Blog

Erschreckender Hass-Kommentar auf DOCMA-Seite

Wie gut, dass die sensiblen Menschen bei Facebook aufpassen, damit dort weder Hass noch Falschinformationen auftauchen. Das hat uns davor bewahrt, dass Sie auf unserer Facebook-Seite einen üblen und verabscheuungswürdigen Hass-Kommentar lesen mussten, der sonst – um es mal vorsichtig auszudrücken – Ihre geistige Gesundheit hätte beeinträchtigen können. Dem Blog-Wart sei Dank! Doc Baumann berichtet über die erschreckenden Hintergründe.

Erschreckender Hass-Kommentar auf DOCMA-Seite

Ich will hier den Verfasser dieser ekelerregenden Zeilen trotz allem nicht an den Pranger stellen, obwohl er es sicherlich verdient hätte, dass ein SEK vor seiner Haustür auftaucht und in spüren lässt, was er uns und anderen Menschen da angetan hätte (würde die Facebook-Aufsicht nicht so hervorragend funktionieren. Danke, Facebook, danke!). Belassen wir es also bei seinem Vornamen, André. Er ist mit seiner verachtungswürdigen Haltung selbst schon genug gestraft.

Aber zum Glück ist ja nichts passiert, Facebook hat schnell reagiert, und nicht nur seinen Kommentar zu meiner Bildkritik über dermatologische Fakes ausgeblendet, sondern gleich alle, die dort standen. Sicher ist sicher. Damit wurden auch nur wenige Leserinnen und Leser seelisch verletzt – gerade noch mal Glück gehabt.

Was einen verwirren Menschen dazu treibt, solche Zeilen zu verfassen, kann man als normaler Mensch mit gesundem Menschenverstand nicht mal erahnen. Was muss sich in einem solchen kranken Gehirn abspielen, um solche Wörter zu tippen? Hat er keine Sekunde darüber nachgedacht, was er damit anrichten kann? Es gibt genug Fanatiker, die so etwas in die Tat umsetzen. Und dann? Kann er mit dieser Verantwortung weiterleben? Aber Verantwortungsgefühl darf man wohl zu allerletzt erwarten, wenn jemand so etwas schreibt.

Wenn Sie zart besaitet sind, lesen Sie nun bitte nicht weiter. Auf gar keinen Fall! Denn wir besitzen genügend Verantwortungsgefühl, um nicht daran schuld sein zu wollen, wenn Sie … gar nicht auszudenken … Also, überlegen Sie wirklich gut, ob Sie sich das antun möchten. Noch können Sie hier aufhören!

Also, dieser André hatte den unsäglichen und hasserfüllten Kommentar abgesondert (fast weigern sich meine Finger und meine Tastatur, es niederzuschreiben):
„alles klar, danke für die Info.“

An einer Straftat mögen diese Worte noch knapp vorbeirutschen, aber jeder Mensch mit dem geringsten moralische Empfinden wird es aus tiefstem Herzen begrüßen, dass Facebook prompt darauf reagierte:
„Dein Kommentar verstößt gegen unsere Gemeinschaftsstandards zu Spam. Sonst niemand kann deinen Kommentar lesen. Wir haben diese Standards definiert, um Dinge wie falsche Werbeinhalte, Betrug und Sicherheitsverletzungen zu verhindern.“

Es ist ja nicht nur der widerliche Text, der jeden erschrecken lässt. Das Symbol dahinter mit der Hand scheint zwar einen hochgestreckten Daumen zu zeigen, aber in Zusammenhang mit diesem Satz ist natürlich klar, dass eigentlich der Mittelfinger gemeint war.

Stellen Sie sich mal vor, Sie fragen auf der Straße einen Polizeibeamten nach dem Weg und entgegnen auf seine hilfreiche Beschreibung: „Alles klar, danke für die Info“. Und strecken dann noch höhnisch den Daumen empor. Eine ungemütliche Nacht in der Zelle und die unliebsame Bekanntschaft mit empörten Kollegen samt Gummiknüppeln dürfte Ihnen gewiss sein.

