Christoph Künne

Christoph Künne, von Haus aus Kulturwissenschaftler, forscht seit 1991 unabhängig zur Theorie und Praxis der Post-Photography. Er gründete 2002 das Kreativ-Magazin DOCMA zusammen mit Doc Baumann und hat neben unzähligen Artikeln in europäischen Fachmagazinen rund um die Themen Bildbearbeitung, Fotografie und Generative KI über 20 Bücher veröffentlicht.
  • Stellen Sie sich für einen Moment vor, Sie wären Bildredakteur an einem kalten Januarmorgen des Jahres 2026. Die Eilmeldung über die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Maduro durch US-Spezialkräfte ist noch keine Minute alt, doch Ihr Newsfeed explodiert bereits. Ein Tsunami visueller Daten flutet die sozialen Netzwerke: Maduro in Handschellen, seinMehr

  • Im dritten Teil unseres dreiteiligen Jahresrückblicks stellen wir Ihnen die peinlichsten Entwicklungen des Jahres 2025 vor. Platz 1 Peinliche Mogelpackung: Rollei Powerflex 10x Retro Platz 2 Adobe flüchtet von Bluesky – Shitstorm der Kreativ-Community Platz 3 Geiseln des Ökosystems: Warum Apple uns das iPhone-Mirroring vorenthält Platz 4 Yashica FX-D: PeinlicherMehr

  • Im zweiten Teil unseres dreiteiligen Jahresrückblicks haben wir die meistgelesenen KI-Kolumnen des Jahres 2025 auf docma.info gelistet. Platz 1 Der KI-Stempel rückt näher: Was die EU-Verordnung für Bildprofis wirklich bedeutet Platz 2 Das Drama der Auszieh-Apps: Wenn KI die Hosen runterlässt – und die Gesellschaft überfordert ist Platz 3 AdobeMehr

  • Im ersten Teil unseres dreiteiligen Jahresrückblicks 2025 konzentrieren wir uns auf die meistgelesenen Technik-Artikel auf docma.info. Platz 1 Brückenschlag zwischen F- und Z-Bajonett für Nikon-Fotografen Platz 2 Die Sony a7 V: Warum eine 3.000-Euro-Kamera immer noch keine 300-Euro-Smartphone-Features bietet Platz 3 Synologys goldener Käfig Platz 4 Sind Edelkompakte reine LuxusobjekteMehr

  • Wer heute mit offenen Augen durch die Welt der belichteten, bearbeiteten und generierten Bilder zieht, erlebt keine abgeschlossene Revolution, sondern einen andauernden, tiefgreifenden Umbruch. 2025 war ein Jahr, in dem die alten Gewissheiten bröckelten. Zwischen der Sehnsucht nach dem Haptischen, dem Greifbaren einer Kamera, und der flüchtigen Magie synthetischer Bilder,Mehr

  • Die Verheißungen der künstlichen Intelligenz klingen oft wie das Echo eines Jahrmarktschreiers: „Treten Sie näher, treten Sie heran! Verwandeln Sie Routine in Genialität, Mühe in Magie!“ Für Berufseinsteiger, die mit unsicheren Schritten das Terrain der Arbeitswelt betreten, und für jene, die inmitten ihrer Karriere eine neue Richtung suchen, mag dieserMehr

  • Statt antiker Scherben oder verstaubter Dioramen erblicken wir in Monica Menez virtuellem Museum in den Vitrinen die Berufe, die heute noch das pulsierende Herz der visuellen Kultur bilden: „The Photographer“, „The Stylist“, „The Graphic Designer“, „The Foto Model“. Jedes Exemplar ist sorgfältig präpariert und beschriftet, ausgestellt als „Specimen of Creativity“.Mehr

  • Es ist vollbracht. Das Orakel aus New Jersey hat gesprochen und der Welt verkündet, welche Farbe das Jahr 2026 bestimmen wird. Nach dem erdigen „Mocha Mousse“ (2025) und dem sanften „Peach Fuzz“ (2024) folgt nun der logische, fast schon unausweichliche nächste Schritt auf der Skala der Entsättigung: PANTONE 11-4201 „CloudMehr

  • Die Ausstellung „Diane Arbus: Konstellationen“ im Gropius Bau in Berlin will alles zeigen – und verliert dabei fast alles aus dem Blick, was Orientierung, Kontext und Freude am Entdecken ausmacht. Ein Labyrinth aus Bildern, Übersetzungen und moralischen Stolpersteinen, das mehr Fragen aufwirft als Antworten gibt. Wer sich in die AusstellungMehr

