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Software-Empfehlung: Paintstorm

Paintstorm Studio – eine neue Malsoftware

Paintstorm Studio – eine neue Malsoftware

Ich bin (schon vor einiger Zeit) durch Zufall auf die neue Painting-Software namens Paintstorm Studio (gibt es für Win/Mac/iOS) gestoßen. Mein persönliches Fazit inzwischen: Wow! Für die erste Programmversion ist das Gebotene ziemlich beeindruckend.

Es hakt zwar hier und da für mich – als (zumindest halbwegs verwöhnter ;-)) Photoshop-User – noch spürbar an der Bedienoberfläche: Paletten in typischer Tab-Optik lassen sich nicht verschachteln, die angegebenen Tastaturkürzel haben nichts mit der deutschen oder der Mac-Tastatur zu tun, manche Veränderungen kann man nicht zurücksetzen …

Die Oberfläche fühlt sich hier und da noch hakelig an, aber die Funktionen sind für Versions dieses Programms bereits beeindruckend. Umso mehr, wenn Sie einen Blick auf den geringen Preis werfen.

Die Oberfläche fühlt sich hier und da noch hakelig an, aber die Funktionen sind für Versions dieses Programms bereits beeindruckend. Umso mehr, wenn Sie einen Blick auf den geringen Preis werfen.

Funktionen

Aber Paintstorm Studio kann so einiges, das ich mir schon lange in Mal-Programmen (und vor allem in Photoshop) wünsche, in sehr intuitiver Weise: frei definierbares Symmetry-Painting über multiple Achsen, Farbmixer-Palette, Bildreferenz-Bedienfeld (etwas schräg/umständliche Umsetzung, aber immerhin). All das kann das von mir benutzte 2.5D/3D-Programm ZBrush (in seiner eigenen, liebenswürdig verkorksten Weise in 3D) besser, doch die frei definierbare Pinselstrich-Stabilisierung und die einfache Lineal/Kurven-Constraints-Funktion in Paintstorm ist deutlich einfacher und besser als zum Beispiel ZBrush’s klasse »Lazy Mouse«-Funktion. Außerdem gibt es Hilfslinien für diagonales oder kurviges Malen) für Pinselstriche in verschiedenen Modi, einfache Perspektive-Gitter … Das Anlegen von eigenen Pinselspitzen geht extrem schnell, intuitiv und einfach (das Blöde ist nur, ich finde diese Brushes nach dem Anlegen spontan nirgends in der App; lach, okay – da muss man wohl doch einmal die Hilfe bemühen).

Eindruck

Mein erster Eindruck ist also sehr positiv. Gegen Corel Painter haben die Tools (wie auch die von Photoshop) in Sachen Realitätsanmutung keine Chance! Aber die Einfachheit und die logische Oberfläche stellen sämtliche ähnlich leistungsfähige, bisherigen Malprogramme, die ich kenne, mal eben in den Schatten.

Falls Sie viel und/oder gern malen, testen Sie die Software einfach einmal. Auch falls Sie sie ungesehen direkt kaufen sollten, können Sie auch im Prinzip nichts verkehrt machen: Für den geringen Einmalpreis von nur 20 $ erhalten Sie die App inklusive aller zukünftigen Programmverbesserungen („lifetime-updates!“).

Einziger Wermutstropfen ist sicher für einige Anwender, dass es diese Software wohl vorerst nur auf Englisch gibt.

PS:
Die erwähnte, geniale Lazy-Mouse-Funktion können Sie auch in Photoshop nachrüsten: lazynezumi. Die Software bietet noch weit mehr als nur Pinselstabilisierung. Mac-User (wie auch ich) bleiben hierbei leider außen vor. 🙁

PPS:
Falls Sie ein Farbmisch-Panel in Photoshop benötigen, kann ich Ihnen dieses hier empfehlen: MixColors, erhältlich für alle OS und Photoshop-Versionen ab CS3. 🙂

Beste Grüße,

Olaf Giermann

Olaf Giermann

Olaf Giermann

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  1. goldhamster

    Wie schlägt sich denn das Programm gegen den (zurecht) bisherigen Platzhirsch Clip Studio Paint?

  2. goldhamster

    Die Frage ist an Sie gerichtet, Herr Giermann.

  3. goldhamster

    Herr Giermann ist anscheinend nicht kompetent genug solch eine einfache Frage zu beantworten. Schade.

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