Schön, dass man bei Facebook so sensibel ist. Da dürfen dann auf der Seite der NDP schon mal unzensierte Kommentare stehen, die den Gemeinschaftsstandards besser entsprechen, wie etwa:

„Frontex, hat ja mit Grenzschutz, nicht das geringste zu tun. Ist doch eigentlich mehr Geleitschutz, für die „Flüchtigen.“ Oder:

„Die NPD, bzw ihre Aktivisten, kämpft seit über 50 Jahren gegen die geplante Eliminierung des deutschen Nationalstaates und Volkes. Leider hat dies die Umerziehung des Volkes zur Ablehnung all dessen,was einmal deutsch war, zusammen mit der Umvolkung, verhindert! Dieses Volk und dieser Staat ist sowohl geistig, als auch mental und moralisch, am Tiefpunkt angelangt und hat seine Zukunft schon hinter sich.“

Nicht nur geistig, mental und moralisch – auch noch grammatisch! Das eigentlich gemeinte „nicht“ fehlt zwar in dem Satz, doch so ist er auch sinnvoller. Aber Facebook ist ja schließlich kein oberlehrerhafter Grammatik-Zensor. Dem Blog-Wart sei Dank!

Zeig mehr

Doc Baumann

Doc Baumann befasst sich vor allem mit Montagen (und ihrer Kritik) sowie mit der Entlarvung von Bildfälschungen, außerdem mit digitalen grafischen und malerischen Arbeitstechniken. Der in den Medien immer wieder als „Photoshop-Papst“ Titulierte widmet sich seit 1984 der digitalen Bildbearbeitung und schreibt seit 1988 darüber.

Ähnliche Artikel

11 Kommentare

  1. „grammatisch“ also, soso… das kommt weder von Tisch noch von Gramm sondern von „GrammaTIK“ – ja, ich weiß: Der Duden erlaubt es, aber passend oder schön ist nicht alles, was neu oder erlaubt ist.

    „Das eigentlich gemeinte „nicht“ fehlt zwar in dem Satz, doch so ist er auch sinnvoller.“

    Ist das so?
    Ich versuche es mal:
    „„Die NPD, bzw ihre Aktivisten, kämpft seit über 50 Jahren gegen die geplante Eliminierung des deutschen Nationalstaates und Volkes. Leider hat dies die Umerziehung des Volkes zur Ablehnung all dessen,was einmal deutsch war, zusammen mit der Umvolkung, verhindert! …“
    Der Satz sagt: „Die Umerziehung zur Ablehnung des Deutschen hat – zusammen mit der Umvolkung – verhindert, dass der Kampf der NPD gegen die Eliminierung des deutschen Nationalstaates Erfolg hatte.“
    Inhaltlich also ganz genau das aussagend, was (vermutlich) gemeint war. Ich kann da nicht erkennen, dass da irgendwo ein „nicht“ fehlt.
    Da war wohl wieder einmal der Wunsch der Vater des Gedankens. Noch schlimmer als die vielen Nazi-Dummheiten finde ich die Dummheiten der Kritiker, die „die bösen Nazis“ durch den Vorwurf der Dummheit verunglimpfen wollen und dann selbst daran scheitern. Wer ist da der Dümmere?

    Natürlich ist dieser Satz etwas missverständlich formuliert. Klarer wäre gewesen: „Der Kampf hat die Umerziehung nicht verhindert.“ Dort hätte dann das „nicht“ gefehlt und ja, man kann den Originalsatz so interpretieren und dann wäre er auch schöner formuliert, sagt letztlich aber dasselbe aus. Aber das ist dann Haarspalterei und hat eher weniger mit Sprachverständnis zu tun, sondern mit der Kunst der Rhethorik. Letztlich ist der NPD-Satz genauso beschissenes Deutsch, wie „grammatisch“.

    Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein.

    Vielleicht sollte man sich – ganz besonders, wenn es gegen Andersdenkende geht – auf Sachargumente beschränken, um „bei der Sache zu bleiben“.

    Es hätte dem Artikel gutgetan, wenn er ein anderes als Gegenbeispiel für den zweiten teil verwendet hätte.
    Abgesehen davon, dass der erste Teil für sich schon so bloßstellend ist, dass es den zweiten teil gar nicht gebraucht hätte.
    Aber ich verstehe schon: Mit Nazisymbolik und dem entsprechenden Bashing ist die Klickrate natürlich höher. Die Bedeutung des Artikels steigert es leider nicht. Nur zu leicht wirft man der Gegenseite Verunglimpfungen vor und übersieht vor lauter Beißreflex die eigenen Verunglimpfungen, nicht wahr?!

