Kameratechnik

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Der Sensor – Grundwissen für bessere Bildergebnisse

Im DOCMA-Shop sind heute zwei E-Papers zum grundlegenden Verständnis der Technik von Bildsensoren erschienen. Michael J. Hußmann lotet dort in jeweils vier Beiträgen die Möglichkeiten und Grenzen von Bildsensoren aus. Er erklärt dabei kompetent und auf verständliche Weise die komplexen technischen Grundlagen und Prozesse digitaler Farbgebung, Auflösung und Empfindlichkeit – solides Kameratechnik-Grundwissen, für die Praxis geschrieben und als Handwerkszeug für qualitativ bessere Bildergebnisse gedacht: Der Sensor, Teil 1 und Teil 2, für je 3,99 EUR jetzt im DOCMA-SHOP erhältlich. 

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Kippen, drehen schwenken – auf der Suche nach dem einzig wahren Kameradisplay

Im Vorfeld der gerade von Fujifilm angekündigten X-T4 entbrannte wieder einmal eine Debatte um die optimale Kameradisplay-Lösung: Ein fest eingebautes Display, ein bewegliches Display mit einem, zwei oder mehr Freiheitsgrade – oder sollte man besser ganz darauf verzichten? Displaylos: Leica M10-D (Quelle: Leica) Das Statusdisplay der Fuji X-Pro3 (Quelle: Fuji) Es gibt tatsächlich Puristen, die sich eine Kamera ohne Display wünschen – das Display bloß abzuschalten genügt ihnen nicht, denn allein das Wissen, dass es da ist, peinigt sie. Aber auch für sie gibt eine Lösung, wenngleich sie mit 7500 Euro etwas kostspielig ist: Die Leica M10-D hat auf ihrer Rückseite nur ein Belichtungskorrekturrad. Erschwinglicher ist die Fuji X-Pro3, deren Statusdisplay auf der Rückseite die gewählte Filmsimulation anzeigen kann, was…

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Waveform-Displays – Was sind sie und wollen wir sie haben?

Die Kollegen bei DPReview haben nach dem Raw-basierten Histogramm einen neuen Favoriten, womit Kameras den Fotografen bei der optimalen Belichtung unterstützen sollten – mit einem Waveform-Display nämlich, wie es im Videobereich gerne genutzt wird. Was für Vorteile bietet diese Anzeige gegenüber dem vertrauten Histogramm? Eine Waveform-Anzeige (oben links) illustriert ebenso wie ein Histogramm (unten rechts) die Verteilung der Tonwerte im Bild. Affinity Photo bietet beide Möglichkeiten. Warum eine auf den Rohdaten des Sensors basierende Histogramm-Anzeige sehr nützlich wäre, habe ich an dieser Stelle bereits begründet, und auch beschrieben, wie man sie verwirklichen kann. Und nun sollen es stattdessen „Waveforms“, also Wellenformen sein? Was ist das überhaupt? Waveform-Anzeigen sind viel älter als Histogramme und gehen auf die analoge Fernsehtechnik zurück. Die…

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Wie funktioniert ein Raw-basiertes Histogramm?

Vor zwei Wochen hatte ich an dieser Stelle für ein auf den Rohdaten des Sensors basierendes Histogramm als Hilfsmittel für die optimale Belichtung plädiert, aber was genau ist das, wie könnten Kamerahersteller so etwas realisieren – und was können Sie bis dahin selbst tun? Kurz: Wie funktioniert ein Raw-basiertes Histogramm? Ich hatte mich auf Richard Butlers Artikel „You probably don’t know what ISO means – and that’s a problem“ bei DP Review bezogen, und wie die Diskussion dort zeigt, ist manchen Fotografen offenbar gar nicht klar, wie die Histogrammanzeige ihrer Kamera funktioniert. Bei aktuellen Kameramodellen ist ein Raw-basiertes Histogramm die große Ausnahme – mir ist nur von der Leica M monochrom bekannt, dass sie die Histogrammanzeige aus den Rohdaten berechnet.…

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Die Light L16: Licht am Ende des Tunnels?

Vor knapp zwei Jahren habe ich hier erstmals über das revolutionäre Konzept berichtet, das die Light L16, eine kompakte Kamera, die mit 16 Kameramodulen hochaufgelöste Bilder einer DSLR-typischen Qualität erzeugen soll, Fotografen staunen lässt. Jetzt, fast ein Jahr nach dem ursprünglich avisierten Termin, wird die Kamera an die Vorbesteller ausgeliefert; der Verdacht, dass es sich um Vaporware handeln könne, ist damit zerstreut. Testexemplare gibt es zwar noch nicht, aber einen Eindruck von den Möglichkeiten der L16 kann man sich bereits verschaffen. Gegenüber den 2015 verbreiteten Produktansichten hat sich die L16 kaum verändert. Sie misst 165 mm × 84,5 mm × 24,05 mm, was etwa einem Stapel von drei großen Smartphones entspricht. Mit diesem Volumen bietet sie 16 dicht gepackten Kameramodulen in Periskopbauform…

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Buzzword-Lexikon: Dual Conversion Gain – DCG

Als DP Review jüngst die Bildqualität von Sonys Alpha 9 analysierte – und dabei den Schwachpunkt des neuen Modells identifizierte, nämlich seinen mit rund 12 EV mäßigen Dynamikumfang –, wurde mal wieder der Begriff des Dual Conversion Gain (DCG) ins Spiel gebracht. Aber was ist das überhaupt und wozu ist es gut? DCG ist eine Technologie, die in mehreren aktuellen CMOS-Sensoren genutzt wird, aber wenn davon die Rede ist, bleibt es meist bei der Nennung des Schlagworts. DP Review (deren ausführliche Analyse von Dynamikumfang und ISO-Invarianz der Sony Alpha 9 Sie hier nachlesen können) verweist auf ein älteres Whitepaper des Sensorherstellers Aptina, das DCG ausführlich erklärt, aber ich bezweifle, dass Fotografen und Bildbearbeiter viel damit anfangen können. Also versuche ich…

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Elektronischer Verschluss: Keine halben Sachen?

