Allgemein

Agenda 2030: Frieden schaffen

Für die Förderung von Frieden ist die Bekämpfung von Tötungsdelikten, Gewalt gegen Kinder, Menschenhandel und sexueller Gewalt von entscheidender Bedeutung. Diese Verbrechen hindern die Entwicklung von friedlichen und integrativen Gesellschaften. Um diese Herausforderungen zu überwinden, sind sowohl der universelle Zugang zur Justiz als auch der Aufbau von verantwortungsvollen und transparenten Institutionen auf allen Ebenen unerlässlich.

Regionale Brennpunkte: Wo die Gefahr am größten ist

Die weltweite Statistik zeigt erfreuliche Rückgänge von Mord und Menschenhandel im letzten Jahrzehnt, doch bleiben erhebliche regionale Unterschiede bestehen. In Gebieten wie Lateinamerika, Subsahara-Afrika und Teilen Asiens ist das Risiko vorsätzlicher Tötungsdelikte überproportional hoch. Zudem bleiben Kinderrechtsverletzungen, insbesondere durch Aggression und sexuelle Gewalt, ein andauerndes Problem – ein Dunkelfeld, das durch lückenhafte Daten und fehlende Berichterstattung weiter verschleiert bleibt.

Strategische Schritte zur Problemlösung

Um eine friedliche Weltgemeinschaft zu schaffen, bedarf es klarer und effektiver Strategien. Transparente Vorschriften, realistisch bemessene öffentliche Haushalte und politische Verantwortlichkeit sind dabei essenziell. Ein zentraler Baustein ist die Durchsetzung weltweiter Geburtsregistrierungen, die die Rechte von Individuen von Geburt an schützen können. Ebenso wichtig ist die Gründung und Stärkung unabhängiger nationaler Menschenrechtsinstitutionen, die die Einhaltung von Standards überwachen und fördern.

Goran Tomašević: Krieg

Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo

Goran Tomašević, ein Name, der in der Welt der Fotografie Respekt und Anerkennung einfordert. Seit drei Jahrzehnten überlebt und arbeitet er in Krisengebieten, eine echte Legende, die nicht nur das Überleben beherrscht, sondern auch die Fotografiekunst.

Krieg durch die Linse von Tomašević

Syrien
Syrien

Wo Krieg Blut, Feuer, Rauch und Tod bedeutet, schafft Tomašević es, Hoffnung und Menschlichkeit aufzuzeigen. Seine Fotos sind nicht nur Momentaufnahmen, sie sind eindrücklich und erzählen Geschichten. Sie sind durchdrungen von der Atmosphäre des Krieges – dem Lärm, dem Gestank und dem wahren Wesen des Ortes. Seine Arbeiten spiegeln Intuition und eine beeindruckende Kenntnis der Situation wider, als ob er mit seinem Sujet verschmolzen wäre.

Ein Vermächtnis der Kriegsfotografie

Libyen
Libyen

Tomašević tritt in die Fußstapfen von Fotografie-Ikonen wie James Nachtwey, Robert Capa, Larry Burrows und Don McCullin. Er erinnert auch an Mathew Brady, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, den „Geruch des Todes“ während des Bürgerkriegs von 1861 in amerikanische Haushalte zu bringen.

Seine Arbeit ist oft schrecklich, und gibt dem Betrachter eine danteske Vorstellung von unserer Menschheit. In den seltenen Momenten, in denen er über seine Arbeit spricht, betont Tomašević seine Neutralität. Er nimmt nie Partei und glaubt, dass Authentizität nur erreicht werden kann, wenn man genau dort ist, wo die Fakten sich abspielen.

Ehrungen und Anerkennung

Sein außergewöhnliches Talent und seine Hingabe wurden vielfach anerkannt. Tomašević wurde mit zahlreichen renommierten Preisen wie dem World Press Photo Award, POYi, China International Press Photo of the Year und vielen anderen geehrt. Ein besonderer Moment war im April 2019, als er und sein Reuters-Team für ihre Berichterstattung über die Massenmigration in die USA mit dem Pulitzer-Preis für Breaking News Photography ausgezeichnet wurden.

Goran Tomašević bleibt ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Fotografie nicht nur Ereignisse dokumentiert, sondern auch Geschichten erzählt, Emotionen weckt und unsere Sicht auf die Welt prägt.

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Christoph Künne

Christoph Künne ist Mitbegründer, Chefredakteur und Verleger der DOCMA. Der studierte Kulturwissenschaftler fotografiert leidenschaftlich gerne Porträts und arbeitet seit 1991 mit Photoshop.

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