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Sicherheit und Datenschutz in der Drohnenfotografie

Sicherheit und Datenschutz in der Drohnenfotografie
Sicherheit und Datenschutz in der Drohnenfotografie

Der chinesische Hersteller ziviler Drohnen DJI hat ein Update für seine Fernsteuerungs-App angekündigt, dass Drohnenpiloten einen neuen Modus bietet, der mehr Datenschutz für Anwender verspricht. Außerdem hat das Unternehmen eine Echtzeit-Lösung zur Identifizierung und Überwachung von Drohnen im Luftraum vorgestellt, das für mehr Sicherheit – etwa im Bereich von Flughäfen – sorgen soll.

Der Local Data Mode wird ab dem nächsten Update der DJI Pilot App auf CrystalSky und für ausgewählte Android-Tablets zur Verfügung stehen. Wenn der Drohnen-Pilot den lokalen Datenmodus aktiviert, sendet und empfängt die App keine Daten mehr über das Internet. Dies soll Geschäftskunden sowie privaten und öffentlichen Organisationen einen zusätzlichen Schutz sensibler Daten bieten. Im Local Data Mode kann die DJI Pilot App allerdings auch den Standort des Nutzers nicht mehr erkennen oder neueste Geofencing-Informationen wie Flugverbotszonen und temporäre Flugbeschränkungen bereitstellen, die für die Flugsicherheit relevant sein können.

Um Belangen der Sicherheit, insbesondere in der Nähe von Flughäfen und anderen sensiblen Bereichen Rechnung zu tragen, hat DJI außerdem ein Drohnen-Überwachungssystem mit der Bezeichnung AeroScope vorgestellt. Mit dieser Technologie können Sicherheitsbehörden, Luftfahrtbehörden und andere autorisierte Parteien die Kommunikationsverbindung zwischen einer Drohne und der Fernbedienung überwachen, um grundlegende Telemetriedaten, wie GPS-Position, Höhe, Geschwindigkeit oder Flugrichtung und die Registrierungs- oder Seriennummer zu erfassen. AeroScope ist bereits seit April 2017 an zwei internationalen Flughäfen installiert worden und wird auch an anderen Orten getestet. Das Echtzeit-System ist mit allen DJI-Drohnen kompatibel und soll ein solches Fluggerät  beim Einschalten sofort entdecken und orten können. Laut DJI kommt AeroScope ohne Datentransfer über das Internet aus. Um die Privatsphäre von Personen und Unternehmen beim Drohnenflug zu schützen, sollen die gesammelten Informationen ausschließlich lokal auf dem AeroScope-Empfänger dargestellt werden.

Sicherheit und Datenschutz in der Drohnenfotografie: Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Pressemeldungen des Unternehmens.

 


DJI entwickelt neue Software-Lösung zum verbesserten Datenschutz


DJI, der Weltmarktführer in ziviler Drohnen- und Luftbildtechnologie, hat eine neue Software-Lösung entwickelt, die es Kunden ermöglicht, DJI Multicopter ohne Datentransfer zu fliegen. Der „Local Data Mode“ unterstützt die speziellen Anforderungen zum Schutz von sensiblen Daten für Partner und Kunden im öffentlichen Dienst und im Enterprise-Bereich.

Der „Local Data Mode“ wird ab dem nächsten Update der DJI Pilot App auf CrystalSky und für ausgewählte Android-Tablets zur Verfügung stehen. Wenn der Nutzer den lokalen Datenmodus aktiviert, stellt die App jegliches Senden oder Empfangen von Daten über das Internet ein. Dies bietet ein zusätzliches Maß an Datenschutz beispielsweise bei Regierungsprojekten oder in anderen sensiblen Einsatzgebieten.

