HDRsoft bringt Photomatix für Linux Version 3 mit Verbesserungen bei Stapelverarbeitung, Preset-Verwaltung und Linux-Kompatibilität

Für den 16. Januar plant das britische Unternehmen HDRsoft die Veröffentlichung eines Updates für die HDR-Software Photomatix für Linux. Die Software erzeugt HDR-Bilder wahlweise durch das Zusammenführen von Belichtungsreihen oder durch die Anwendung von HDR-Tonemapping auf Einzelaufnahmen. Version 3 erweitert die HDR-Stapelverarbeitung und verbessert die Plattformkompatibilität für die Linux-Community deutlich.
Die Stapelverarbeitung (Batch-Verarbeitung) wurde grundlegend überarbeitet und erlaubt nun, mehrere Presets – also vordefinierte Einstellungen für verschiedene HDR-Stile – gleichzeitig auf Belichtungsreihen anzuwenden. Neu ist auch die Möglichkeit, Einzelbilder und 32-Bit-HDR-Dateien in Serie zu verarbeiten. Eine verbesserte Preset-Auswahl mit Filterfunktionen und eine deutlich breitere Linux-Kompatibilität durch Flatpak-Unterstützung runden das Update ab.
Photomatix richtet sich vor allem an Fotografen, die häufig mit Szenen arbeiten, deren Dynamikumfang die Möglichkeiten klassischer Kameras übersteigt – etwa bei Sonnenuntergängen, Innenraumaufnahmen mit Fensterblick oder kontrastreichen Architekturmotiven. Die Software setzt auf High Dynamic Range (HDR), um Details in Tiefen und Lichtern sichtbar zu machen. Dafür kombiniert sie mehrere unterschiedlich belichtete Aufnahmen oder verleiht Einzelbildern mittels Tonemapping den typischen HDR-Look.
Die neue Version soll die Verarbeitung von Bildserien spürbar beschleunigen. Das aktualisierte Batch-HDR-Tool wendet verschiedene Stile in einem Durchgang auf sämtliche Belichtungsreihen an. Fotografen können dabei aus 40 integrierten Vorlagen wählen oder können eigene HDR-Einstellungen nutzen, die auf einer der sechs verfügbaren Methoden basieren. So lassen sich in einem einzigen Durchgang verschiedene Stilvarianten generieren. Auch Einzelaufnahmen – etwa Raw-Dateien von Innenräumen – lassen sich jetzt in Serien verarbeiten, was repetitive Aufgaben beschleunigt. 32-Bit-HDR-Bilder aus anderen Softwareprogrammen lassen sich ebenfalls im Stapel tonemappen.
Darüber hinaus hat HDRsoft die Preset-Verwaltung übersichtlicher gestaltet. Anwender können die 40 individuell anpassbaren HDR-Presets für Belichtungsreihen oder 33 Vorlagen für Einzelbilder nach Stil oder verwendeter Methode filtern. Eine kompakte Listenansicht sorgt für schnellen Zugriff. Eigene Vorgaben sowie Presets anderer Anwender können integriert werden, etwa um einen konsistenten Look über viele Projekte hinweg zu erzielen.
Durch die Bereitstellung als Flatpak-Paket (zusätzlich zu den .deb-Paketen für Ubuntu Version 23 und 24) läuft Photomatix nun auf nahezu allen gängigen Linux-Distributionen – von Ubuntu bis Fedora. Damit gewinnt die Anwendung deutlich an Reichweite und Flexibilität für die Linux-Community.
Photomatix für Linux Version 3 kostet 39 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) als unbefristete Lizenz. Ein Upgrade von älteren Versionen ist kostenlos möglich, zudem steht eine Testversion bereit. Weitere Informationen und Beispieldateien finden sich auf der HDRsoft-Website.





