Michael J. Hußmann

Michael J. Hußmann

Michael J. Hußmann gilt als führender Experte für die Technik von Kameras und Objektiven im deutschsprachigen Raum. Er hat Informatik und Linguistik studiert und für einige Jahre als Wissenschaftler im Bereich der Künstlichen Intelligenz gearbeitet.
  • Photo of Sensorgeflüster: Heiliger Gral gefunden?

    Die meisten Bildsensoren sind weniger empfindlich, als sie sein könnten, da die Farbfilter vor den Sensorpixeln 2/3 bis 3/4 des auftreffenden Lichts ungenutzt absorbieren. Ein neues Konzept soll selbst mit extrem kleinen Pixeln bis zu 100 Prozent des Lichts nutzen können. Heiliger Gral gefunden? Was das Image-Sensors-World-Blog als „Heiligen Gral“ apostrophiert, ist ein Sensor, der (fast) alles auftreffende Licht verwertet. Für einen monochromen Sensor wäre das nichts Besonderes, aber bei einem Farbsensor mit RGB-Farbfiltern wird der größte Teil des Lichts von den roten, grünen und blauen Filtern absorbiert – in den Blaufiltern gehen rund 75 Prozent des Lichts verloren, in den Rot- und Grünfiltern etwas weniger. Sigmas Foveon-X3-Sensoren vermeiden diesen Nachteil, indem sie Rot, Grün und Blau anhand ihrer unterschiedlichen…

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  • Photo of Posen: Wie man Frauen den Kopf verdreht

    Fotografen und bildende Künstler lassen ihre Modelle schon einmal unnatürlich erscheinende Posen einnehmen. Eine gerade in der populären Kunst gerne verwendete Pose fiel mir jüngst wieder auf, als Doc Baumann an dieser Stelle den EC-Comics-Band des Taschen Verlags vorstellte. Seltsam verdrehte Posen haben in der Kunst eine lange Tradition. In meiner Miniserie zur Bildgestaltung nach dem Vorbild der alten Meister hatte ich in DOCMA 93 beispielsweise jene Pose beschrieben, die man von der Mona Lisa kennt: Die porträtierte Person sitzt oder steht zur Seite gewandt, dreht aber Kopf und Oberkörper zum Betrachter hin. Der Porträtierte wendet sich zum Betrachter um – eine bei Malern der Renaissance beliebte Pose (links die Mona Lisa von Leonardo da Vinci, rechts ein Selbstporträt von…

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  • Photo of Kleiner Sensor, kleines Objektiv?

    Oft hört man in Fotoforen Beschwerden über große Objektive für Kameras mit APS-C-Sensor, denn sollte der kleinere Sensor nicht maßstäblich kleinere Objektivkonstruktionen als der Kleinbildsensor ermöglichen? Aber einen so simplen Zusammenhang zwischen Sensor- und Objektivgröße gibt es nicht. Objektive für APS-C wie die in Fujis X-System können nicht in allen Dimensionen kleiner als Kleinbildobjektive sein. (Bild: Fujifilm) Eines immerhin ist richtig: Die Brennweite, die man für einen bestimmten Bildwinkel braucht, steigt proportional mit der Sensordiagonalen. Das Kleinbildformat erfordert daher 50 bis 60 Prozent längere Brennweiten als APS-C, abhängig davon, wie „APS-C“ jeweils definiert wird. Die Baulänge eines Objektivs hängt zwar nicht nur von der Brennweite, sondern auch von dessen Konstruktion ab – Telefokus-Objektive sind kürzer, Retrofokus-Objektive länger als ihre Brennweite…

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  • Photo of Maskenmode

    Wenn man denn schon bei immer mehr Gelegenheiten einen Mund-Nasen-Schutz tragen muss, um die Übertragung von SARS-CoV-2-Viren zu verhindern, dann sollte der doch wenigstens gut aussehen, zum Beispiel mit eigenen Fotos bedruckt. Meine Erfahrungen mit der neuen Maskenmode. Maskenmode: Eine Maske als Memento mori Die weit verbreiteten hellblauen Masken, die nach Gebrauch oft achtlos weggeworfen werden, sind ja keine Zierde. Ich habe mir im Laufe der Pandemie drei wiederverwendbare Masken gekauft, die ich je nach Laune wechsle; eine von diesen sehen Sie oben. Viele Fotodienstleister bieten inzwischen auch an, Masken mit eigenen Motiven zu bedrucken, und das wollte ich einmal ausprobieren. Auf gut Glück entschied ich mich für das Angebot meines lokalen Supermarktes, der individuell gestaltbare Masken in verschiedenen Ausführungen…

