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Zurück in die 70er Jahre

Fotokalender_30x30_Wysocki: Zurück in die 70er Jahre

Zurück in die 70er Jahre

Die Schlaghosen sind zurück! Was bei manchen ungute Erinnerungen an die eigene Jugend weckt, inspirierte die Münchner Fotografin Susanne Wysocki zu einer Serie von Modefotos, die mit typischen Accessoires und dem fotografischen Stil der Siebziger Jahre diese Zeit erneut zum Leben erwecken. Ein Fotokalender erwies sich als ideale Präsentationsform.

Die Auftragsarbeiten von Susanne Wysocki bewegen sich vorwiegend im Bereich der People- und Hochzeitsfoto­grafie. Seit sich die Münchnerin 2011 selbstständig gemacht hat (www.susannewysocki.de), arbeitet sie vor allem für Privatkunden, die die natürliche und emotional berührende Anmutung ihrer Bilder schätzen. Susanne Wysocki, die Grafikdesign und Fotografie studiert hat, möchte sich künftig aber auch verstärkt der Fashion-Fotografie widmen.

Die Idee für das Projekt „Back to the Seventies“ hatte sie schon lange in ihrem Kopf, sie wurde aber erst konkret, nachdem Wysocki in den Entwürfen der großen Designer erkannte, dass Schlaghosen wieder in Mode kommen. Sie liebt die Mode der Siebziger; deren „Kombination von Eleganz, Weiblichkeit und Lässigkeit ist genau mein Ding.“ Nachdem sie ein Moodboard für das Projekt entwickelt hatte, fand sie im Model Lara Vogel und der Visagistin Zuzanna Grabias die optimalen Partner.


Die 70er Jahre neu erstehen lassen


Um die Atmosphäre der Siebziger neu erstehen zu lassen, ist neben der Mode dieser Zeit auch das passende Ambiente nötig. Glücklicherweise erstreckt sich das Revival der Siebziger auch auf das Möbeldesign, und so fand die Fotografin in einem Möbelhaus ein geeignetes Set. Den für weitere Bilder verwendeten Ford Mustang stellte ein Brautauto-Verleih zur Verfügung. Er passt perfekt zum Stil der 70er Jahre.

Susanne Wysocki hatte in ihrer Ausbildung noch mit der analogen Fototechnik gearbeitet und ist es daher gewohnt, das Bild schon im Sucher der Kamera zu gestalten. Sie schätzt dennoch die Möglichkeit von Korrekturen in Lightroom und entfernt auch störende Objekte aus dem Bild, sofern das der natürlichen Wirkung nicht abträglich ist. Großen Wert legt sie auf einen farbverbindlichen Workflow, der vor Überraschungen im Druck schützt.

Ein Wandkalender
Als Präsentationsmedium für „Back to the Seventies“ entschied sich Susanne Wysocki für einen Wandkalender, den die Grafikerin Beate List mit Fujifilm Fotoservice pro (www.ffspro.de) gestaltet hat. Als Vorzug eines Kalenders sieht Wysocki dessen Langlebigkeit: „Ein Jahr lang können die Fotos ihre Wirkung entfalten – im Gegensatz zum Internet, wo Bilder teilweise nur ein paar Stunden aktuell sind.“ Da ein Kalender neben der ästhetischen auch eine praktische Funktion hat, ist gewährleistet, dass er mit seinen monat­lich wechselnden Motiven immer wieder betrachtet wird.

Auswahl des Designtemplates
Aufgrund der ausdrucksstarken Motive von Susanne Wysockis Foto­strecke fiel die Wahl der Grafikerin auf das reduzierte Design­template „Pure“, bei dem der visuelle Fokus auf den Fotografien liegt (siehe den Kasten „Neue Kalender-Designvorlagen“ unten).

Bildauswahl und -layout
Die Grafikerin öffnete die Vorlage in InDesign und sichtete die Bilderstrecke. Sie wählte jene Aufnahmen für den Kalender aus, die sich nach dramaturgischen Gesichtspunkten am besten zum Story­telling eignen. Beim Layout achtete Beate List darauf, Dynamik zu erzeugen: Mal wurde ein besonders expressives Bild großformatig auf einer Einzelseite platziert, mal mehrere Bilder gemeinsam dargestellt, die eine kleine Geschichte erzählen. Das Template beinhaltet für beide Varianten geeignete Bildlayouts.

Anpassung des Templates
Im dritten Schritt wurden nun noch Details des Templates angepasst. Hier liegt ein großer Vorteil der flexiblen Templates: Man bekommt verschiedene Anordnungsoptionen im Raster geboten, kann die entsprechenden Felder jedoch nach Belieben auch mit Farben füllen. Zudem lassen sich sämtliche Elemente individuell skalieren, entfernen oder neu anordnen.

Wahl des Farbprofils
Nach Fertigstellung der Gestaltung erzeugte Beate List ein PDF für den seitenweisen Upload zu Fotoservice pro. Nach der automatischen Qualitätsprüfung ging es mit der Einstellung des Rendering Intent weiter. Ein Softproof hilft, hier die optimale Wahl zu treffen. Wegen des Wechsels zwischen Schwarzweiß- und Farbbildern entschied sich Beate List für „relativ farbmetrisch mit Tiefenkompensierung“. So blieben die Helligkeitsdifferenzierungen der Schwarzweiß-Bilder geschützt (relativ farbmetrisch), während die Tiefen­kompensierung einen Zeich­nungsverlust in den dunklen Bereichen verhindert. Nun konnte der Auftrag abgeschickt werden und der Kalender in die Produktion gehen.

 

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