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Weitere Absagen: Photokina und Triennale Worpswede

Photokina und Triennale Worpswede
Photokina und Triennale Worpswede abgesagt

Wie wegen der aktuellen Krisensituation zu erwarten, werden nach und nach weitere Festivals und Messen abgesagt. Neben dem Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« trifft es jetzt auch die für Ende Mai 2020 geplante photokina und die Triennale Worpswede. Die nächste photokina findet erst vom 18. bis 21. Mai 2022 statt. Die RAW Triennale Worpswede wurde von den Veranstaltern bis auf weiteres abgesagt. Die Ausstellungen in den Worpsweder Museen und an den anderen Festivalstandorten werden wie geplant aufgebaut, sind aber vorerst nur virtuell zu erleben. Auch die diesjährigen Fürstenfelder Naturfototage werden ins nächste Jahr verschoben und finden vom 22. bis 25. April 2021 statt. Dies wurde bereits am 10.3.2020 entschieden. Photokina und Triennale Worpswede finden dieses Jahr voraussichtlich nicht statt.


Pressemitteilung der Koelnmesse

Die photokina 2020 wird abgesagt

Nach intensiver Beratung hat sich die Koelnmesse GmbH entschlossen, die ursprünglich vom 27. bis 30. Mai 2020 geplante photokina 2020 abzusagen. Die internationale Leitmesse für Foto, Video und Imaging findet das nächste Mal vom 18. bis 21. Mai 2022 statt. Auch die Imaging Innovation Conference feiert nicht wie geplant 2020 Premiere, ein neuer Termin ist in Abstimmung.

Generell hat die Geschäftsführung der Koelnmesse entschieden, bis Ende Juni 2020 keine Eigenveranstaltungen in Köln durchzuführen. Diese Entscheidung wird auch vom Krisenstab der Stadt Köln unterstützt, der in seiner Sitzung am 18.03.2020 ebenfalls empfohlen hat, die Messen in diesem Zeitraum abzusagen.

Dies geschieht auch vor dem Hintergrund der Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Länderregierungen vom 16.03.2020 zu gemeinsamen Leitlinien im Umgang mit der Corona-Epidemie. Sie beinhaltet explizit auch die generelle Schließung von Messen und Ausstellungen. Dies beeinträchtigt die Planungssicherheit für die Koelnmesse und die Teilnehmer der Messen in Köln weit über die bisherige Reichweite der aktuellen Szenarien hinaus. Mit dieser frühzeitigen Ankündigung zur photokina möchte die Koelnmesse Ausstellern und Besuchern Planungssicherheit geben.

Die Entscheidung, die nächste photokina erst im Mai 2022 zu veranstalten, wurde mit Blick auf verschiedene Faktoren getroffen: Der Imagingmarkt war auch schon vor dem Auftreten des Coronavirus stark in Bewegung. Diese Entwicklung wird nun weiter an Dynamik gewinnen und muss in die Planungen für die kommende photokina einbezogen werden. Dazu kommt, dass durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung sowie zahlreiche Neuterminierungen im globalen Messekalender die Ressourcen unserer Kunden 2021 bereits stark strapaziert werden. Die Ausrichtung 2022 gibt allen Beteiligten genügend Zeit, die nächste photokina nach den Bedürfnissen des Marktes, sowie Ausstellern und Besuchern zu gestalten.

Kai Hillebrandt, Vorsitzender des Photoindustrie-Verbandes e.V. (PIV): „Der PIV steht selbstverständlich voll und ganz hinter der Entscheidung der Koelnmesse, die photokina 2020 abzusagen. Die Gesundheit von Ausstellern und Besuchern muss jetzt an oberster Stelle stehen. Als ideeller Träger der photokina werden wir die Koelnmesse nach Kräften bei den Planungen für die nächste Ausgabe der photokina unterstützen.“

Koelnmesse – Global Competence in Digital Media, Entertainment and Mobility: Die Koelnmesse ist international führend in der Durchführung von Messen in den Branchen Digital Media, Entertainment und Mobility. Messen wie die photokina, DMEXCO, gamescom, gamescom asia, INTERMOT und THE TIRE COLOGNE sind als weltweite Leitmessen etabliert. Die Koelnmesse veranstaltet nicht nur in Köln, sondern rund um die Welt auch in anderen Wachstumsmärkten, z. B. in China, Singapur und Thailand, Messen in diesen Bereichen – mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Inhalten. Diese globalen Aktivitäten bieten den Kunden der Koelnmesse maßgeschneiderte Events in unterschiedlichen Märkten, die ein nachhaltiges und internationales Business garantieren.


Pressemitteilung der RAW Festivalleitung

Changing Realities: Worpweder Fotofestival RAW vorerst abgesagt. Die Macher gehen aufgrund des Corona-Virus neue Wege

Das Corona-Virus verändert alles. Auch die RAW Phototriennale Worpswede 2020 kann am kommenden Wochenende nicht wie geplant eröffnet werden. Schweren Herzens haben sich die Veranstalter entschlossen, das Festival vorerst abzusagen. In Absprache zwischen der Festivalleitung, der Gemeinde Worpswede und den Worpsweder Museen werden das Ausstellungsprogramm und die begleitenden Veranstaltungen bis auf Weiteres abgesagt, da nicht absehbar ist, wann die gesundheitlichen Vorsichtsmaßnahmen wieder zurückgefahren werden können.

Die vier Worpsweder Museen Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle sind aufgrund der aktuellen Entwicklung ebenfalls bis auf Weiteres geschlossen.

Die RAW-Macher sind jedoch weit davon entfernt, ob der Ungewissheiten der nächsten Wochen oder Monate zu resignieren. Sie sehen sich vielmehr herausgefordert, nach Möglichkeiten zu suchen, das Festival trotz Schließung für das Publikum sichtbar und erlebbar zu machen.

Die Ausstellungen in den Worpsweder Museen und an den anderen Festivalstandorten werden wie geplant aufgebaut, sind aber vorerst nur virtuell zu erleben. Auf allen Social-Media-Kanälen des Festivals sollen dessen Inhalte in den folgenden Wochen zumindest teilweise abrufbar sein. So planen die Macher unter dem Motto RAW FREI HAUS virtuelle Ausstellungsrundgänge sowie Online-Künstlergespräche und Online-Kuratorenführungen. 

Daher gilt: RAW – Changing Realities geht ab dem 21. März 2020 online:

YouTube www.raw-frei-haus.com
Instagram #rawphototriennale
Facebook @rawphototriennale

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Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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