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  • Photo of Laser Eyes – die LiDAR-Technologie

    Die LiDAR-Technologie, mit der beispielsweise autonome Fahrzeuge ihre Umgebung abtasten und so andere Verkehrsteilnehmer erkennen, findet neuerdings auch Eingang in Smartphones wie dem iPhone 12 Pro (Max). Wie funktionieren die immer weiter miniaturisierten LiDAR-Module und wozu sind sie aus fotografischer Sicht gut? „LiDAR“ klingt ein bisschen wie „Radar“, und die Abkürzung hat auch den gleichen Ursprung: LiDAR ist ein Radar, das mit Licht statt mit Mikrowellen arbeitet. Ein LiDAR-Modul schickt einen – infraroten und daher unsichtbaren – Laserimpuls aus, misst die Zeit, bis das reflektierte Licht zurückkehrt, und berechnet aus der Verzögerung, wie weit das reflektierende Objekt entfernt ist. LiDAR-Technologie: Das LiDAR-Modul des iPhone 12 Pro erfasst, wie weit alle Objekte im Bildfeld der Kamera entfernt sind. (Bild: Apple) Nun…

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  • Photo of Warum sind Teleobjektive so kurz?

    Zugegeben, wirklich kurz sind Teleobjektive ja nicht, aber eben auch nicht so lang wie ihre Brennweite. Wie ist das möglich? Canons RF 800mm F11 IS STM zum Beispiel: Das Objektiv hat eine Brennweite von 800 mm, ist aber nur 351,8 mm lang. Selbst wenn man das Auflagemaß von 20 mm addiert, sind das nur etwa 372 mm, weniger als die Hälfte der Brennweite. Bei Spiegellinsenobjektiven wäre der Grund offensichtlich: Das Licht passiert die Frontlinse, trifft auf einen Hohlspiegel, wird zu einem Sekundärspiegel hinter der Frontlinse reflektiert und von diesem durch eine Öffnung im Hauptspiegel auf den Sensor gelenkt. Aufgrund des gefalteten Strahlengangs kann so ein Objektiv sehr kurz gebaut sein. Das RF 800mm enthält aber keine Spiegel. Canon RF 800mm…

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  • Photo of Fotos im und aus dem Weltraum

    Okay, „Weltraum“ ist übertrieben, aber in gut 30 Kilometer Höhe sieht es schon ein bisschen so aus, als wäre man im All, und um eine Kamera dorthin zu bringen, reicht ein handelsüblicher Ballon. Die Sigma fp, die kleinste spiegellose Kamera mit Kleinbildsensor, habe ich in DOCMA 93 (ab Seite 124) vorgestellt. Der kompakte Quader eignet sich optimal für den Einbau in ein Rig, etwa für Videoaufnahmen, und Sigma UK hat nun eine besonders originelle Montierung der fp realisiert – unter einen Ballon, der die Kamera in die Stratosphäre trug. Genau genommen waren es zwei Kameras und zwei Ballons, denn Sigma wollte sowohl Video- als auch Standbilder vom „Rand des Weltalls“ („edge of space“) aufnehmen. Die Nutzlast, die am Gasballon hing,…

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  • Photo of Inspiration Leica Akademie

    Foto: Ivo von Renner Von Sachbüchern erhofft sich der Leser Antworten auf konkrete Fragen, und in dieser Reihe befragt Michael J. Hußmann Fachbücher darauf, welche Antworten sie geben können. „Inspiration Leica Akademie“ illustriert eine Vielzahl fotografischer Themen, Stile und Techniken mit Bildern von Fotografen der Leica Akademie. Der Markenname Leica hat für viele Fotografen einen besonderen Klang. Man assoziiert damit eine gehobene Bildqualität, die scheinbar aus der Zeit gefalle­ne opto­mechanische Messsucher-Technologie – und hohe Preise. „Inspiration Leica Akademie“ von Heidi und Robert Mertens versucht aber nicht, den Leica-Mythos weiterzuspinnen. Dass nicht die eingesetzte fotografische Ausrüstung im Blickpunkt steht, erkennen Sie schon daran, dass bei keinem der vorgestellten Fotos vermerkt ist, mit welcherKamera und welchem Objektiv es entstanden ist. Leica produziert…

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  • Photo of Schärfentiefe oder Tiefenschärfe?

