Rollei ergänzt VAF-Baureihe um lichtstarkes 24- und 35-Millimeter-Objektiv

Rollei stellt dem im Sommer letzten Jahres eingeführten AF 85 mm F/1.8 zwei neue Festbrennweiten zur Seite: das Rollei AF 24 mm F/1.8 und das Rollei AF 35 mm F/1.8. Damit besteht die VAF-Objektivserie (VAF steht für Vollformat Autofokus) aus einem Porträt-, einem Weitwinkel- und einem Reportageobjektiv. Auch die Neuzugänge sind sowohl für Sony FE-Mount als auch für Nikon Z-Mount erhältlich.
Rolleis VAF-Serie ist nahezu baugleich mit den entsprechenden Modellen des chinesischen Herstellers 7Artisans, bei dem die Objektive auch produziert werden. Obwohl die Linsenanordnung und die technischen Eckdaten identisch sind, gibt es kleine Unterschiede im „Rehousing“ durch Rollei. Für diese Serie wird Rolleis HFT-X-Vergütung (High Fidelity Transfer) verwendet, die auf die traditionsreiche Rollei-Beschichtung anspielt und Reflexionen minimieren soll. Zudem ist das Gehäusedesign angepasst.
Das Rollei AF 24 mm F/1.8 eignet sich für Landschafts-, Architektur- oder Astrofotografie. Die Offenblende F/1.8 mit elf Lamellen sorgt für ein gleichmäßiges, rundes Bokeh. Die aus 14 Linsen in 11 Gruppen bestehende optische Konstruktion umfasst vier ED-Linsen (Extra-low Dispersion), zwei HR-Linsen (High Refractive) und zwei AS-Linsen (Asphärisch), um Bildfehler wie chromatische Aberrationen und Unschärfen an den Bildrändern zu minimieren. Die HFT-X-Beschichtung (High-Fidelity Transmission) reduziert Reflexionen und Streulicht, was besonders bei starken Lichtquellen im Bildfeld von Vorteil ist. Der integrierte STM-Autofokus (Stepping Motor) soll ab der Nahdistanz von 32 cm leise und schnell scharfstellen; er unterstützt Gesichts- und Augenerkennung und empfiehlt sich damit für Foto- und Videoeinsätze gleichermaßen. Trotz Vollmetallgehäuse bleibt das Gewicht mit rund 480 Gramm moderat. Die Sony-Version bietet zusätzlich einen stufenlosen Blendenring, der bei Videoaufnahmen lautlose Blendenfahrten ermöglicht. Ein USB-C-Anschluss erlaubt Firmware-Updates in kurzer Zeit.

Das Rollei AF 35 mm F/1.8 richtet sich an Fotografen, die in den Bereichen Reportage-, Street- oder Alltagsfotografie unterwegs sind. Der Bildwinkel entspricht nahezu dem menschlichen Sehen. Im optischen System sind elf Elemente in acht Gruppen verbaut, darunter sieben ED-, zwei HR- und zwei AS-Linsen. Auch hier soll Rolleis HFT-X-Beschichtung für kontrastreiche, farbtreue Bilder sorgen. Der Autofokus arbeitet laut Rollei nahezu lautlos und präzise. Das Gehäuse besteht aus Metall und wiegt etwa 490 Gramm. Die Naheinstellgrenze von 0,40 Metern eröffnet kreative Möglichkeiten bei Detailaufnahmen. Die Sony-Version ist wie das 24-Millimeter-Objektiv für E-Mount mit einem stufenlosen Blendenring ausgestattet.
Beide Objektive verfügen über ein 62-Millimeter-Filtergewinde für den Einsatz von Neutraldichte- oder Effektfiltern. Der AF/MF-Schalter (Autofokus/Manueller Fokus) und eine frei belegbare Funktionstaste erleichtern die Bedienung. Firmware-Updates erfolgen über den integrierten USB-C-Port.
Als Reaktion auf das Feedback von Kunden hat Rollei zudem das Logo der VAF-Serie überarbeitet. Das neue Design präsentiert sich daher dezenter und soll die professionelle Ausrichtung der Serie optisch unterstreichen.
Das Rollei AF 24 mm F/1.8 und das Rollei AF 35 mm F/1.8 sind ab sofort für Sony FE-Mount und Nikon Z-Mount erhältlich. Der Einführungspreis beträgt 299 Euro, die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 349 Euro. Weitere Informationen finden sich im Rollei-Onlineshop.









