Maus, Stift oder Touchpad? Warum bei mir jetzt eine Vertikalmaus auf dem Schreibtisch steht

Wer am Rechner arbeitet, hat heute die Wahl zwischen mehreren Eingabegeräten – Maus, Touchpad, Stift. Jedes hat seinen Platz, aber nicht jedes ist für jede Aufgabe gleich gut geeignet. Und wie ich in den letzten Monaten gelernt habe, ist die Wahl nicht nur eine Frage der Präzision, sondern auch der Gesundheit.
Am Notebook greife ich fast immer zum Touchpad. Es sitzt fest am Gerät, es rutscht nicht weg, und für die alltägliche Navigation reicht es völlig aus.

An meinem Mac Studio dagegen arbeite ich überwiegend mit dem Wacom-Stift. In Photoshop macht das einen spürbaren Unterschied: Retusche, Dodge & Burn, feine Pinselführung – das fühlt sich mit dem Stift einfach lebendiger an als mit Maus oder Touchpad. Beide können diese Art von Kontrolle schlicht nicht bieten.

Für Office-Aufgaben kehrt sich das Bild allerdings um. Beim Tippen ist der Stift im Weg, man legt ihn ab oder klemmt ihn zwischen die Finger, und für exaktes Klicken und Platzieren, etwa beim Layouten in InDesign, ist er weniger präzise als eine Maus. Da punktet die Maus, und sie ist auch eine willkommene Abwechslung zum Touchpad.
Das Problem mit der klassischen Maus
Gesundheitlich ist die klassische Maus aber keine gute Lösung. Bei der üblichen Handhaltung liegt der Unterarm proniert auf, das heißt, Elle und Speiche sind gegeneinander verdreht. Diese Haltung erhöht den Druck im Karpaltunnel und kann die Kompression des Nervus medianus begünstigen – ein Faktor unter mehreren, die zum Karpaltunnelsyndrom beitragen. In Kombination mit einer Tastatur, bei der man den Arm zusätzlich nach außen dreht, kommen oft Schulterschmerzen dazu, weil die Schulter die verdrehte Armhaltung ausgleichen muss.

Ich schreibe viel, etwa für DOCMA, und layoute auch entsprechend viel, entsprechend häufig bin ich lange am Rechner mit Maus und Tastatur unterwegs. Meine Schulterschmerzen und ein taubes Gefühl in Hand und Unterarm hatten sich über die Zeit aufgebaut. Seit ich auf eine Vertikalmaus umgestiegen bin, sind diese Symptome so gut wie verschwunden. Bei der Vertikalmaus bleibt der Unterarm in einer neutralen, handschlagähnlichen Position, die Verdrehung entfällt. Allein dafür hat sich die Anschaffung gelohnt.

Die Umgewöhnung dauert kaum – die Finger finden schnell die Position für linke und rechte Taste sowie das Mausrad, und die meisten Modelle bieten zusätzliche, frei belegbare Tasten für den Daumen. Es macht wirklich Spaß, damit zu arbeiten.

Der Rest des Arbeitsplatzes
Nebenbei habe ich auch sonst an meinem Setup geschraubt. Der kleine Aufzeichnungsmonitor für Videotutorials stand bei mir lange zu tief, sodass ich beim Sprechen den Kopf nach unten neigen musste – auf Dauer weder für die Halswirbelsäule noch für die Stimmbänder ideal. Jetzt sitzt er auf Augenhöhe, ich kann aufrecht sitzen und normal sprechen. Auch für die Webcam habe ich eine bessere Position gefunden.

Mein Fazit für den Büroalltag: Die Vertikalmaus sollte eigentlich der Standard sein, wann immer keine Bildbearbeitung ansteht. Für die kreative Arbeit in Photoshop bleibt der Stift meine erste Wahl, das Touchpad ist die Lösung für unterwegs – mit dem Vorteil der Gesten, die ich sonst vermisse. Auf meinen Wacom-Tablets habe ich die Touch-Gestensteuerung übrigens meist deaktiviert, weil sie zu oft ungewollte Aktionen auslöst, etwa verschobene Ebenen oder unerwünschte Malstriche in Bild oder Maske.
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Hallo! Und für welches Modell genau hast Du Dich entschieden?
Mit besten Grüßen
Friedrich Poyer
Erledigt. Danke.