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Olafs Mac-Software und Nikon-Firmware-Tipp

Olafs Mac-Software und Nikon-Firmware-Tipp
Ein Kamera-Firmware-Update und zwei kleine Helferlein

In letzter Zeit gab es ja eine Reihe kleinerer Updates zu Lightroom, Photoshop und Co. Capture One 21 ist erschienen und Luminar AI steht in den Startlöchern. Um all diese soll es heute aber gar nicht gehen, sondern um drei kleine Progrämmchen (sagt man das so?), die einem (also mir zum Beispiel 😉 ) als Mac- beziehungsweise Nikon-Anwender das Leben etwas erleichtern.

Mac-Tipp 1: Jettison

Jettison ist eine kleine Helfer-App, die den Umgang mit Wechselmedien auf dem Mac erleichtert und für mehr Datensicherheit sorgt. Da macOS aus Performancegründen oft bestimmte Daten erst cached (zwischenspeichert) bevor sie auf externe Medien übertragen werden, sollte man Wechselmedien (Festplatten, USB-Sticks …) nicht einfach abziehen, sondern auswerfen. Das sollten Sie auch tun, bevor Sie den Mac in den Ruhezustand versetzen. Bei vielen Festplatten nervt das schnell und man vergisst es auch leicht.

Olafs Mac-Software und Nikon-Firmware-Tipp
Die App Jettison kümmert sich um das lästige Auswerfen und Mounten von externen Speichermedien wie zum Beispiel Festplatten

Genau hier setzt Jettison an: Die App läuft im Hintergrund und kümmert sich automatisch um das Auswerfen der Wechselmedien vorm Ruhezustand und mountet sie wieder beim Aufwachen. Außerdem hat man für das Auswerfen und Mounten von Festplatten schnellen Zugriff über die Menüleiste und muss nicht immer erst zum Finder oder gar Festplattendienstprogramm wechseln.

Ich möchte diese unscheinbare Software jedenfalls nicht mehr missen – genauso wenig wie ich das automatische Anziehen und Lösen der „Handbremse“ oder den Regensensor bei meinem Auto nicht mehr missen möchte. 😉

Mac-Tipp 2: Bartender

Als Mac-Anwender gewöhnt man sich schnell an die praktischen Icons in der Menüleiste. Diese lassen sich optional von verschiedenen Programmen dort anzeigen. Sie gewähren einen Schnellzugriff auf bestimmte Funktionen oder dienen als Statusanzeige für verschiedene Parameter.

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In der macOS-Menübar sammeln sich schnell viele praktische Helferleins an. Oft schon zu viele. Viele braucht man häufig, aber nicht immer.

Entsprechend schnell füllt sich diese Leiste mit praktischen Icons, bis kaum noch Platz in der Menüleiste ist.

Abhilfe schafft hier ein Management-Tool, mit dem man Icons selektiv bei Bedarf und je nach Anwendungsszenario ein- und ausblenden kann. Dafür gibt es kostenlose Programme wie zum Beispiel Broomstick. Ich hab mich nach verschiedenen Vergleichen aber für Bartender entschieden, das kaum Anpassungs- und Konfigurationswünsche frei lässt – dadurch aber auch deutlich komplexer ist. Kann ich nur empfehlen. Vor allem beim Screenrecording ist es für mich ein Segen, alle Symbole, die Uhr und das Datum einfach mit einem Klick oder Shortcut ausblenden zu können – während einzelnen Programme weiterhin bei Bedarf erlaubt werden kann, ihre Icons in der Menüleiste zu zeigen. Empfehlung!

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Bartender und ähnliche Apps helfen nicht nur beim Organisieren oder vorübergehenden Ausblenden der Menüleisten-Icons, sondern sie gestatten umfangreiche Anpassungen, Tastennavigation durch die Icons und vieles mehr.

Nikon-Tipp: Firmware-Update für die D850

Die D850 – immer noch eine der besten und vor allem vielseitigsten Kameras am Markt, wenn Sie mich fragen. Auch wenn die Tage von Spiegelreflexsystemen gezählt sein dürften …

Nikon hat es geschafft mit dem Firmware-Update C 1.20 neben einigen Bugfixes endlich auch CFExpress-Karten für die Spiegelreflexkamera D850 „freizuschalten“. Für die Z6 und die Z7 gab es ein entsprechendes Update ja bereits Anfang des Jahres.

Nikon: CFExpress-Karten lassen sich nun auch in der D850 nutzen.

Die Karten versprechen eine noch höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeit als XQD. Und da das CFExpress-Format nicht mehr wie XQD Sony allein gehört, dachte ich eigentlich, dass nun endlich auch die Preise für diese Speichermedien sinken. Aber Pustekuchen. Aktuell nehmen sich XQD und CFExpress gar nichts – außer einen großen Teil des eigenen Kamera-Budgets. 😉 Aber schauen wir mal, wie sich der Markt nächstes Jahr entwickelt. Das Kartenformat ist meiner Meinung nach jedenfalls toll: robust, nicht zu klein, nicht zu groß, sehr schnell für Fotos und vor allem hochauflösende Videos. Aber letztlich ist es ein Format für den anspruchsvollen Fotoenthusiasten und den Profi – also nicht mehr unbedingt für den Massenmarkt, wo auf absehbare Zeit die SD-Karte weiter dominieren wird.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Viele Grüße

Olaf

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Olaf Giermann

Sein Erstkontakt mit Photoshop erfolgte 2003 an der Uni, an der das Programm als reine Scanner-Software eingesetzt wurde. Inzwischen gilt Giermann sprichwörtlich als das »Photoshop-Lexikon« im deutschsprachigen Raum und teilt sein Wissen in DOCMA, in Video­kursen und in Seminaren.

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