documenta 14

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In der falschen Ecke

Es kann leicht passieren, dass man mit einer Meinungsäußerung plötzlich in der falschen Ecke steht – oder jedenfalls zu stehen scheint. So erging es Doc Baumann vor wenigen Tagen, als er sich in einer öffentlichen Diskussion skeptisch über ein Kunstobjekt äußerte, das nach der letzten documenta-Ausstellung eventuell in Kassel verbleiben soll. Der Beifall für seine Kritik kam aus einer unerwünschten Richtung – ausgerechnet von der AfD. Den von Olu Oguibe für die documenta geschaffenen Obelisken fand ich ehrlich gesagt schon ästhetisch gründlich misslungen, als ich ihn im letzten Jahr zum ersten Mal aus der Ferne auf dem Kasseler Königsplatz stehen sah. Egal, was der Künstler damit ausdrücken will: Sein Objekt ist ein bewusstes Zitat antiker Obelisken. Und die weisen alle…

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documenta 14: Kunst mit kleinen Fehlern

Seit vielen Jahren widmet sich Doc Baumann neben Montage-Tutorials auch der Bildkritik. Gute – eher schlechte – Beispiele dafür findet er überwiegend in der Werbung und in aktuellen Medien. Aber auch in den Kunstwerken großer Meister entdeckt er immer mal wieder Unstimmigkeiten. Nun ist ihm auf der documenta 14 in Kassel eine großformatige Bildmontage von Panos Kokkinias aufgefallen, die genau jene Fehler zeigt, die er sonst in seiner Bildkritik aufspießt. Wer die Werke der großen Meister genauer unter die Lupe nimmt, findet dort immer wieder Kunst mit kleinen Fehlern. Man muss nur vorurteilsfrei an die Sache herangehen – und das bedeutet in diesem Fall: Mängel auch dann erkennen, wenn sie von anerkannten Künstlern stammen. Nehmen wir als Beispiel nur einmal…

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documenta 14 am Ende

Hat die Weltausstellung der Kunst in Kassel, die documenta 14, nicht gerade erst begonnen? Soll sie nicht eigentlich bis zum 17. September 2017 laufen? Keine Sorge – wer sie sehen will, hat noch genug Zeit dafür. Allerdings, so meint Doc Baumann, ist die documenta 14 am Ende, was ihre politische und moralische Glaubwürdigkeit betrifft. Denn ihre hohen Ansprüche bezüglich Unterdrückung, Flüchtlingselend und allem Kritisierenswerten haben sich in heiße Luft aufgelöst, nachdem die Verantwortlichen einen einzelnen Demonstranten, der still mit einem Plakat gegen Rüstungsproduktion in Kassel protestierte, von der Polizei vom Ausstellungsgelände entfernen ließen. Was am Mittwoch, den 21. Juni 2017 auf dem Kasseler Friedrichsplatz geschah, erinnert fatal an die Sonntagsreden unserer Politiker gegen Neonazis und Fremdenfeindlichkeit – während gleichzeitig die…

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