Der „Local Data Mode“ wurde in Hinblick auf die Anforderungen und Bedürfnisse unserer Geschäftskunden sowie für private und öffentliche Organisationen entwickelt, die unsere Technologie auch für sensible Einsatzgebiete benötigen“, erklärte Brendan Schulman, DJI Vice President of Policy and Legal Affairs. „DJI möchte den Anforderungen unserer Business-Kunden in Bezug auf Datenkontrolle und den Schutz sensibler Daten gerecht werden.“

Da der „Local Data Mode“ sämtlichen Datenverkehr mit dem Internet unterbindet, kann die DJI Pilot App den Standort des Nutzers nicht erkennen oder neueste Geofencing-Informationen wie Flugverbotszonen und temporäre Flugbeschränkungen bereit stellen. Darüber hinaus benachrichtigt sie Drohnenpiloten nicht über Aktualisierungen der Firmware. Telemetriedaten zum Flug, wie Flughöhe, Entfernung oder Geschwindigkeit, werden im Fluggerät gespeichert, selbst wenn der Nutzer den „Local Data Mode“ deaktiviert.

Unabhängig davon, ob der „Local Data Mode“ aktiviert ist oder nicht, werden Fotos und Videos, die der Nutzer aufnimmt, immer auf der SD-Karte der Drohne gespeichert und nur weitergegeben, wenn der Nutzer sie online in der SkyPixel-Community, sozialen Medien oder auf anderen Webseiten hochlädt.

Auch bei der Verwendung des „Local Data Mode“ sollten Drohnenpiloten immer daran denken, dass sie allein für die Flugsicherheit verantwortlich sind. Bei Aktivierung des „Local Data Mode“ ist darauf hinzuweisen, dass internetgestützte Funktionen, die der Sicherheit des Flugbetriebes dienen, damit nicht verfügbar sind.

Drohnenpiloten können den „Local Data Mode“ aktivieren, indem sie die DJI Pilot App öffnen, auf „LDM-Modus aktivieren“ klicken und ein Passwort eingeben. Dieses Passwort wird später zur Deaktivierung des „Local Data Mode“ benötigt, wenn der Nutzer erneut auf Onlinefunktionalitäten zugreifen möchte.

Neue erworbene Drohnen müssen weiterhin aktiviert werden, indem der Nutzer sich zunächst mit einer E-Mail-Adresse und einem Passwort bei DJI anmeldet. Um sicherzustellen, dass die Drohne über aktuelle Firmware verfügt, kann der Nutzer diese herunterladen und aktualisieren, während er mit dem Internet verbunden ist und bevor er den „Local Data Mode“ aktiviert.

„DJI geht mit der Entwicklung des „Local Data Mode“ auf die Bedürfnisse der Kunden nach weiteren Datenmanagementoptionen ein“, erklärt Walter Stockwell, Director of Technical Standards bei DJI.„Wir sind sehr erfreut den „Local Data Mode“ entwickeln zu können, um die Interessen unserer Kunden zu vertreten.“

Der „Local Data Mode“ ist unter Umständen nicht an Orten verfügbar, in denen eine Internetverbindung durch örtliche Vorschriften notwendig oder äußerst ratsam ist. Besuchen Sie http://www.dji.com/matrice-200-series/info#downloads, um die DJI Pilot App herunterzuladen.

 


DJI stellt eine Echtzeit-Lösung zur Identifizierung und Überwachung von Drohnen im Luftraum vor


DJI, der weltweit führende Anbieter von zivilen Drohnen und Luftbild-Technologien, hat heute AeroScope vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein System, das bereits vorhandene Technologie zur Erkennung und Überwachung von Drohnen nutzt und gleichzeitig Sicherheits- und Datenschutzfragen berücksichtigt.

AeroScope nutzt die Kommunikationsverbindung zwischen einer Drohne und der Fernbedienung, um grundlegende Telemetriedaten, wie GPS-Position, Höhe, Geschwindigkeit oder Flugrichtung und die Registrierungs- oder Seriennummer zu erfassen. Sicherheitsbehörden, Luftfahrtbehörden und andere autorisierte Parteien können den AeroScope-Empfänger verwenden, um diese Informationen zu sammeln, zu analysieren und zu verarbeiten. AeroScope ist bereits seit April an zwei internationalen Flughäfen installiert worden und wird auch an anderen Orten getestet.

