Fotografieren gegen das Altern: Fotografen sind die heimlichen Rucking-Profis

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Fotografieren und Gesundheit
Kreative Betätigungen, zu denen auch das Fotografieren zählt, helfen gegen das Altern, wie Sie in diesem Blogbeitrag nachlesen können: „Fotografieren gegen das Altern? Was die Epigenetik über die Kraft der Kamera verrät“.
Doch auch körperliche Bewegung ist ein Jungbrunnen. Während über das letzte Jahrzehnt immer mehr Menschen von „Rucking“ als Fitnesstrend aus den USA schwärmen, können erfahrene Reise- und Hobbyfotografen nur müde lächeln. Stundenlanges Wandern mit schwerem Gewicht auf dem Rücken? Kommt Ihnen bekannt vor? Richtig – Sie betreiben dieses Workout vermutlich schon seit Jahren, jedes Mal, wenn Sie mit vollgepacktem Fotorucksack zum Sonnenaufgang auf den Berg steigen oder durch die Altstadt schlendern, um das perfekte Motiv einzufangen. Zeit, diesem unfreiwilligen Training endlich den Namen zu geben, den es verdient. Die Bezeichnung erfahren Sie im letzten Absatz.

Was ist Rucking überhaupt?
Rucking kommt vom militärischen „Ruck March“ und bedeutet im Kern: Gehen oder Wandern mit einem beschwerten Rucksack. Statt auf dem Laufband zu joggen, schnallt man sich zusätzliches Gewicht – meist 10 bis 20 Prozent des eigenen Körpergewichts – auf den Rücken und legt damit eine Strecke zügig zu Fuß zurück. Klingt simpel, hat es aber in sich.
Der entscheidende Unterschied zum Joggen: Rucking ist deutlich gelenkschonender, da keine Stoßbelastung wie beim Laufen entsteht, gleichzeitig aber durch das zusätzliche Gewicht intensiver als normales Gehen. Studien zeigen, dass Rucking Herz-Kreislauf-System, Rumpfmuskulatur, Rücken, Schultern und Beine gleichermaßen fordert – ein echtes Ganzkörpertraining, das nebenbei auch noch die Körperhaltung verbessert, weil man unter Last automatisch aufrechter geht.
Die Fotografie-Connection
Und genau hier kommen die Fotografie ins Spiel. Ein gut bestückter Fotorucksack mit Kamera, zwei bis drei Objektiven, Stativ, Ersatzakkus und vielleicht noch einer Drohne wiegt schnell acht bis zwölf Kilogramm – bei ambitionierten Wildlife- oder Landschaftsfotografen mit Teleobjektiv auch gerne mehr. Damit bewegen Sie sich exakt in der von Sportwissenschaftlern empfohlenen Gewichtszone fürs Rucking.

Der Unterschied zum sterilen Fitnessstudio-Rucksack: Sie haben ein Ziel vor Augen, das mehr ist als nur „Strecke abspulen“.

Sie suchen Lichtstimmungen, warten auf den richtigen Moment, steigen über Stock und Stein zum besseren Blickwinkel – und trainieren dabei völlig nebenbei Ausdauer, Kraft und Koordination. Die ständigen kleinen Pausen zum Fotografieren wirken dabei wie natürliche Intervalle, die das Training sogar noch effektiver machen als stures Dauerlaufen (Stichwort: Intervalltraining).

Fazit
Sie müssen Ihre Fotoausrüstung also nicht verkleinern, um gesünder zu leben – im Gegenteil. Jedes zusätzliche Objektiv im Rucksack ist im Grunde ein zusätzliches Trainingsgewicht. Während andere extra Sandsäcke kaufen, um Rucking zu betreiben, gehen Sie einfach mit Ihrem Fotorucksack fotografieren. Der Rucking-Trend war schon immer da – er hieß nur Fotowalk oder Fototour. 😉
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