Leica stellt das erste Noctilux M-Objektiv mit 35 mm Brennweite vor

Leica erweitert die Noctilux-Familie um eine neue Brennweite: Das „Leica Noctilux-M 1:1,2/35 ASPH.“ ist das erste Noctilux-Objektiv mit 35 Millimetern für das M-System. Es richtet sich an Fotografen, die bei wenig Licht arbeiten und zugleich einen charakteristischen Bildeindruck erzielen möchten.
Seit 1966 steht der Name „Noctilux”, zusammengesetzt aus den lateinischen Begriffen „noctu” (Nacht) und „lux” (Licht), bei Leica für besonders lichtstarke Objektive. Diese verfügen über große Anfangsöffnungen bis 1:0,95 und eröffnen damit kreative Spielräume bei der Available-Light-Fotografie. Zudem zeichnen sie Bilder mit markanter Anmutung. In diese Reihe fügt sich das neue 35er ein. Als leichtes Weitwinkelobjektiv bietet es jedoch eine natürlich wirkende Perspektive, die sich für Porträts, Reportagen, Street- und Available-Light-Fotografie gleichermaßen anbietet. Die große Blendenöffnung von 1:1,2 sorgt bei Offenblende für eine sehr geringe Schärfentiefe. Dadurch lassen sich Motive präzise freistellen, während der Hintergrund in ein samtweiches Bokeh mit filmischer Anmutung übergeht.
Die optische Konstruktion umfasst zehn Linsen in fünf Gruppen, darunter drei asphärische Elemente, die Abbildungsfehler korrigieren und für hohe Schärfe sorgen. Ein sogenanntes Floating-Element, eine bewegliche Linsengruppe in der Fokuskonstruktion, stabilisiert die Bildqualität über den gesamten Fokusbereich von der Nahgrenze bis unendlich. Durch Abblenden lässt sich die Schärfentiefe gezielt erhöhen, sodass der Fotograf je nach Motiv vom isolierten Detail bis zur plastisch durchgezeichneten Szene variieren kann.
Mit dem neuen 35er aus der Noctilux-Reihe lässt sich erstmals in dieser Reihe bis auf 50 Zentimeter an das Motiv herangehen. In Kombination mit der neuen Leica M EV1, deren elektronische Sucherlupe das Fokussieren bei offener Blende unterstützt, soll die Scharfstellung über den gesamten Einstellbereich hinweg komfortabel gelingen. M-Kameras mit Messsucher decken weiterhin den Bereich bis 70 Zentimeter über den optischen Sucher ab. Zwischen 70 und 50 Zentimetern übernehmen der Live-View auf dem Monitor oder der optionale elektronische Aufstecksucher „Visoflex 2” die Kontrolle. Ein großer Fokussierwinkel der Mechanik erlaubt dabei ein feinfühliges, präzises Nachführen der Schärfe.

Leica hat das Noctilux-M 1:1,2/35 ASPH. in Wetzlar komplett neu konzipiert und nach eigenen Angaben für die hochauflösenden Bildsensoren des M-Systems optimiert. Zum Einsatz kommen spezielle Glassorten sowie in Wetzlar gefertigte asphärische Linsen, die im „Precision Glass Molding“ (PGM), einem Präzisions-Pressverfahren für Glas, geformt werden. Eine integrierte Gegenlichtblende reduziert Streulicht und Reflexe und sorgt so auch in Gegenlichtsituationen für einen hohen Kontrast und eine satte Farbwiedergabe. Trotz seiner hohen Lichtstärke bleibt das Objektiv mit einer Länge von 5 Zentimetern, einem Durchmesser von 6,5 Zentimetern und einem Gewicht von 416 Gramm vergleichsweise kompakt und trägt an einer M-Kamera nicht übermäßig auf.
Das Leica Noctilux-M 1:1,2/35 ASPH ist ab dem 29. Januar 2026 in Leica Stores, im Leica Online Store und bei autorisierten Händlern erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 8950 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten von Leica.









