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FLUX 3 Image Klein: Neues KI-Bildmodell für den lokalen Einsatz

Das Freiburger Unternehmen Black Forest Labs hat mit „FLUX 3 Image Klein“ eine kompaktere Variante seines Bildgenerators FLUX 3 Image veröffentlicht. Das Modell kann Bilder anhand von Textbeschreibungen generieren, vorhandene Aufnahmen bearbeiten und bis zu zehn Referenzbilder miteinander kombinieren. Anders als beim größeren FLUX 3 Image stellt der Hersteller auch die Modellgewichte zum Download bereit. Damit lässt sich die Software auf eigener Hardware betreiben.

FLUX 3 Image Klein besitzt 5,6 Milliarden Modellparameter und unterstützt die native Bildausgabe mit bis zu 4K-Auflösung. Mithilfe von Begrenzungsrahmen können Anwender festlegen, wo bestimmte Bildelemente erscheinen sollen oder auf welchen Bereich sich eine Änderung beschränken soll. So lässt sich beispielsweise ein Gegenstand innerhalb einer Szene gezielt austauschen, ohne den übrigen Bildinhalt zu verändern. Beim Zugriff über die Programmierschnittstelle (API) bietet Black Forest Labs zudem eine Funktion, die unbearbeitete Bildbereiche pixelgenau bewahren soll.

Der Hersteller bietet zwei Modellvarianten an: eine Basisversion für die nachträgliche Anpassung an eigene Aufgaben und eine beschleunigte Variante, die mit weniger Berechnungsschritten auskommt. Hinzu kommen unterschiedlich stark komprimierte Fassungen, die den Speicherbedarf reduzieren. In der INT8-Ausführung soll das Modell bereits auf Nvidia-Grafikkarten mit 8 Gigabyte Grafikspeicher laufen. Nach Messungen von Nvidia benötigt die beschleunigte Version für ein Bild mit rund einer Million Pixeln auf einer GeForce RTX 5090 etwa vier Sekunden, auf einer RTX 4070 weniger als neun Sekunden. Die Werte beziehen sich auf die lokale Bildberechnung und nicht auf die gesamte Bearbeitungszeit.

In internen Vergleichstests von Black Forest Labs erreichte FLUX 3 Image Klein bei der Bildgenerierung, der Bearbeitung und der Kombination mehrerer Referenzbilder höhere Bewertungen als die herangezogenen Konkurrenzmodelle. Gegenüber dem Vorgänger „FLUX.2 Klein“ mit neun Milliarden Parametern meldet der Hersteller einen Vorsprung von 91 Elo-Punkten bei der Text-zu-Bild-Generierung und 70 Punkten bei der Bildbearbeitung. Die Elo-Wertung beschreibt die Ergebnisse paarweiser Bildvergleiche. Unabhängige Tests müssen diese Angaben noch bestätigen.

FLUX 3 Image Klein ist über die API von Black Forest Labs sowie als herunterladbares Modell erhältlich. Die Nutzung über die API kostet ab 0,009 US-Dollar pro Bild mit 1K-Auflösung. Für den lokalen Einsatz gilt die „FLUX Kommunity License“. Sie erlaubt Privatpersonen und Unternehmen mit weniger als fünf Millionen US-Dollar Jahresumsatz die kostenlose kommerzielle Nutzung. Größere Unternehmen benötigen dafür eine gesonderte Lizenz oder können die kostenpflichtige API verwenden. Die Modellgewichte und die dazugehörigen Werkzeuge stehen unter anderem über Hugging Face zur Verfügung. Programme wie ComfyUI und Diffusers unterstützen das Modell bereits.

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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