Michael J. Hußmann

Michael J. Hußmann gilt als führender Experte für die Technik von Kameras und Objektiven im deutschsprachigen Raum. Er hat Informatik und Linguistik studiert und für einige Jahre als Wissenschaftler im Bereich der Künstlichen Intelligenz gearbeitet.
  • Am Samstag traf sich die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) in Berlin und Potsdam, und ich erfuhr bei dieser Gelegenheit nicht nur, was die DGPh mit der Societas Jesu verbindet, sondern konnte das Wochenende auch noch zum Besuch verschiedener Ausstellungen nutzen. Die einen bevorzugen Charlottenburg, die anderen (wie ich) wählenMehr

  • Was sind eigentlich Memes?

    Nicht das, woran Sie als naturgemäß Internet-affiner Leser wahrscheinlich denken. Als Richard Dawkins den Begriff Meme erfand, hatte er etwas anderes im Sinn. Wenn heutzutage – und insbesondere in den sozialen Netzen – von Memes die Rede ist, sind durchweg Posts gemeint, in denen bekannte Bilder mit jeweils neuen TextenMehr

  • Das Hamburger Bucerius Kunst Forum zeigt bis zum 28. Januar 2024 die Bilder bekannter und vergessener Künstlerinnen – und die der ebenfalls malenden Männer, die sie gefördert, behindert oder ausgebeutet haben, ihnen manchmal aber auch den Haushalt führten. Dr. Katrin Dyballa hat die Ausstellung „Geniale Frauen“ kuratiert. Schon seit JahrzehntenMehr

  • Unter „Mittelformat“ stellt man sich traditionell eines der Bildformate des Rollfilms Typ 120 vor, also etwa 56 mm × 42 mm oder das quadratische 56 mm × 56 mm-Format. Die Kameras, die heute den Mittelformatmarkt dominieren, haben dagegen kleinere Sensoren von 44 mm × 33 mm. Haben größere Formate nochMehr

  • Digitale Bildkulturen

    Es wirkt wie aus der Zeit gefallen, die oft kurzlebigen Phänomene der Netzkultur in gedruckten Büchern zu studieren, aber genau dazu dienen die kleinformatigen Taschenbücher der Reihe Digitale Bildkulturen aus dem Verlag Klaus Wagenbach. „Filter“ und „KI-Kunst“, zwei Neuerscheinungen in der Wagenbach-Reihe „Digitale Bildkulturen“ Die ersten Bände dieser Reihe sindMehr

  • Alle paar Jahre kauft sich ein Fotograf eine neue Kamera. Aber ist das wirklich sinnvoll, ratsam oder gar notwendig? Nachdem Kameras – auch, aber nicht nur aufgrund der allgemeinen Inflation – tendenziell immer teurer werden, spricht vieles dafür, länger mit dem Neukauf zu warten. Meine neue Waschmaschine habe ich gekauft,Mehr

  • Photopia Hamburg 2023

    Zum nunmehr dritten Mal findet in Hamburg die Fotomesse Photopia statt – kein Ersatz für die photokina, aber doch eine respektable Messe, die immer mehr Aussteller und Besucher anzieht. Bis zum Sonntag sind die Messehallen für Fotointeressierte geöffnet. In diesem Jahr gab es sogar eine Premiere: Fuji stellte erstmals dieMehr

  • Prinzipiell unterscheiden sich Mittelformat-Objektive natürlich nicht von Objektiven für andere Bildformate. Gegenüber Kleinbild-, APS-C- und MFT-Objektiven dürften sie eigentlich nur (tendenziell) größer und schwerer sein. In der Praxis findet man dann aber doch weitere Unterschiede zwischen den Objektivportfolios der verschiedenen Kamerasysteme. Je größer der Sensor, desto länger muss die BrennweiteMehr

  • Der Fujifilm X Summit in Stockholm war diesmal allein dem Mittelformatsystem GFX gewidmet. Fuji stellte gestern das neue Spitzenmodell GFX100 II vor, dazu zwei Tilt/Shift-Objektive und ein sehr lichtstarkes Normalobjektiv. Ich konnte bereits einige Erfahrungen damit sammeln. Auch Provokation gehört zur Werbung: Das Mittelformatsystem GFX frisst Kleinbild/Vollformat-Systeme, wie auf FujisMehr

  • Nachdem der Retrolook für spiegellose Systemkameras ungebrochen populär bleibt, will der japanische Hersteller mit der Nikon Z f offenbar ein weiteres Z-Modell vorstellen, das äußerlich an die FM2 von 1983 erinnert – nach der APS-C formatigen Nikon Z fc von 2021 aber diesmal mit einem 24,5-MP-Vollformatsensor. Dass die Vorstellung einesMehr

