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Lightroom Mobile öffnet geschlossene Augen per KI

Adobe erweitert Lightroom für Smartphones und Tablets um die Funktion „Open Eyes“. Sie korrigiert Porträt- und Gruppenaufnahmen, auf denen eine oder mehrere Personen im Moment des Auslösens die Augen geschlossen hatten. Dazu erzeugt generative künstliche Intelligenz (KI) eine neue Augenpartie. Die auf dem Adobe Blog beschriebene Funktion steht laut Adobe in Lightroom für iOS, iPadOS und Android zur Verfügung, zur Versionsnummer des Updates macht Adobe aber keine Angaben, und in den Versionshinweisen ist es noch nicht aufgeführt.

Lightroom analysiert jedes Bild und erkennt geschlossene Augen automatisch. „Open Eyes“ erscheint danach bei den Schnellaktionen. Ein Fingertipp soll genügen, um die Korrektur zu starten. Die KI berücksichtigt dabei das vorhandene Gesicht und die Lichtverhältnisse. Sind in der Lightroom-Bibliothek weitere Aufnahmen derselben Person vorhanden, kann die Software diese als Referenz heranziehen und Augenfarbe, Form und Größe daran orientieren. Solche Vergleichsbilder sind der Idealfall, aber keine Voraussetzung. Auch ohne sie soll Lightroom beispielsweise das Gruppenfoto korrigieren können, auf dem ausgerechnet eine Person geblinzelt hat. Da die KI die Augen neu generiert, muss das Ergebnis allerdings nicht exakt dem tatsächlichen Aussehen entsprechen.

Laut einem Blog-Beitrag von DPReview sind zwei Anwendungen ohne Abonnement möglich. Erst dann verlange Lightroom ein kostenpflichtiges Creative-Cloud-Abonnement. Trotz bestehendem Abo funktionierte die Funktion bei mir anfänglich nicht. Die Schnellaktion war zwar vorhanden, sie war aber nicht in der Lage, die geschlossenen Augen zu erkennen. Bei weiteren Versuchen war das Symbol für „Augen öffnen“ gänzlich verschwunden. Erst die Deinstallation der App und anschließende Neuinstallation lösten das Problem. Nachdem die geschlossenen Augen erkannt waren, konnte die Schnellaktion gestartet werden. Für das Generieren werden jedes mal 20 Credits berechnet.

Ab Minute 12:15 ist „Open Eyes“ beschrieben.

Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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