Panoramafreiheit

Szene

Panoramafreiheit

Wie in der Musik und der Malerei ist auch die Architektur vom Urheberrecht geschützt und darf nicht ohne die Genehmigung des Künstlers kopiert beziehungsweise verbreitet werden. Oft gilt die Regel, wer vor 70 Jahren verstorben ist, verliert sein Urheberrecht. In der Fotografie kann diese Faustregel jedoch nicht uneingeschränkt angewendet werden. Der Eggeturm vom Preussischen Velmerstot, © Stefan Heinemann In Deutschland gilt beispielsweise die Panoramafreiheit, das heißt, solange man sich im öffentlich begehbaren Raum befindet, ist das Aufnehmen und Verbreiten von Fotografien prinzipiell erlaubt. Für Innenräume und zeitlich begrenzte Sonderaktionen wie zum Beispiel das Kunstprojekt „Blue Port“ in Hamburg gilt das nicht. Fotografen und Influencer, die Aufnahmen des in Blau getauchten Hafens kommerziell nutzen möchten, benötigen eine Lizenz (ca. 28 €). …

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Die Panoramafreiheit vs. die Usurpatoren des öffentlichen Raums

Im jüngst hier zu lesenden Gastkommentar von Herbert Becke ging es um die Panoramafreiheit, die Fotografen hierzulande genießen, auch wenn sie manchmal die Polizei rufen müssen, um sie zu verteidigen. Aber trotz dieses Rechtsanspruchs kann die Fotografie im öffentlichen Raum bisweilen verboten sein, wie sich letzte Woche in Hamburg zeigte. Wer in der letzten Woche im Hamburger Hafen, der HafenCity, der Speicherstadt und angrenzenden Gebieten fotografieren wollte, stieß an die Grenzen der Panoramafreiheit. Der Lichtkünstler Michael Batz (übrigens auch der Autor des „Hamburger Jedermann“, der jeden Sommer in der Speicherstadt aufgeführt wird) hatte wieder mal den Hafen in die Lichtskulptur „Blue Port“ verwandelt – mit Tausenden blauer Lampen an den Fassaden von Gebäuden, an Brücken, Kränen und anderen Objekten. Selbst…

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Panoramafreiheit

  Heute überlässt Doc Baumann diesen Blog einem langjährigen DOCMA-Leser, dem Fotografen Herbert Becke aus München (auch als „der Becke“ bekannt). Der hatte nämlich in München gerade ein interessantes Foto-Erlebnis, bei dem unsere „Freunde und Helfer“ uneingeschränkt als solche auftraten und ihm zu seinem Recht gegenüber einem internationalen Luxus-Konzern verhalfen.   »Es war mal wieder an der Zeit für eine Foto-Tour in Münchens Innenstadt. 
Als erstes hatte ich eine Fotoaktion mit dem neuen „Biss“- Verkäufer im Untergeschoß des Sendlinger-Tor-Platzes vereinbart. Als Kontrastprogramm nahm ich mir dann anschließend die Maximilianstraße vor – Münchens teuerste Einkaufstraße. Es war für mich keine Überraschung, dass der völlig vermummte „schwarze Block“ mit Komplettverschleierung, meist aus den umliegenden Nobelhotels, keinen Polizeieinsatz wie in Hamburg auslöste. 
Dafür…

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Die Öffentlichkeit schützen

Dieser Tage müssen wir uns ohnehin schon diverser Versuche eines übergriffigen Staates erwehren, unsere Grundrechte zu beschneiden – die geplante Vorratsdatenspeicherung, die Wiedereinführung der anlasslosen Schleierfahndung in Bayern oder die Einrichtung großstädtischer „Gefahrengebiete“, in denen Passanten ohne besonderen Grund von der Polizei kontrolliert werden dürfen, sind aktuelle Beispiele dafür. Jetzt droht der EU-weite Verlust eines weiteren Freiheitsgutes, der vordergründig nur professionelle Fotografen zu betreffen scheint, tatsächlich aber uns alle – Doc Baumann hatte bereits darauf hingewiesen. Das Europäische Parlament erarbeitet derzeit einen Entwurf zur Harmonisierung des Urheberrechts in der EU – im Grunde ein löbliches Vorhaben. In die vom Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments am 16. Juni 2015 beschlossene Fassung hat ein Vertreter der Liberalen jedoch ein Kuckucksei hineingeschmuggelt: die Abschaffung…

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