  • Die Mondillusion

    In der kommenden Nacht ist mal wieder ein Supermond zu sehen, der der Erde ein paar Prozent näher als im Durchschnitt und daher auch überdurchschnittlich groß ist. Dieser Effekt, Super hin oder her, ist nicht besonders eindrucksvoll, weniger eindrucksvoll jedenfalls als die sogenannte Mondillusion, die uns einen Mond nahe demMehr

  • Im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts, schneller als allgemein erwartet, wurde die analoge Silberhalogenidfotografie weitgehend durch die Digitalfotografie verdrängt. An dieser geschichtlichen Tatsache lässt sich nicht deuteln, aber verwenden wir dabei die richtigen Begriffe? Produziert die Silberhalogenidfotografie wirklich analoge Bilder und sind vermeintliche Digitalbilder wirklich digital? Es ist nicht so einfach,Mehr

  • Identität und Politik

    In den letzten Jahren liest man öfter von Identitätspolitik, aber was für ein politisches Potential sollte irgendjemandes Identität haben? Tatsächlich hat das nichts mit Identität im eigentlichen Sinne zu tun. Der Begriff Identität kommt vom spätlateinischen identitas und ist im Deutschen seit dem 18. Jahrhundert im Gebrauch. Sein Ursprung liegtMehr

  • Talsohle erreicht?

    Die aktuelle CIPA-Statistik zur ersten Hälfte dieses Jahres deutet an, dass es mit den Jahr um Jahr sinkenden Verkaufszahlen im Kameramarkt ein Ende haben könnte und sich der Markt jetzt stabilisiert hat. Zumindest so weit es Systemkameras betrifft. Gegenüber den Verkaufszahlen für Systemkameras in den Jahren 2022 (Schwarz) und 2021Mehr

  • Was für ein Bild ist das?

    In letzter Zeit wird immer öfter gefordert, KI-generierte Bilder müssten als solche gekennzeichnet werden. Tatsächlich gibt es schon seit anderthalb Jahren einen konkreten und bereits heute praktikablen Vorschlag, ein solches Label in den IPTC-Standard zu integrieren. Ein Label für die Genese von Bildern wäre aus verschiedenen Gründen nützlich. Es mussMehr

  • NFT: Der Stand der Dinge

    Der Hype um Non-fungible Token (NFT) scheint abgeklungen zu sein; die Preise für einst hoch gehandelte Werke sinken. War’s das schon? Über digitale Kunstwerke, die als NFT auf dem Kunstmarkt gehandelt werden, hatte ich hier schon mal berichtet. In DOCMA 99 („NFT – digitale Originale“, ab Seite 114) erschien meinMehr

  • Generative KI-Systeme produzieren Bilder ebenso wie Texte, aber wie es scheint, legen wir an die Wahrhaftigkeit von Texten und Bildern durchaus unterschiedliche Maßstäbe an. Warum eigentlich? Als die KI-generierten Bilder immer fotorealistischer wurden, stand in den Debatten darüber zunächst die Befürchtung im Vordergrund, diese Bilder könnten zu manipulativen Zwecken genutztMehr

  • Netflix hat ein neuartiges Verfahren entwickelt, Personen und Gegenstände in Videoaufnahmen freizustellen und vor einem neuen Hintergrund zu platzieren. Diese Methode basiert auf der bekannten Green-Screen-Technik, aber auch auf künstlicher Intelligenz. Das traditionelle Chroma-Key-Verfahren beruht darauf, Schauspieler vor einem einfarbigen Hintergrund agieren zu lassen, den man in der Postproduktion durchMehr

  • Da nutzt man mal ein (KI-generiertes) Bild einer Katze im Karton, und schon sprudeln in den Facebook-Kommentaren die Assoziationen zu Schrödingers Katze. Warum nur ist dieses Meme nicht totzukriegen? Was ist dran an der – so lange niemand genau hinschaut – gleichzeitig lebendigen wie toten Katze, die Erwin Schrödinger vorMehr

  • Räume transformieren

    Nein, hier geht es nicht um Einsatz in 4 Wänden, die Docutainment-Reihe, in der die Moderatorin Tine Wittler die Wohnungen wildfremder Menschen umgestaltete. Nicht von Wohnräumen ist die Rede, sondern von mehrdimensionalen Räumen im mathematischen Sinn. In solchen Räumen befinden sich die Bilder in einem Bildbearbeitungsprogramm. Klingt kompliziert? Dabei istMehr

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