    Wenn in Fotoforen einmal Langeweile herrscht, wird über kurz oder lang die uralte Streitfrage aufgewärmt, ob es „Schärfentiefe“ oder „Tiefenschärfe“ heißen müsse. Die richtige Antwort ist „Schärfentiefe“ – gemeint ist schließlich die Tiefenausdehnung der Schärfenzone, nicht die Schärfe in der Tiefe. Diese Ansicht brauchte allerdings rund hundert Jahre, um sich durchzusetzen. Das lässt sich mit Googles Ngram-Viewer nachverfolgen, mit dem man nach der Häufigkeit des Auftretens bestimmter Ausdrücke in einem riesigen Textkorpus suchen kann: Erst in diesem Jahrhundert überrundet „Schärfentiefe“ den ewigen Rivalen „Tiefenschärfe“ an Popularität, aber der Aufstieg der Smartphones lässt das Interesse an beiden Varianten schrumpfen. Das Wort „Tiefenschärfe“ geht auf das 19. Jahrhundert und damit die Anfangszeit der Fotografie zurück, während „Schärfentiefe“ erst um 1900 auftaucht und…

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  • Photo of Bilder gestalten wie die Alten Meister: Die Netzflickerinnen

    In der dritten Folge meiner Reihe „Bilder gestalten wie die Alten Meister“ zeige ich in der neuen DOCMA anhand von drei Gemälden, welche entscheidende Rolle der Hintergrund im Bild spielen kann. Hier stelle ich nun als Zugabe noch ein viertes Bild vor: Max Liebermanns Die Netzflickerinnen. Der unterschätzte Hintergrund, DOCMA 95, Seite 108–110 Wenn ich in der Hamburger Kunsthalle eine Sonderausstellung besuche, schaue ich mir zum Abschluss immer noch einige meiner Lieblingsbilder aus der ständigen Sammlung an. Edvard Munchs Mädchen auf der Brücke beispielsweise, Anita Rées Selbstbildnis von 1930, Philipp Otto Runges Die Hülsenbeckschen Kinder, Caspar David Friedrichs Das Eismeer – und Die Netzflickerinnen von Max Liebermann. Max Liebermann: Die Netzflickerinnen (1887/89) Im 19. Jahrhundert waren Netzflickerinnen ein beliebtes Sujet…

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  • Photo of Informations-Beschaffungs-Maßnahmen: Fotos intelligent skalieren

    Anwendungen wie Sharpen AI und Gigapixel AI von Topaz Labs oder Adobes KI-basiertes Demosaicing-Verfahren »Details verbessern« versprechen, Fotos mehr Detailzeichnung zu geben. Wie ist das überhaupt möglich und was unterscheidet solche Verfahren vom klassischen Nachschärfen? Aus der Perspektive des Informatikers, der ich ja von meiner Ausbildung her bin, ist eine ungenügende Detailzeichnung auf einen Mangel an Informationen in zu viel Daten zurückzuführen. Daten sind einfach eine Menge Zahlen; zu Informationen werden sie erst, wenn sie über etwas informieren. Die nackte Zahl 5 ist ein Datum (die Einzahl von „Daten“). Wenn man aber erfährt, dass ich fünf Äpfel oder fünf Birnen habe, ist das eine Information. Die 24 oder 48 Bit eines RGB-Pixels in einer Bilddatei enthalten Informationen, insofern sie uns…

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  • Photo of Migrationsprobleme

    Nein, hier soll es nicht darum gehen, dass Menschen schon seit jeher fortzogen, wenn das Leben anderswo besser zu werden versprach, sondern um die Migration von einem alten zu einem neuen Computer. Eine Übung, die ich aus leidvoller Erfahrung hasse … Viele lieben es ja, sich immer wieder etwas Neues zu kaufen. Zugegeben, das hat seinen Reiz, aber wenn ich mich an etwas gewöhnt habe und damit vertraut bin, sei es eine Kamera, ein Stabmixer, eine Geschirrspülmaschine oder ein Computer, möchte ich mich am liebsten nie mehr davon trennen. Leider werden einem solche Entscheidungen oft vom Schicksal aus der Hand genommen. Ein neues MacBook Air, ein altes MacBook Air, eine externe 2,5-Zoll-Platte, ein GaN-Netzteil und, ganz wichtig, ein Adapter von…

