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Influencer Wissen: authentisch sein?

Wahrhaftig sollen wir sein, wenn wir in Texten, Podcasts und Videos mit unseren Followern in Kontakt treten. Aber wie geht denn eigentlich „authentisch sein“?

Influencer Wissen: authentisch sein?

Authentizität ist die Übereinstimmung von Sein und Schein. Je mehr der Schein und das Sein sich überlagern, desto echter oder wahrhaftiger wirken wir. Was bedeutet „authentisch sein“ also ganz praktisch? Wer authentisch ist, lächelt nicht, wenn etwas wehtut, stößt auf, wenn der Magen bläht, sagt „Scheiße“, wenn sich der Ärger aufgestaut hat und lacht lauthals, wenn etwas lustig ist. Anders gesagt: Man verstellt sich nicht, nimmt keine Rücksicht auf gutes Benehmen. Außer, wenn einem zufällig gerade nach gutem Benehmen ist. Das macht erfolgreich? Wohl eher nicht.

Wert-authentisch

Unter dem Begriff Authentizität versteht die Mehrheit etwas anderes: Man soll sich nach den Erwartungshaltungen der Follower verhalten, die sich mit den gemeinsam vertretenen Werten decken. Also nicht mit jeder Pore authentisch sein, sondern nur seine Wertvorstellungen authentisch leben. 

Niemand hat Erfolg, wenn er öffentlich auf seinen Kanälen herumpöbelt und sich gehen lässt, weil er gerade einen schlechten Tag hat. Den Herrn Trump lassen wir mal außen vor, der hat eine Sonderrolle – auch im Internet. Für ihn gilt auch nicht die heilige Authentizitätsregel, dass er mit sich einer Meinung sein und Wertvorstellungen haben sollte, die über den Tag hinausgehen. 

Verlässlichkeit ist, wonach sich viele Konsumenten digitaler Medien sehnen. Sie möchten im Web am Leben anderer Menschen teilhaben, die sich nicht die ganze Zeit über verbiegen müssen, um den Notwendigkeiten des Alltags zu genügen. Menschen, die eine klare Haltung zu bestimmten Themen einnehmen. Menschen, die ihre Meinung nicht verkaufen. Und Menschen, die treu zu denen stehen, die ihnen folgen.

Wie lange geht das gut?

Wer einen Blog als reines Hobby betreibt, wird wahrscheinlich nicht Gefahr laufen, seine Authentizität in Frage zu stellen. Doch wer auf Erfolg programmiert ist, erhält irgendwann Anfragen von Firmen, die mit ihm oder ihr kooperieren möchten. Solche Firmen schätzen die Echtheit der Blogger und möchten sie sich für ihre Marketing-Zwecke ausleihen. Ob das für den Blogger passt oder nicht. Erst gibt es Gratis-Produkte zum Ausprobieren, irgendwann kommen Zahlungen hinzu. Spätestens dann wird es schwierig, authentisch zu bleiben, denn mit dem Geld sind Erwartungen verbunden, die erfüllt sein wollen, damit mehr Geld kommt. 

Um der Gefahr, seine Authentizität zu verkaufen, aus dem Weg zu gehen, sind zwei Dinge nötig: Zum einen muss man sich überlegen, was einen authentisch sein lässt. Weiß man das einmal ganz genau, ist die Auswahl der richtigen Kooperationspartner einfacher. Man sollte sich nur auf diejenigen einlassen, die wirklich zu den eigenen Werthaltungen passen. Dann kann man sich selbst treu bleiben und Vorbild für die Follower sein.


Link-Tipp

Um zu sehen, wie lustig es sein kann, wenn ­Influencer ihre eigene Authentizität ­untergraben, gibt es diese schöne Sammlung:
whttps://www.facebook.com/influencerperlen/


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Christoph Künne

Christoph Künne ist Mitbegründer, Chefredakteur und Verleger der DOCMA. Der studierte Kulturwissenschaftler fotografiert leidenschaftlich gerne Porträts und arbeitet seit 1991 mit Photoshop.

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