Technik

UV- und IR müssen draußen bleiben

Hoya präsentiert einen Objektivfilter, der nur das sichtbare Lichtspektrum auf den Sensor von digitalen Foto- und Videokameras treffen lässt.

Der neue „Hoya UV & IP Filter“ soll dafür sorgen, dass nur das für das Auge sichtbare Spektrum des Lichts durch das Objektiv auf den Sensor gelangt. Dabei blockiert er laut Hoya sowohl ultraviolette Strahlen als auch niederfrequente Infrarotlichtstrahlen nicht durch Absorption im Glas, wie dies reine UV-Filter tun, sondern mit einer speziellen Präzisions-Mehrfachbeschichtung durch Interferenz – einem physikalischen Phänomen, das auf der Wellennatur des Lichts basiert.
Die Filter kommen ausschließlich in der Digitalfotografie und beim digitalen Videofilmen zum Einsatz, denn CCD- und CMOS-Sensoren sind sowohl für UV- als auch für IR-Strahlung empfindlich – weit mehr sogar, als für das sichtbare Licht. Dies kann man anschaulich testen, indem man eine Diode einer IR-Fernbedienung auf das Objektiv einer Kamera richtet. Mit bloßem Auge sieht man nichts. Durch die Kamera sieht man aber ein blassblaues bis weißes Leuchten. Kamerahersteller versehen deshalb das Schutzglas vor dem Sensor mit einem IR-Sperrfilter – dessen Wirkung jedoch erfahrungsgemäß bei hoher IR-Belastung oft nicht ausreicht. Stärkere IR-Strahlung führt dann in der Regel zu Farbverfälschungen, Kontrastverlust und wegen der nicht für den Infrarotbereich korrigierten Objektive zu Unschärfe.
Für solche kritischen Aufnahmesituationen ist der UV & IP Filter von Hoya gedacht. Aufgrund eines Außen- sowie eines gleichgroßen Innengewindes lässt er sich auch mit weiteren Filtern kombinieren. Alternativ kann am Außengewinde auch eine Standard-Objektivkappe zum Schutz oder eine Streulichtblende montiert werden.
Hoya verspricht zudem, dass der Filter die negativen Auswirkungen von atmosphärischem Dunst, der bei hohen Außentemperaturen auftritt, vielfach wirksamer als ein Standard-UV-Filter reduziert. Dies soll zu schärferen Fotos mit mehr Tiefe und feineren und detailreicheren Farbabstufungen führen. Da der Filter nicht die Farben des sichtbaren Lichts beeinflusst, kann er ständig auf dem Objektiv verbleiben und so auch als mechanischer Frontlinsenschutz dienen.
Den Hoya UV & IP Filter gibt es in den Größen 52mm, 55mm, 58mm, 62mm, 67mm, 72mm und 77mm – je nach Durchmesser zu Preisen zwischen 128 und 247 Euro. Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten von HapaTeam.

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Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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