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  • Photo of Hauptsache breit – Anamorphoten

    In der letzten Zeit stolpere ich immer wieder über das Thema Anamorphose – oder, genauer gesagt, Anamorphoten, also Objektive, die ein Breitwand-Bildfeld auf das Seitenverhältnis üblicher Bildsensoren stauchen. Was steckt hinter diesem Trend in der Fotografie? Kinofilme im Breitwandformat haben Seitenverhältnisse zwischen 2,4 zu 1 und 2,35 zu 1. Das Prinzip der Anamorphose ist seit Jahrhunderten bekannt. Maler haben perspektivisch verzerrte Motive in ihren Bildern versteckt; das vermutlich bekannteste Beispiel ist der aus einem normalen Betrachtungsstandpunkt nicht erkennbare Totenkopf in Hans Holbein des Jüngeren Die Gesandten (1533). Hier geht es aber um etwas anderes, nämlich um das bei Kinofilmen beliebte Breitwandformat, bekannt vor allem unter dem Markennamen Cinemascope. Auf dem heimischen Fernseher mit 16:9-Bildschirm bleiben dann oben und unten schwarze…

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  • Photo of Schwieriges Licht

    Wenn die Farben in einem Bild unstimmig erscheinen, liegt es oft an einer Mischlichtsituation – es herrscht »schwieriges Licht« vor. Raw-Konverter wie Lightroom verfügen glücklicherweise über die nötigen Werkzeuge, um auch komplexe Farbstiche zu eliminieren. Die Anregung zu diesem Beitrag bildete ein Thread im Fuji-X-Forum, in dem sich ein Fotograf mit einer Fuji X-T3 deren Farbwiedergabe in bestimmten Situationen monierte. In solchen Fällen ist allerdings fast nie die Kamera das Problem. Die Farben, die verschiedene Kameramodelle produzieren, können sich durchaus unterscheiden; so liefern Canon-Modelle traditionell warme Farben, während Fuji-Kameras kühler abgestimmt sind, aber wer eine andere Farbcharakteristik bevorzugt, kann diese heutzutage mit Kameras jeden Herstellers über eine Feinkorrektur des Weißabgleich erzielen. Der gewünschte Weißpunkt lässt sich in zwei Dimensionen zwischen…

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  • Photo of Magnum: Böse Bilder?

    Magnum Photos, die renommierte, vor 73 Jahren gegründete kooperative Bildagentur, die bis heute im Besitz der von ihr vertretenen Fotografen ist, hat ein Problem, und ihre Bilddatenbank bleibt vorerst offline, bis es gelöst ist. Vor knapp zwei Wochen kritisierte ein Artikel der Website Fstoppers, dass Magnum Fotos verkaufen würde, die sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen. Einige davon stammen aus einem Projekt des Magnum-Mitglieds David Alan Harvey aus dem Jahre 1989: „THAILAND. Bangkok. 1989. Thai prostitutes.“ Beispielsweise ist in einem der Bilder ein halbnacktes minderjähriges Mädchen zu sehen, das sich lächelnd dem Fotografen nähert, der anscheinend auf einem Bett sitzt – der Fotograf hatte die Perspektive eines Freiers gewählt. Zu den Schlagwörtern, unter denen man dieses Bild seit vielen Jahren finden…

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  • Photo of Hitzewallungen – Wie lange können Kameras bei 8K cool bleiben?

    Bei hochsommerlichen Temperaturen um 33 Grad kommen wir alle ins Schwitzen, aber was ist mit unseren Kameras, die sich ja im Betrieb selbst aufheizen? Canons neue EOS R5 beispielsweise soll im Videomodus öfter zu Pausen zwingen, um sich abzukühlen. Schnell und hochauflösend, im 8K-Modus aber mit Überhitzungsproblemen: die Canon EOS R5 (Foto: Canon) Vor einem Monat erregte Canon mit der Vorstellung der EOS R5 und R6 einiges Aufsehen, und auch ich war von den neuen Modellen, so weit man sie anhand der Kenndaten beurteilen konnte, gebührend beeindruckt. Zu den besonderen Eigenschaften der EOS R5 zählt ihr 8K-Videomodus, aber auch die Möglichkeit, die 8K-Sensordaten in ein besonders detailreiches 4K-Format herunterzurechnen. Die hohe Sensorauflösung und die große Videobandbreite von bis zu 1880…

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  • Photo of Datenrettung: Oh Schreck, wo sind meine Bilder?

