Pressefreiheit

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Netzwerkdurchsetzungsgesetz: Wir sind frei, wenn wir wollen

Letzte Woche hat der Bundestag nicht nur die „Ehe für alle“, sondern auch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken, NetzDG) verabschiedet – trotz der verbreiteten Kritik daran, die die Meinungs- und Pressefreiheit bedroht sieht. Meine Haltung zum neuen Gesetz ist zwiespältig, aber vor allem frage ich mich, warum wir uns ohne Not von den sozialen Netzwerken abhängig machen, die das NetzDG regulieren soll. Es ist wohl unstrittig, dass die sozialen Netze nicht bloß voller niedlicher Katzenfotos sind; über diese Medien wird leider auch Hass und Hetze verbreitet – auch solche, die in Deutschland strafbar ist. Insbesondere Facebook hat sich bisher als nicht übermäßig eifrig erwiesen, auf Beschwerden über solche Inhalte zu reagieren; oft findet man auch…

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Starke Männer

Ich kann es – und will es – nicht nachvollziehen: Warum gibt es überall Menschen, die die Möglichkeiten demokratischer Beteiligung begeistert auf den Müll werfen, jubelnd auf eigene Rechte verzichten und sich nach einem starken Mann sehnen, der alles regelt? Ich muss gleich mal wieder mit einer Warnung einsteigen: Im Folgenden geht es um Politik, nicht um Bildbearbeitung. Der kleinste gemeinsame Nenner wären „Mannsbilder“. Also bei mangelndem Interesse bitte nicht weiterlesen und hinterher über die verlorene Zeit schimpfen. Klar, man könnte das sensibel mit Sozialisationsschäden zu erklären versuchen. Überstarker Vater, oder vielleicht auch das Gegenteil, das Fehlen eines solchen und daraus folgend die Sehnsucht nach Autorität und Leitung. Aber wer solche Probleme hat, sollte zum Psychiater gehen und seine Defizite…

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