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Oscillo-Objektive adaptieren: Jetzt als Print und PDF

Altglas-Report

Keine Lust auf eBooks? Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Adaption der Oscillo-Objektive 75/1.9 und 58/1.9 gibt es jetzt auch gedruckt oder als PDF. Sie enthält zahlreiche Abbildungen und praktische Tipps zur Auswahl, zum Kauf und zur Handhabung dieser ungewöhnlichen Objektive, die einst Messkurven von Oszilloskopen auf Film bannten.

An Digitalkameras adaptiert, offenbaren die in Vergessenheit geratenen Oscillo-Objektive einen unverwechselbaren Bild-Look. Er verbindet technische Präzision mit weichen Farbverläufen und außergewöhnlichem Bokeh, ermöglicht durch die kompromisslose Optimierung für den Nahbereich. Das prädestiniert die Optiken sowohl für die Makrofotografie als auch für malerisch gestaltete Aufnahmen.

Oscillo-Objektive adaptieren
Je nach Motiv und Lichtsituation entstehen Bilder, deren Hintergrundstrukturen wie mit einem Pinsel gemalt wirken. Über die Bildwirkungen berichtete der Altglas-Blog hier.
Oscillo-Objektive adaptieren
Analoge Aufnahmen vom Bildschirm eines Oszilloskops waren technisch herausfordernd (Wikimedia, Public Domain).
Oscillo-Objektive adaptieren
Die besten Voraussetzungen für Oscillo-Objektive bot das 1886 von Paul Rudolph für Zeiss entwickelte Planar-Design (oben). Die Nutzung des klassisch-symmetrischen Aufbaus war in den 1960er-Jahren unüblich.
Oscillo-Objektive adaptieren
Kurven mit steilen und oft nur für einen kurzen Moment vage sichtbaren Flanken präzise zu erfassen, erforderte speziell angepasste, hochauflösende Objektive. Polaroid-Filme boten Empfindlichkeiten bis zu ASA 10.000. Polaroid-Prints erlaubten sowohl handschriftliche Notizen als auch eine Projektion. Schwarzweißbilder benötigten nur zehn Sekunden Entwicklungszeit.
Oscillo-Objektive adaptieren
Oscillo-Objektive zeigen am frühen Morgen und späten Nachmittag ungewöhnliche Farbinterpretationen, bedingt durch ihre Optimierung für phosphoreszierende Bildröhren.

Die aktuelle c’t Fotografie 06/2026 bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für beide Optiken (75/1.9 und 58/1.9). Die Entscheidung zwischen 56 und 75 Millimetern Brennweite bleibt eine Frage persönlicher Präferenzen. Redakteur Thomas Hoffmann empfiehlt das Oscillo 75/1.9 für den Einstieg, weil es häufiger verfügbar und einfacher zu adaptieren ist.

Bernd Kieckhöfel

Bernd Kieckhöfel hat einige Jahre für eine lokale Zeitung gearbeitet und eine Reihe von Fachartikeln zur Mitarbeiterführung veröffentlicht. Seit 2014 schreibt er für Fotoespresso, DOCMA, FotoMagazin sowie c't Digitale Fotografie.

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