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Aphera – Neuer schlanker Raw-Entwickler für den Mac

Mit Aphera ist ein neuer Raw-Entwickler für macOS erschienen, der ohne Abo erhältlich ist. Die Software setzt auf eine schnelle Bildbearbeitung, eine eigene Farbwiedergabe und eine reduzierte Arbeitsoberfläche. Ein kompletter Entwicklungsvorgang lässt sich allein mit Tastaturbefehlen ausführen. Auf eine umfangreiche Katalogverwaltung oder komplexe lokale Korrekturen haben die Entwickler bewusst verzichtet.

Schnelle Raw-Bearbeitung

Aphera wurde speziell für Macs mit Apple-Silicon-Prozessor entwickelt. Nach Angaben der Entwickler verarbeitet die Anwendung selbst Raw-Dateien mit 100 Megapixeln in Echtzeit. Anpassungen an Belichtung, Farbe und Kontrast sollen dadurch ohne spürbare Verzögerung sichtbar werden.

Die Software bietet klassische Werkzeuge für Belichtung, Kontrast, Farbe, Schärfung und Rauschminderung. Objektivprofile korrigieren Verzeichnung und Vignettierung für Hunderte Kamera-Objektiv-Kombinationen. Die Bearbeitung erfolgt wie in Lightroom nicht-destruktiv, das heißt, die Originaldatei bleibt unverändert.

Eigene Farbstimmung

Bei der Farbwiedergabe orientiert sich Aphera nach Angaben der Entwickler an analogen Filmen. Vorgefertigte Looks liefern Ausgangspunkte für unterschiedliche Bildstimmungen. Eigene Looks lassen sich speichern und auf weitere Aufnahmen anwenden.

Zusätzliche Werkzeuge simulieren Filmkorn, Halation und Diffusion. Aphera kombiniert diese Effekte mit den üblichen Raw-Reglern, sodass sich ein analog wirkender Look auch gezielt auf einzelne Bildserien anwenden lässt.

Projekte statt großer Katalog

Aphera organisiert Aufnahmen in Projekten. Jede Serie bleibt dabei eigenständig und lässt sich separat verwalten. Bewertungen, Auswahl und Export können über Tastaturbefehle erfolgen. Anpassungen lassen sich per Stapelverarbeitung auf Serie von Bilder anwenden.

Für den Export stehen die Dateiformate JPEG, PNG, TIFF und HEIF zur Auswahl. dabei werden 8, 10 und 16 Bit Farbtiefe unterstützt.

Kein vollständiger Lightroom-Ersatz

Aphera bietet Raw-Entwicklung und grundlegende Bildorganisation, ersetzt Lightroom derzeit aber nicht vollständig. Maskierungen, lokale Korrekturen und umfangreiche Katalogfunktionen fehlen. Die Entwickler beschreiben die Software selbst als Alternative, jedoch nicht als vollständigen Ersatz für Adobes Bildverwaltung.

Damit eignet sich Aphera vor allem für Fotografen, die eine Bildserie schnell sichten, mit einer eigenen Farbstimmung versehen und anschließend exportieren möchten. Für komplexe Retuschen und große Archive bleibt zusätzliche Software erforderlich.

Preis und Verfügbarkeit

Aphera läuft auf Macs mit Apple-Silicon-Prozessor und benötigt macOS 15 oder neuer. Eine 14-tägige Testversion steht ohne Angabe von Zahlungsdaten zum Download bereit.

Die Lizenz kostet bis zum 31. August 2026 99 US-Dollar statt regulär 199 US-Dollar. Der Kauf umfasst ein Jahr lang Updates. Danach kostet der weitere Update-Bezug 99 US-Dollar pro Jahr; die erworbene Version soll auch ohne Verlängerung weiterhin nutzbar bleiben.

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Anbieters.

Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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