    Gerade hat man einige meisterliche Fotos geschossen, hat sie den Models und dem Kunden noch auf dem Kameradisplay gezeigt, und dann sind sie plötzlich weg: 0 Dateien zeigt der Computer an! Während einem der kalte Schweiß ausbricht, fragt man sich, was nun noch zu retten ist. Meist eine ganze Menge, glücklicherweise. Wie gelingt eine Datenrettung? Die Flash- oder EEPROM-Technologie, auf der praktisch alle Speicherkarten basieren, ist glücklicherweise sehr robust. Sie speichert Daten in Form elektrischer Ladungen, die zwischen isolierenden Schichten ohne Stromzufuhr erhalten bleiben – jahrelang. Aber wenn die Speicherkarten auch lange lesbar bleiben, ist die Zahl der Schreibzyklen beschränkt. Wenn eine Karte lange Zeit intensiv genutzt wird, kann es deshalb irgendwann zu Schreib- oder Lesefehlern kommen. Um die Lebensdauer…

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  • Photo of Das 4K-Nano-300-fach-Nachtsicht-Autofokus-Wunderteleskop

    Wollten Sie immer schon mal die Rückseite des Mondes in allen Details sehen, ohne dazu einen Raumflug buchen zu müssen? Ein Wunderteleskop für unter 100 Euro macht es möglich! Wer’s glaubt … Die Zeit, in der wir alle dasselbe Internet sahen, ist ja lange vorbei. Unser Verhalten in der Online-Welt wird aufmerksam verfolgt, woraufhin die Algorithmen von Google, Facebook und anderen entscheiden, was auf den von uns besuchten Seiten zu sehen sein soll. Ich bin demnach schon in der Phase, in der ich mich für preisgünstige Treppenlifte begeistern könnte, aber ich schweife ab, wie es ältere Menschen eben tun … Ein Wunderteleskop zum kleinen Preis, wenn man der Werbung glauben mag. Jedenfalls weiß ich nicht, ob Ihnen in den letzten…

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  • Photo of Buchtipp: Chris Crisman – Women’s Work

    Über Chris Crismans langfristig angelegtes Fotoprojekt „Women’s Work“ hatten wir schon 2017 in DOCMA 76 berichtet. Jetzt ist die seitdem weiter angewachsene Bildserie in Buchform erschienen. Chris Crisman: Women’s Work Frauen können heute prinzipiell jede berufliche Karriere verfolgen, aber wie die aktuellen Debatten über Quotenregelungen zeigen, bleibt die Praxis der beruflichen Gleichberechtigung noch ein ganzes Stück vom Idealzustand entfernt. Der US-amerikanische Fotograf Chris Crisman hat schon vor Jahren begonnen, seinen Beitrag zu leisten, indem er Frauen in vermeintlichen Männerberufen vorstellt. Es begann mit einer ehemaligen Webdesignerin, die in einem Schlachthof arbeitete, und zog dann immer weitere Kreise, auch weil viele Frauen, die Crisman porträtierte, ihrerseits andere Frauen vorschlugen, die für sein Projekt in Frage kämen. Im März ist „Women’s Work.…

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  • Photo of Sensorgeflüster: Neues vom organischen Sensor

    Und täglich grüßt das Murmeltier: Seit Jahren geistert der organische Sensor in verschiedenen Varianten durch die Medien, aber praktisch damit fotografieren kann man noch immer nicht. Jetzt hat die japanische Rundfunkgesellschaft NHK den Prototyp eines teil-organischen Dreischichtsensors vorgestellt. Mit der Entwicklung (teilweise) organischer Sensoren haben sich bereits viele Hersteller beschäftigt, darunter Fuji, Panasonic, Samsung und Sony. Auch das japanische Fernsehen (NHK) entwickelt organische Sensoren für Fernsehkameras. Dabei sollen organische Halbleiterschichten nicht etwa die Siliziumkristalle konventioneller CMOS- oder CCD-Sensoren ersetzen, sondern diese ergänzen. Der neue Dreischicht-RGB-Sensor von NHK, der blaues und grünes Licht in organischen Halbleiterschichten absorbiert. Das rote Licht, das diese Schichten durchdringt, wird von einem konventionellen CMOS-Sensor aufgefangen. (Quelle: NHK) Im klassischen Sensordesign erfüllt der Siliziumchip drei Aufgaben: Die…

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