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Handlicher Porträtist: SIGMA 45mm F/2.8

Ein kleines, kompaktes Objektiv für spiegellose Kleinbild- und APS-C Kameras. Klein und leicht ist immer gut, aber braucht man das SIGMA 45mm F/2.8? Wir waren uns nicht ganz sicher und haben daher jemanden gefragt, der es wissen muss: Den Studiofotografen Frank Jurisch aus Oberhausen, der das kleine SIGMA ins Herz geschlossen hat. Der erzählte uns: „Die Ankündigung des SIGMA 45mm F2.8 DG DN | Contemporary hat direkt meine Aufmerksamkeit geschürt. Ich musste mich jedoch auch fragen, warum es eigentlich so interessant ist? SIGMA setzt nicht auf die so beliebten 50mm, sondern wählt mit 45mm einen etwas breiteren Blickwinkel. Diese fünf Millimeter Unterschied mögen nicht bedeutend sein. Als 50er-Liebhaber merkt man den Sprung jedoch sofort.“

SIGMA 45mm F/2.8
45 Millimeter sind eine wunderbare Brennweite für natürlich wirkende Proportionen und Blickwinkel

Ist das nun etwas Gutes oder was Schlechtes, fragen wir Frank. „Ich persönlich begrüße diesen Etwas-näher-dran-Look“, versucht er die Besonderheit in Worte zu fassen. „Insbesondere bei Schulter-Kopf-Portraits hat man eine Bildwirkung, die sehr nah am Menschen ist. Sie durchbricht optisch gerade so den Übergang vom persönlichen zum intimen Bereich einer Person. Ganz oft entstehen dadurch sehr fesselnd wirkende Portraits.“ Ob dies wohl einer der Gründe bei der Entwicklung des Objektives und der Wahl genau dieser Brennweite war? Wer mit dem 45 Millimeter-Objektiv gearbeitet hat, kann da nur zustimmen.

Perspektive und fesselnde Nähe zum Motiv … Das SIGMA 45mm F2,8 DG DN | Contemporary wurde zwar für Kleinbildsensoren gerechnet, es kann aber natürlich auch an einer Cropsensor-Kamera genutzt werden. Hier ergibt sich der Bildwinkel einer 67,5mm Brennweite. Ideal also, um tolle Portraits mit kleinen spiegellosen Kameras zu fotografieren.

Autofokus

Man sagt vielen spiegellosen Vollformat-Kameras eine gewisse Trägheit beim Autofokus nach. Allerdings kann man hier mit dem richtigen Objektiv für Beschleunigung sorgen. Wie sieht das beim SIGMA 45mm F/2,8 in der Praxis aus? Frank Jurisch fotografiert unter anderem mit einer Sony a7rII und mag da keine Abstriche machen: „Ich bewege mich beim Fotografieren stetig. Daher ist mein Anspruch an die Fokusleistung eines Objektives recht hoch. Der Autofokus arbeitet mit dem 45er schnell und zuverlässig und lässt für mich keine Wünsche offen. Durch den dort verbauten Schrittmotor arbeitet der Autofokus nahezu lautlos und dürfte auch bei Filmern Interesse wecken. Sehr gut gefällt mir zudem, dass es einen Autofokus/Manuell-Schalter am Objektiv gibt. Bei Objektiven, die ihren Motor über »Focus by Wire« steuern, also die Gläser auch im manuellen Modus elektrisch bewegen, wird so ein Schalter oftmals weggelassen. Ich habe mich zwar mittlerweile daran gewöhnt, Objektive über eine Taste an der Kamera auf manuell zu stellen, begrüße jedoch dieses haptische Element am Objektiv.“

Der Autofokus sitzt auch in schwierigen Lichtsituationen zuverlässig.

Bildqualität

Moderne SIGMA-Objektive zählen von der Bildqualität her zum Besten, was es am Markt gibt. Zumindest, wenn sie aus der Art-Serie stammen. Welchen Eindruck hinterlässt das 45er aus der etwas weniger aufwändig konstruierten Contempory-Serie? Auch bei dieser Frage zeigt sich Frank überzeugt: „Die Abbildungsleistung ist ebenso wie der Autofokus auf einem sehr hohen Niveau. Verzeichnungen und Chromatische Aberrationen sind fast nicht zu finden und die minimale Vignette bei offener Blende empfinde ich eher als sehr angenehm. Daher lasse ich sie gerne unkorrigiert im Bild bestehen. Auch die Schärfe an den Bildrändern ist hoch und rundet den guten Gesamteindruck ab.“

Zeichnet feinste Details schon bei offener Blende und erreicht leicht abgeblendet seine Höchstleistung.

Blende und Bokeh

Eine Anfangsblende von F2.8 klingt nicht nach einem Bokeh-Wunder, oder? Hier widerspricht Frank energisch: „Die Lichtstärke von F2,8 ist für die meisten Anwendungszwecke vollkommen ausreichend. Schärfentiefe und Freistellung empfinde ich am Kleinbild, insbesondere bei nahen Portraits, als sehr angenehm. Das Bokeh ist bei offener Blende weich und ruhig. Die 7 Lamellen sorgen auch beim Abblenden für ein angenehmes Bokeh. Apropos Blende … neu ist der tatsächliche Blendenring direkt am Objektiv. Dieser lässt sich auf die gewünschte Blende einstellen und gibt die Signale direkt an die Kamera weiter. Optional kann man den Blendenring auf Automatik stellen, so dass beispielsweise die Blendenautomatik der Kamera wieder aktiv ist.“

Verarbeitung

Was darf man von dem etwa viereinhalb Zentimeter kurzen und knapp über 200 Gramm leichten Objektiv an Verarbeitungsqualität erwarten? Frank hat auch hier eine klare Einschätzung zum SIGMA 45mm F/2.8 DG DN Contemporary: „Die Verarbeitungsqualität ist wirklich grandios. Alles ist aus Metall gefertigt und wirkt unheimlich robust und hochwertig. Der Fokusring hat genau den richtigen Widerstand und der Blendenring rastet sauber zwischen den einzelnen Blendenschritten ein. Selbst die Streulichtblende ist aus Metall.“

Sigma 45 F/2.8

Fazit

Frank Jurisch ist vom SIGMA 45mm F/2.8 DG DN Contemporary als relativ preiswertes Porträtobjektiv für seine Sony a7rII und seine a6400 vollauf begeistert. Umbedingt erwähnen möchte er zum Schluss noch „dass die Naheinstellgrenze von 24 Zentimetern eine tolle Möglichkeit bietet, Details im Bild festzuhalten, ohne auf ein Makro wechseln zu müssen. Das 45er ist eines dieser Objektive, die man als »immer drauf« nur empfehlen kann. Geeignet nicht nur für Porträts, sondern auch für Landschafts- und Detailaufnahmen. Super klein, leicht, tolle Abbildungsleistung und hochwertig verarbeitet. Was will man mehr?“  


Frank Jurisch ist Studiofotograf und Workshopleiter aus Oberhausen. In seinem Studio arbeitet er ausschließlich mit LED-Dauerlichtern und hat den Fokus auf Lichtsprache gesetzt. Zudem kann er sich stundenlang in seiner Leidenschaft für die Beautyretusche verlieren. Facebook: Fotograf Frank Jurisch / Instagram: Frank Jurisch / Website: www.FrankJurisch.com


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Christoph Künne

Christoph Künne ist Mitbegründer, Chefredakteur und Verleger der DOCMA. Der studierte Kulturwissenschaftler fotografiert leidenschaftlich gerne Porträts und arbeitet seit 1991 mit Photoshop.

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