das führt zu falschen Schlüssen bei den Kunden, die meinen, HOYA-Filter wären von schlechter Qualität. Davor wird sich HOYA in Zusammenarbeit mit seinem Partner HapaTeam schützen und scharf dagegen vorgehen.
HOYA-Filter gelten zu Recht als Premiumprodukt innerhalb dieser Zubehörkategorie, steckt man doch seitens der Japaner viel Geld in Forschung, Entwicklung und aufwendige Produktionstechnik. Da ist es nicht verwunderlich, dass es Plagiateure gibt, die vom ausgezeichneten Markenimage profitieren wollen und unter dem geschützten Namen HOYA billigen Zubehörschrott in Verkehr bringen. Was nicht nur ärgerlich für die Kunden ist, die vermeintliche Markenqualität kaufen, auch offiziellen Handelspartnern entgeht dringend notwendiger Umsatz bei rechtmäßig erworbener Ware.
Der vorliegende Fall von Produktpiraterie beim „HOYA Pro1 Digital 77mm UV(O)“ zeigt, wie raffiniert die Fälscher zu Werke gehen, denn die Plagiate sehen der Original-Ware zum Verwechseln ähnlich. HapaTeam, offizieller Importeur für Deutschland und Teile Europas, wird im Sinne der Verbraucher und Handelspartner allen bekannten Verstößen nachgehen, da diese Verkäufer hierbei nicht nur Markenrechte und wettbewerbsrechtliche Vorschriften verletzen, sondern auch Urheberrechte, Patente und sonstigen Markenrechte gezielt umgehen. Das Design der gefälschten Verpackungen kann durch geschulten Blick als Plagiat entlarvt werden, für Verbraucher ohne entsprechendes Fachwissen ist es etwas schwieriger, diese Filter als Fälschung zu enttarnen. So bietet es sich an, vor einem Kauf die Herstellerseite oder die Website von HapaTeam (www.hapa-team.de) zu besuchen, um sich zu informieren.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Grundsätzlich legal sind dem Original ähnliche Nachahmerprodukte, wenn die Gestalt dieser Produkte nicht durch Geschmacks- oder Gebrauchsmusterschutz geschützt ist (sogenannte Me-too-Produkte) und einen eigenen, verwechslungssicheren (Marken-) Namen tragen. Im vorliegenden Fall der gefälschten HOYA-Filter aber kommen Produkt- und Markenpiraterie in seiner extremsten Form zusammen, da nicht nur dreist ein geschütztes Produktdesign kopiert, sondern auch der Markenname HOYA unrechtmäßig Verwendung findet. Jeder, der wie im vorliegenden Fall Produktpiraterie gewerbsmäßig betreibt und kriminell Schutzrechte verletzt, muss in Deutschland mit Freiheitsstrafen oder empfindlichen Geldstrafen rechnen. Denn indem die Filter-Plagiate als „Originalware“ angeboten werden, wird bewusst eine Täuschung erzeugt, um einen Vermögensvorteil zu erlangen.
Unkundige Verbraucher haben hier in der Regel das Nachsehen, denn im Falle eines Defekts oder einer Reparatur wird keine Garantie gewährleistet. Ein offiziell in Deutschland gekauftes Originalprodukt hingegen genießt während der Garantie- bzw. der Gewährleistungszeit im Falle einer Reparatur einen hervorragenden, kostenlosen Service. Deshalb lohnt es sich bei vermeintlichen Schnäppchen etwas genauer hinzuschauen, damit spätestens bei den folgenden Merkmalen die Alarmglocken schrillen:

  • Die Filter sind schlecht verarbeitet und augenscheinlich von minderer Qualität.    
  • Das Filterglas sitzt locker oder ragt gar aus der Fassung heraus.
  • Schlechte Ergebnisse beim Fotografieren: UV-Strahlen werden nicht wie gewollt durch den Einsatz des Filters blockiert.
  • Fehlende Prägung auf der Kunststoff-Verpackung

Wie sollte man sich also konkret verhalten?
In einem deutschen Fachgeschäft vor Ort an Fälschungen zu geraten ist zwar nicht gänzlich ausgeschlossen, aber so gut wie unwahrscheinlich. Bei einem Online-Händler, egal ob im In- oder Ausland, gestaltet es sich dagegen etwas schwieriger, weil man die Ware vor dem Kauf nicht in Augenschein nehmen kann. Fällt jemand unabsichtlich auf so eine Fälschung herein, kann er die Filter zurückgeben. Tipp: Nutzen Sie sichere Zahlungsvarianten mit Käuferschutz, wie PayPal oder den guten alten Rechnungskauf und verzichten Sie auf Vorkasse oder Nachnahmezahlungen.
Handelt es sich beim Verkäufer um einen gewerblichen Händler, steht dem Käufer sowieso das 14-tägige Widerrufs- oder Rücktrittsrecht zu. Nicht selten aber tarnen sich Plagiate-Händler auf Auktionsplattformen als private Verkäufer. Auch in diesem Fall steht man nicht im Regen, denn man kann sich auf die AGB mit dem Passus „unzulässiger Artikel“ berufen – immer vorausgesetzt, der Verkäufer hat den Käufer getäuscht. Der Käuferschutz greift immer dann, wenn der gekaufte Artikel nicht der Beschreibung entspricht. Wer also „Original HOYA-Filter“ kauft, darf auch tatsächlich genau das erwarten. Zuguterletzt informieren Sie den Plattformbetreiber über den Verkauf der Fälschungen. Dieser wird dann rechtliche Schritte gegen den Anbieter einleiten. Tipp: Verzichten Sie, um ein paar Euro zu sparen, auf den Einkauf in Onlineshops aus Nicht-EU-Ländern und denken Sie immer daran: Billig ist auf Dauer teuer.

Wie lassen sich in diesem konkreten Fall Fälschungen identifizieren?

Anhand der nachfolgenden Abbildungen können Verbraucher feststellen, ob es sich möglicherweise um Plagiate des HOYA-Filters handelt.

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Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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