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Netzwerkdurchsetzungsgesetz: Wir sind frei, wenn wir wollen

Letzte Woche hat der Bundestag nicht nur die „Ehe für alle“, sondern auch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken, NetzDG) verabschiedet – trotz der verbreiteten Kritik daran, die die Meinungs- und Pressefreiheit bedroht sieht. Meine Haltung zum neuen Gesetz ist zwiespältig, aber vor allem frage ich mich, warum wir uns ohne Not von den sozialen Netzwerken abhängig machen, die das NetzDG regulieren soll. Es ist wohl unstrittig, dass die sozialen Netze nicht bloß voller niedlicher Katzenfotos sind; über diese Medien wird leider auch Hass und Hetze verbreitet – auch solche, die in Deutschland strafbar ist. Insbesondere Facebook hat sich bisher als nicht übermäßig eifrig erwiesen, auf Beschwerden über solche Inhalte zu reagieren; oft findet man auch…

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XING: Raus aus dem sozialen Netz

Man kommt ja kaum darum herum, in verschiedenen sozialen Netzen präsent zu sein, will man nicht als eigenbrötlerischer Sonderling im digitalen Zeitalter gelten. Aber irgendwann ist man in einem Netz zu viel, und ich habe jetzt eines verlassen: XING. XING war tatsächlich eines der ersten sozialen Netze, dem ich beigetreten bin. Damals hieß es noch openBC und Kollegen machten mir weis, dass man so etwas künftig brauche, um seine beruflichen Kontakte zu pflegen. Man vernetzt sich mit Leuten, die man aus dem Berufsleben kennt, gibt an, an was für Jobs oder Aufträgen man interessiert ist und welche Stärken man hat, und damit kann einem das Netz den nächsten Schritt auf der Karriereleiter erleichtern. Nicht dass es im Journalismus allzu viele…

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Wahrheitsmonopol: Fake News und Fake Images

  Mit falschen oder verfälschten Bildern lässt sich die Vorstellung der Mediennutzer von der Wirklichkeit manipulieren, ebenso wie mit sprachlichen Lügen. Dass Falschmeldungen plötzlich so stark ins öffentliche Interesse rücken und als Fake News und scheinbar neue Erscheinung Aufmerksamkeit erregen, ist verwunderlich. Wir wollen Lügen in den Medien nicht hinnehmen, das ist klar – ob aber ein Gesetz gegen Fake News mit dem Bundespresseamt als Kontrollinstanz der richtige Weg ist, wagt Doc Baumann zu bezweifeln. Über wirklichkeitsverfälschende Bildmontagen habe ich hier und vor allem in DOCMA schon viel geschrieben. Wobei, genau genommen, die Montagen selbst die Wirklichkeit ja nicht (ver)fälschen, sondern nur Bilder sind, denen nichts Reales zugrundeliegt. Das ist an sich nicht bedenklich, denn nahezu jeder Film und jedes…

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Zensur, für die wir mitverantwortlich sind

Erst löscht Facebook ein weltbekanntes, aufrüttelndes Foto aus dem Vietnam-Krieg als „Kinderpornographie“, dann wird das Bild nach zahllosen Protesten verschämt wieder freigegeben. Bei rassistischen Sprüchen dagegen ist man sehr viel großzügiger oder lässt sich lange Zeit. Der Vorgang selber ist so dämlich, dass man ihn kaum kommentieren muss: Die norwegische Zeitung „Aftenposten“ stellte ein Foto von flüchtenden, von Napalm verbrannten Kindern auf ihre Facebook-Seite, das seit mehr als einem halben Jahrhundert als Ikone der Reportagefotografie gilt. Eines der Kinder, ein kleines Mädchen, ist nackt. Facebook löscht den Beitrag aus diesem Grund als Kinderpornographie. Man könne ja nicht bei jedem nackten Kind neu entscheiden, ob das nun Pornographie sei oder was anderes. Wahrscheinlich hat man sich bei Facebook gedacht, diese Nacktheit…

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Multimediale Erlebniswelten

Aus Einzelfotos und Videosequenzen kreiert das Bremer Unternehmen Kubikfoto³ sehenswerte interaktive Flash-Präsentationen.

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