  • Es ist ein stilles, tägliches Bekenntnis, das Milliarden Menschen ablegen. Kein lautes Gelöbnis, sondern ein leises Tippen, Wischen und Klicken. Wir öffnen WhatsApp, um dem Kollegen zu schreiben, scrollen durch den Facebook-Feed, um zu sehen, was aus der alten Schulfreundin wurde, und teilen auf Instagram eine Story vom letzten Urlaub.Mehr

  • Es ist ein seltsames Schauspiel. Während ein Teil der Welt im Rausch einer neuen technologischen Verheißung schwelgt, zieht sich Europa in sein Schneckenhaus zurück und zittert. Viele Menschen in Europa scheinen die KI zu fürchten. Die Künstliche Intelligenz, anderswo als Motor für Wohlstand und Fortschritt gefeiert, erscheint uns vor allemMehr

  • 800 Depeschen – als ich die erste verschickt habe, das ist jetzt über 16 Jahre her, hätte ich nicht erwartet, dass wir irgendwann weniger über Bildbearbeitung mit Photoshop, sondern über weit mächtigere KI-Tools berichten würden. Letzte Woche hat nun auch Adobe angekündigt, seine Werkzeuge in ChatGPT verfügbar zu machen. DieMehr

  • Wer glaubt, Fotografie sei bloß das Einfrieren von Licht, der hat noch nie in die Augen von Alfred Hitchcock, Steve Jobs oder Kate Moss geblickt – zumindest nicht durch die Linse von Albert Watson. Sein Werk ist der beste Beweis dafür, dass ein Porträt weniger eine Abbildung als vielmehr eineMehr

  • Es gibt im Leben eines Fotografen wiederkehrende Rituale. Eines davon ist die Präsentation einer neuen Kamerageneration, die mit einer fast schon zeremoniellen Vorhersehbarkeit abläuft. Man studiert Datenblätter, nickt anerkennend bei den gesteigerten Empfindlichkeiten, staunt über die abermals erhöhte Serienbildgeschwindigkeit und nimmt den obligatorischen Preisanstieg als gottgegebene Konstante hin. Die neueMehr

  • Die Welle der generativen KI hat die Kreativbranche nicht nur erreicht, sie formt sie fundamental um. Zwischen Auftragsflut und Zukunftsangst navigieren Fotografen, Designer und Bildbearbeiter durch einen Markt, der sich rasanter wandelt als je zuvor. Die Frage ist längst nicht mehr, ob neuronale Netze und Prompting den kreativen Alltag verändern,Mehr

  • Rico Puhlmann? Wer ist Rico Puhlmann? Selbst vielen fotografieaffinen Lesern dürfte dieser Name kaum etwas sagen. Einige der Älteren erinnern sich vielleicht noch an jenen unterhaltsamen deutschen Fotografen, der im Fernsehen der 70er und 80er Jahre regelmäßig aus Amerika über die neuesten Modetrends berichtete. Für die SFB-Sendung „Modejournal“ brachte erMehr

  • Man hegt ja den Verdacht, die Generation Z habe längst einen geheimen Pakt mit den Maschinen geschlossen. Ihre Daumen huschen mit einer traumwandlerischen Sicherheit über gläserne Oberflächen, die an Hexerei grenzt. Doch der Glaube, diese digitale Gewandtheit übersetze sich nahtlos in professionelle Meisterschaft im Umgang mit künstlicher Intelligenz, erweist sichMehr

  • Martin Parr, Großbritanniens visueller Chronist, hielt der Welt seinen Spiegel vor – eine Art Zerrspiegel, um genau zu sein. Einen, in dem sich die Gesellschaft nicht nur wiedererkannte, sondern über dessen Anblick sie lauthals lachen musste – oft ohne zu merken, dass sie über sich selbst lachte. Nun ist dieserMehr

  • Die Verlockung ist unwiderstehlich. Wo wir uns früher durch komplexe Menüs und Werkzeugpaletten kämpften, um eine Vision Pixel für Pixel zum Leben zu erwecken, genügt heute eine beiläufig formulierte Zeile. Ein paar Worte, ein Klick, und die digitale Alchemie der Bild-KI liefert uns in Sekunden, wofür wir einst Stunden brauchten.Mehr

  • Es gab eine Zeit, da war das größte kulinarische Wagnis die Frage, ob man den Mut für ein Soufflé aufbringt oder ob die selbst gemachte Mayonnaise gelingt. Die Quellen des Wissens waren greifbar: ein zerlesenes Kochbuch wie der Klassiker „Das elektrische Kochen“ der Großmutter, dessen Seiten von Fettflecken und handschriftlichenMehr

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