    »Jeder schließt von sich auf andere und vergisst, dass es auch anständige Menschen gibt.«
    (Heinrich Zille)

    »Wenn die Vernunft ihre Stimme häufig gegen den Fanatismus erhebt, dann kann sie die künftigen Generationen vielleicht toleranter machen, als die gegenwärtige ist; und dann wäre schon viel gewonnen.«
    (Friedrich II., »Der Große« (1712 – 1786), preußischer König, »Der alte Fritz«)

    1. Als ich Ende der 70er Jahre Linguistik studierte, war der Begriff „grammatisch“ (und sein Gegenteil, also „ungrammatisch“) bereits seit langer Zeit gebräuchlich, auch und gerade in der Sprachwissenschaft. Tatsächlich ist „grammatisch“ schon seit dem 16. Jahrhundert bezeugt. Der Begriff ist also weder neu, noch ist er falsch. Und was immer unter der „Kunst der Rhethorik“ zu verstehen sein soll – es heißt immer noch „Rhetorik“ mit nur einem „h“.

      Und ja, der Aussage der NPD fehlt tatsächlich ein „nicht“. Anders ergäben die beiden Sätze keinen Sinn, oder jedenfalls keinen, der einem NPD-Anhänger in den Sinn käme.

      Dass Ihnen darüber der eigentliche Witz von Doc Baumanns Beitrag entgangen ist, finde ich schade.

  2. „….Dieses Volk und dieser Staat ist sowohl geistig, als auch mental und moralisch, am Tiefpunkt angelangt …“
    Nach dem Tiefpunkt geht es aufwärts! Das lehrt uns fast jede mathematische Funktion, das ist geradezu die Definition des Tiefpunktes, siehe unsere gute, alte Parabel.
    Munter bleiben
    Karl-Otto Franz
    PS: Wollte den Artikel erst garnicht lesen, aber GottSeiDank, hat’s mich dann doch vom Stuhl gehauen. KLASSE – so iss fääsbukk!

    1. Oh wo kommt denn eine solche Erkenntnis her? leben sie schon länger im Atompunker und lesen nur Putinsche Lektüre? Aber recht habe sie mit der Erkenntnis ihres Irrglaubens schon, nur alle teilen so einen Müll ganz sicher nicht.

    2. Hat nicht Herr Gauck (ja, der Gauck)letztens öffentlich gesagt?: »Das deutsche Volk ist dumm« – war nicht auf Facebook, sonst hätten die sensiblen Moralisten wahrscheinlich gleich wegen Verunglimpfung gesperrt. Oder doch nicht, weil Herr Gauck ja schließlich mal Bundespräsident war?Oder doch, weil er ja die Stasiakten verwaltet hat.? Oder hat er das gar nicht gesagt? Wie dem auch sei, sich bei den sensiblen facebook Gedankenwächtern zu bedanken kann ma ja machen. Aber ich denke, wenn man schon so eine Diskussion anstößt, dann sollte man es dem erwachsenen Leser doch zutrauen, selbst zu entscheiden, ob er diesen Text nach Vorwarnung lesen lesen will, oder nicht. Und ob nun mögliche seelische Verletzungen hier nicht mit persönlicher moralischer Empörung verwechselt werden, sei dahingestellt. Auch ich bin gegen Hetze jeder Art, nur so nebenbei. Aber Meinungsäußerungen – auch wenn Sie noch so absurd erscheinen, bringen nicht sofort ein Staatsgebilde zum <Einsturz, oder irre ich mich da? Dennoch sehr amüsant diese ganze Diskussion.