In letzter Zeit erlauben es immer mehr Kameramodelle, den mechanischen Schlitzverschluss mit einem elektronischen ersten Verschlussvorhang zu ergänzen. Was bringt ein solcher „halber“ elektronischer Verschluss gegenüber einem rein mechanischen oder vollständig elektronischen Verschluss? Ich muss da etwas weiter ausholen … Meine erste Spiegelreflexkamera hatte einen Gummituchverschluss, der mit seinen beiden Verschlussvorhängen – der Begriff „Vorhang“ erschien aufgrund des textilen Materials noch passend – eine kürzeste Belichtungszeit von 1/1000 Sekunde schaffte. Heutzutage liegt die Grenze bei 1/4000 oder 1/8000 Sekunde und die Verschlussvorhänge bestehen aus leichten, dabei aber hochfesten Metall-Lamellen. Um so kurze Zeiten zu erreichen, müssen sich die Verschlussvorhänge proportional schneller bewegen, dabei aber auch höher beschleunigen und stärker abbremsen. Verschlussgeschwindigkeit Man macht sich nicht immer klar, dass diese hohe…

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Intelligentes Design?

Dass neue Kameramodelle oft enttäuschen, hatte ich hier schon einmal zum Thema gemacht. Die Neuerungen, die sie bringen, erfüllen dann nicht die Erwartungen der Fotografen, die ein Verbesserungspotential an ganz anderen Stellen als die Hersteller sehen. Aber wie entstehen überhaupt die Innovationen, die in den Produktankündigungen angepriesen werden? Die photokina ist nicht mehr weit – manche munkeln, dies könnte die letzte photokina sein, also gehen Sie hin, wenn Sie können – und damit ist dies auch wieder eine der Zeiten im Jahr, in denen sich die Ankündigungen neuer Kameramodelle häufen, kulminierend voraussichtlich am 19. September 2016, dem Pressetag der Messe. Da die neue Kamerageneration versandfertig gemacht wird, arbeiten die Entwickler sicherlich bereits an den Nachfolgern, die in einem, zwei oder…

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16 Augen sehen mehr

Wer wie ich dauernd irgendeinen Finger vor das Objektiv seiner Smartphone-Kamera hält, könnte mit diesem Modell erst recht Probleme bekommen: Die Light L16 enthält 16 Kameramodule mit unterschiedlichen Eigenschaften in einem Phablet-ähnlichem Gehäuse. Je zehn dieser Kameramodule lösen gleichzeitig aus und liefern die Rohdaten zu einem Bild, wie es, glaubt man den Versprechen der Entwickler, bislang nur viel größere Kameras erzeugen konnten. Die L16, das erste Produkt des in San Francisco, Palo Alto und Taipeh beheimateten Startups Light, wird frühestens ab Spätsommer nächsten Jahres ausgeliefert werden, erregt aber schon jetzt Aufsehen. Es mangelt auch nicht an Vorbestellungen zum reduzierten Preis von rund 1300 Dollar – am Ende soll die Kamera rund 1700 Dollar kosten. Das von CTO und Mitbegründer Rajiv…

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Behalten Sie den Rest

Ein neues Schlagwort macht die Runde unter den Kamera-Nerds: Die Modulo-Kamera soll Aufnahmen mit unbegrenztem Dynamikumfang möglich machen – im Prinzip jedenfalls. Wie aber funktioniert dieses Prinzip und welche Aussichten hat es, die Fotografie tatsächlich zu revolutionieren? Die sogenannte „Modulo Camera“ ist ein Kind des MIT Media Lab, das kürzlich auf einer Fachkonferenz vorgestellt wurde; das Paper ist online verfügbar. Während eine gewöhnliche Kamera nur einen begrenzten Kontrast bewältigen kann und eine Erweiterung dieses Dynamikumfangs allenfalls durch die Kombination mehrerer unterschiedlicher Belichtungen möglich ist, soll eine Modulo-Kamera beliebige Kontraste wiedergeben können. Dazu genügt (meist) eine einzige Belichtung mit einem nur wenig modifizierten Sensor sowie ein Algorithmus, der aus den Sensordaten das eigentliche Bild berechnet. Der Grund dafür, dass die uns…

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Wünsch Dir was

Es ist ein undankbarer Job, den Spielverderber zu geben, aber einer muss es tun. Ich habe immerhin ein gewisses Talent dazu, und wenn mir auffällt, dass viele etwas zu sehen meinen, das tatsächlich gar nicht da ist, dann kann ich nicht anders, als in den Luftballon zu pieksen. Nein, ich spreche jetzt nicht von jenem vermaledeiten Kleid, das letzte Woche die Runde durch das Netz machte. Aus dieser Nummer bin ich ’raus, denn ich kann in diesem überbelichteten Bild leider weder ein blau-schwarzes noch ein weiß-goldenes Kleid erkennen. Für mich ist es hellblau-braun (wie übrigens auch die RGB-Werte nahelegen), und obwohl ich weiß, dass es tatsächlich blau-schwarz ist, weigert sich mein Gehirn, es in diesem Bild so zu sehen. Nein, ich…

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