Altglas

Preissenkung: „Mit Kino-Objektiven digital fotografieren“

Altglas-Report

Charakter statt Perfektion: Historische Kino-Objektive erzeugen eine Anmutung, die sich mit modernen Optiken kaum nachbilden lässt. Ihre optischen Konstruktionen unterscheiden sich grundlegend von denen der Fotografie. Ausgeprägte Schärfe im Bildzentrum, außergewöhnliches Bokeh und Lichtstärken bis f/1.5 machten sie schon in den 1920er-Jahren zu technischen Meisterleistungen. Heute lassen sich viele dieser Optiken mit wenigen Handgriffen an Digitalkameras adaptieren. Das E-Book „Mit Kino-Objektiven digital fotografieren“ ist jetzt zum Preis von 12,99 statt 22 Euro erhältlich.

Kino-Objektive
Das Dallmeyer mit der schlichten Bezeichnung 25/1.9 ist ein Petzval-Klassiker aus englischer Fertigung (Toby Marshall).

Bis in die 1950er-Jahre basierten sehr viele Objektive auf modifizierten Petzval-Rechnungen, die das über 100 Jahre alte Design fortlaufend optimierten. Im Kino forcierte das Cinemascope-Format Neuentwicklungen, was bei Zeiss zwei einzigartige Planar-Derivate hervorbrachte. Neuheiten im Schmalfilmsegment blieben dagegen exotische Nischenprodukte mit herausragenden Eigenschaften. Darunter Optiken von Kern aus der Schweiz und Meyer-Görlitz.

Kino-Objektive
Dallmeyer, erfahrener Petzval-Spezialist, brachte wie Taylor & Hobson legendäre Kino-Optiken auf den Markt. Auch Projektionsobjektive (unten) lassen sich mit handelsüblichen Mitteln adaptieren.
Kino-Objektive
Arthur Warmisham entwickelte für Taylor & Hobson in den 1920er-Jahren bahnbrechende Kino-Optiken wie das Cooke-Cinic. Ein Petzval-Design mit Lichtstärke f/1.5.
Kino-Objektive
Auch die Petzval-Rechnungen von Zeiss mit Brennweiten um 100 Millimeter sind eine Empfehlung wert.

Mit diesen Kino-Objektiven entstehen Bilder, die eine besondere Stimmung und einen einzigartigen Charakter besitzen. Für den Film entwickelt, zeigen die Optiken an den Sensoren von Digitalkameras Effekte, die auf der Leinwand nie sichtbar wurden. Alte Kino-Objektive eröffnen ein spannendes Feld, das zum Ausprobieren und Experimentieren einlädt. Sie zeigen Eigenschaften, die weit über das hinausgehen, was herkömmliche Foto-Objektive leisten können.

Kino-Objektive
Die Zeiss Planar-Modifikationen für das Breitwandformat zählen zu den interessantesten ihrer Art.
Kino-Objektive
Das Prokinar zeigt einen Bildlook zwischen Petzval und Visionar.
Kino-Objektive
An Digitalkameras entwickelt das Visonar auffallend weiche Verläufe in die Unschärfe.
Kino-Objektive
Der Kino-Plasmat von Paul Rudolph, exklusiv für Meyer-Görlitz entwickelt, war 1925 mit f/1.5 die weltweit lichtstärkste Optik. Erwähnenswert sind auch die Trioplan-C-Mount-Versionen sowie das außergewöhnliche Kinon Superior als Petzval-Projektionsoptik.
Kino-Objektive
Kino-Plasmat: Ausgeprägte, unaufdringliche Schärfe zeichnet das Objektiv aus. Im weichen Licht wirkt das Bokeh wie gemalt.
Kino-Objektive
Kern, Schweizer Spezialist für professionelle Bolex-Optiken, brachte neben exotischen Normalbrennweiten auch das Macro-Yvar und eine eigenwillige Trioplan-Konstruktion auf den Markt (Macro-Yvar 150/3.3, Roland Günter).

Das E-Book richtet sich an alle, die nach Möglichkeiten suchen, ihre Bilder mit historischen Kino-Optiken zu gestalten. Nicht jedes Objektiv harmoniert mit jeder Kamera. Das E-Book liefert auf über 400 Seiten umfassende Informationen, Empfehlungen und praxisnahe Tipps zu Auswahl, Kauf, Anpassung und Handhabung. 340 Abbildungen ergänzen den Text. Ergänzend dazu berichten Naturfotograf Roland Günter und ZDF-Kameramann Toby Marshall über ihre Erfahrungen und zeigen eine Auswahl ihrer Bilder.

Kino-Objektive
Mit Kino-Objektiven digital fotografieren: Vorgestellt werden über 30 Optiken aus der Zeit von 1925 bis 1960, die sich mit wenigen Handgriffen adaptieren lassen. Die Auswahl günstiger 8-Millimeter-Schmalfilmoptiken wurde ebenfalls erweitert.

Historische Kino-Objektive – Print+ePaper

69,95 
SKU: B205P+E

Bernd Kieckhöfel

Bernd Kieckhöfel hat einige Jahre für eine lokale Zeitung gearbeitet und eine Reihe von Fachartikeln zur Mitarbeiterführung veröffentlicht. Seit 2014 schreibt er für Fotoespresso, DOCMA, FotoMagazin sowie c't Digitale Fotografie.

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Das könnte Dich interessieren
Schließen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"