  3. Lieber Doc, so sehr ich Ihre Statements schätze, weiss ich nicht, was nun dieses soll. Natürlich kenne ich den Text dieses André nicht, aber dass Sie gauben, Polizisten würden wegen eines erhobenen Daumens, den Sie für einen Mittelfinger halten, jemand „eine ungemütliche Nacht in der Zelle und die unliebsame Bekanntschaft mit empörten Kollegen samt Gummiknüppeln“ bescheren, liegt, zumindest im deutschsprachigen Raum, nicht drin. Das kommt vielleicht in einem Polizeistaat vor, aber Polizisten sind hier weit heftigere Beleidigungen gewohnt.
    Auch wenn mir der fragliche Text nicht bekannt ist, gibt es im Netz, Problematischeres, wie z.B. unter http://www.uipre.org . UIPRE – Union International de la Presse Electronique – war rund ein halbes Jahrhundert der Verband bekannter Fachjournalisten der Elektronik. Nachdem die Meisten in Rente gingen, wurde die Institution offiziell eingestellt. Ein seltsamer Schwabe riss sich die Seite unter den Nagel und blähte den Auftritt auf hunderte von Seiten auf. An sich nicht schlimm, auch wenn darin oft das Gegenteil der Wirklichkeit stand. Gemein, waren – und sind es noch – seine Anzeigen bei diversen Behörden. So stellte der Schweizer Bundesrat den Chef der Kripo des Militärs für Monate frei, bis die Untersuchung ergab, dass alle erhobenen Anschuldigungen frei erfunden waren. Auch Journalisten bis zu Chefredakteuren wurden so dargestellt, dass arbeiten kaum mehr möglich war. Rechtlich ist ihm nicht beizukommen, da er sich als mittellos darstellt. Aber lesen Sie selbst …

    1. Liebe/r (?) gjw1,
      klar, offiziell gibt’s das nicht, zumal fast alle Verfahren gegen solche Polizisten bisher wieder eingestellt worden sind, sofern überhaupt ermittelt wurde – sicherlich nur, weil die angeblich Verprügelten allesamt gelogen und Gutachten bestochener Ärzte vorlelegt haben. Ausnahmen, bei denen es zu einer Bestrafung gekommen wäre, sind mir jedenfalls nicht bekannt. Erfahrungsgemäß reagieren solche Beamte ihrerseits mit einer Anzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt – aber seltsamerwiese immer erst dann, nachdem sie selbst angezeigt worden sind.
      Jedenfalls ist mir zumindest ein solcher Fall mit Sicherheit bekannt, weil er einen ehemaligen Freund betrifft. Der war mit seiner Freundin unterwegs, leicht bekifft und sicherlich auch frech zu den Beamten (die solche Typen sofort duzen, aber es als Beleidigung empfinden, zurückgeduzt zu werden). Anschließend gab’s auf der Wache dafür die entsprechende „Behandlung“ im Kollegenkreis mit etlichen blauen Flecken.
      Ich bin der Letzte, der nicht ein gewisses persönliches Verständnis für solche Ausraster aufbringt, da die Beamten den ganzen Tag lang mit vielen üblen Gestalten zu tun haben, beleidigt, bespruckt, angegriffen werden und irgendwann die Schnauze voll haben, dann kann’s dnn im Extremfall mal eins auf die Fresse geben. Menschlich kann ich das in Ausnahmesituationen nachvollziehen, solche Angriffe auf sie werden ja immer häufiger. Dennoch ist es rechtsstaatlich genauso probematisch wie eine entsprechende Reaktion eines provozierten Bürgers auf eine Beleidigung.
      Solche Ausraster von Polizisten sind sicherlich die Ausnahme. Dennoch stünde es dem Rechtssaat und seiner Glaubwürdigkeit besser an, wenn nach entsprechenden ärztlichen Gutachten mal kein Freispruch erfolgen würde.
      Nicht ganz nachvollziehen kann ich, wieso Sie den ironisch gemeinten Satz über die Polizisten gelesen haben, aber im selben Text nicht den von André, der ein paar Zeilen höher steht. Hat aber mit dieser Sache auch nichts zu tun.
      Viele Grüße
      Doc Baumann

  4. Lieber Herr Baumann,
    brillant, wie Sie den Spannungsbogen, ähm spannen. Man hört förmlich, wie die Fasern der verbalen Wurfarme ächzen. Und dann der alles erlösende Climax! Was für ein Skandal.
    Weil ich mir noch die Lachtränen aus den Augen tupfen muss, erspare es mir, inhaltlich ausufernd auf Ihren entlarfenden Beitrag einzugehen. Diese Option wurde schon ausgiebigst durch vorangegangene Kommentare ausgeschöpft und ich bin dankbar für die Erkenntnis, woran sich der individuelle Fokus manchmal so festbeißen kann.
    Immerhin, Herr Hußmann ist bei Ihnen.
    Es lebe der Zynismus!

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Das könnte Dich interessieren
Close
Back to top button