Die Nikon Z6 III macht das manuelle Fokussieren spürbar komfortabler. Vor allem das deutlich verbesserte Fokus-Peaking erleichtert das Scharfstellen mit alten und ungewöhnlichen Objektiven – selbst bei Offenblende und wenig Licht. Hinzu kommen eine kürzeste Verschlusszeit von 1/16000 s, die Übernahme hinterlegter Exif-Daten auch bei adaptierten Objektiven und eine praktische Neuerung bei der Lupenfunktion: Sie lässt sich jetzt durch Antippen des Auslösers wieder ausschalten.
Das Fokus-Peaking zeigt die deutlichste Verbesserung der Nikon Z6 III: Selbst bei Offenblende und wenig Licht lassen sich auch sehr alte Objektive deutlich besser scharfstellen. Ebenso profitieren exotische Oscillo– und Cambo-Optiken davon.




Die Vorteile der kürzesten Verschlusszeit von 1/16000 s zeigen sich beim Fotografieren mit lichtstarken Objektiven. Bei f/1.2 kommt man tagsüber mit ISO 100 und 1/8000 s schnell an die Grenze des Möglichen und benötigt einen ND-Filter.
Zur aktuellen Firmware-Version 2.0 erschien ein 117 Seiten umfassendes Addendum. Es zeigt jedoch, wie in Kamerahandbüchern häufig üblich, lediglich, dass eine Funktion vorhanden ist. Wie man sie sinnvoll nutzt und einstellt, müssen Anwender selbst herausfinden. Das gedruckte Handbuch umfasst rund 1.100 Seiten – der nur fünf Seiten umfassende Index ist nutzlos. Die umfassende Online-Dokumentation vereinfacht die Konfiguration durch Links und eigene Lesezeichen. Ein sinnvoller Ausgangspunkt ist der Abschnitt Teile der Kamera.

Lupe konfigurieren
Einfacher bedienbar wird die Lupe, wenn der Button für die Videoaufzeichnung neben dem Auslöser zum Ein- und Ausschalten belegt wird. Bei der Konfiguration über > Individualfunktionen > f2: Ben.def. Bedienelemente (Aufn.) muss eine Vergrößerungsstufe festgelegt werden. Ein Pfeil rechts im Menü weist auf den weiteren notwendigen Schritt hin.

Objektivnamen ergänzen
Bisher verweigerte Nikon der Z6 die Übernahme hinterlegter Informationen in die Exif-Daten, wenn die Objektive mit Fremdadaptern angeschlossen waren. Die Z6 III ermöglicht dies endlich und bietet darüber hinaus die Option, Objektivnamen zu vergeben.

Digitalkameras und manuelle Objektive
Das E-Book bietet einen Mehrwert, den Kamerahandbücher häufig nicht liefern: Es zeigt nicht nur, dass eine Funktion vorhanden ist, sondern auch, wie man sie beim manuellen Fokussieren sinnvoll einstellt und anwendet. Über 170 Abbildungen illustrieren den Text. Links erleichtern den Zugriff auf weiterführende Kapitel.