„Da Drohnen mittlerweile im Tagesgeschäft von Unternehmen oder auch zur Freizeitgestaltung zunehmend eingesetzt werden, wollen Behörden sicherstellen, dass sie im Luftraum überwacht und verfolgt werden können, wenn sie sich beispielsweise in der Nähe von sensiblen Gebieten wie Flughäfen aufhalten“, erklärte Brendan Schulman, Vice President for Policy and Legal Affairs bei DJI. „AeroScope entspricht diesen Anforderungen durch eine einzigartige und zuverlässige Technologie, die einfach zu bedienen, erschwinglich und schon jetzt einsatzbereit ist.“

DJI stellte das Echtzeit-System heute in Brüssel (Belgien) vor. Die Live-Demonstration zeigte, wie der AeroScope-Empfänger eine Drohne beim Einschalten sofort entdeckt und dann die GPS-Position auf einer Karte in Echtzeit darstellt sowie die Registrierungsnummer identifiziert. Diese Nummer ist das Äquivalent eines Drohnen-Nummernschildes und kann von den Behörden genutzt werden, um den Besitzer einer Drohne zu ermitteln.

AeroScope ist mit allen aktuellen Modellen von DJI kompatibel. Analysten schätzen, dass sie annähernd zwei Drittel des weltweiten zivilen Drohnenmarktes ausmachen. Da AeroScope die vorhandene Kommunikationsverbindung einer Drohne nutzt, sind in der Drohne selbst keine zusätzlichen Elemente erforderlich, welche Kosten verursachen, das Gewicht erhöhen oder die Lebensdauer der Batterien verkürzen würden.Andere Drohnenhersteller können ihre vorhandenen und zukünftigen Drohnen-Modelle ebenfalls mit AeroScope konfigurieren, um diese Technologie zu nutzen.

AeroScope verzichtet auf eine internetbasierte Schnittstelle. Um die Privatsphäre von Personen und Unternehmen beim Drohnenflug zu schützen, werden die gesammelten Informationen ausschließlich lokal auf dem AeroScope-Empfänger dargestellt.

Der Bedarf der Behörden, auffällig gewordene Drohnenflüge zu identifizieren, hat eine immer größere Relevanz, steht jedoch im Kontrast zum Recht von Piloten, Drohnen ohne eine allgegenwärtige Überwachung zu fliegen. DJI ist mit Sicherheitsvorteilen wie Geofencing und Sense-and-Avoid-Technologie bereits branchenführend und glaubt, dass AeroScope ein angemessenes Gleichgewicht bei der Drohnenregulierung bringen wird – ohne Piloten beim Fliegen einzuschränken.

Die Einstellungen für die Drohnen-Erkennung werden in der Drohnen-Software von DJI enthalten sein, damit Piloten den Inhalt ihrer eigenen Identifizierung auswählen können. Um die Privatsphäre der Piloten zu schützen, übermittelt das AeroScope-System keine persönlich identifizierbaren Informationen automatisch, bevor Vorschriften oder Richtlinien in der Gerichtsbarkeit des Piloten dies nicht erfordern.

„Die schnelle Einführung von Drohnen hat neue Bedenken in Bezug auf Sicherheit, Schutz und Privatsphäre hervorgerufen, aber diese müssen mit den unglaublichen Vorteilen verglichen werden, die Drohnen der Gesellschaft bereits gebracht haben“, sagte Schulman. „Sorgfältig implementierte elektronische Drohnenerkennung kann bei Problemen in der Gesetzgebung helfen und restriktive Gesetze verhindern. Die neue Technologie bietet Rechenschaftspflicht, ohne die Privatsphäre der Piloten zu verletzten und Kosten zu verursachen. DJI ist stolz darauf, Lösungen zu entwickeln, die dazu beitragen, diese Vorteile umfassend zu verbreiten und gleichzeitig den Behörden zu helfen, die Luftraumsicherung zu gewährleisten.“

Sicherheit und Datenschutz in der Drohnenfotografie: Für mehr Informationen über AeroScope kontaktieren Sie bitte:

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Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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