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Gastbeitrag: Neuer Piktorialismus IV

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Fotografen-Altstar Jacques Schumacher nutzt Unschärfe um das Thema „Düfte“ zu visualsieren. Frank Baeseler hat mit ihm darüber gesprochen.

Wie kann man das Thema „Duft“ fotografieren ohne einen Flakon zu zeigen?
Sicherlich gibt es optische Anregungen aus der Parfümerie wie die Begriffe blumig, orientalisch oder grün. Düfte werden generell verschiedenen Farb- und Pflanzenwelten zugeordnet und deshalb wird das Darstellen von Düften schon leichter…

Bekommst du dieser Stimmungen und die reinen Farbbilder durch ein spezielles „Unscharf“-Objektiv?
Unscharfe oder verwackelte Fotografien schafft eigentlich jeder. Aber gezielt unscharf gestalten in mehreren Ebenen ist schwerer.
Ich mache meine Bilder mit der Squeezer-Lens mit dem 6-linsigen Mittelformatobjektiv Volna-3 (Brennweite 80 mm, f2.8) ein mehr oder weniger 100%iger Nachbau des legendären Zeiss Biometars. Diese Spezialanfertigung lässt sich von 60 cm bis Unendlich fokussieren. Das Neigen bzw. „Verbiegen“ des Objektivs erfolgt aus der optischen Achse heraus in jede Richtung, während die Schärfe  durch Ziehen und Quetschen (Squeezen) eingestellt wird. Der Nahbereich kann außerdem durch zusätzliches Fokussieren des Objektivs selbst verändert werden. Die Fabnuancen in meinen Bildern lassen sich über verschiedene Blendenstufen sehr fein abstufen.

Geboren am 11. August 1933 in Buitenpost, Holland absolvierte er eine Fotografenlehre, bevor er ein Grafikstudium an der Fachhochschule in Bielefeld begann. Von 1955 bis 1957 unterrichtete er an der Werkkunstschule Bielefeld, dann ging er als Grafikdesigner nach Paris. 1963 kehrte er nach Deutschland zurück, um in Hamburg als selbständiger Fotodesigner u.a. für den Stern, den Spiegel und das Zeitmagazin sowie für Werbeagenturen zu arbeiten. Von 1984 bis 1992 war er Vorstand und Sprecher des Bundes Freischaffender Fotodesigner (BFF), von 2001 bis 2002 Gastprofessor an der Universität der Künste zu Berlin. Seit 2007 ist er Ehrenmitglied des BFF.
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