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Ein Zauberstab, der Länder auslöscht

Anfang Mai 2020 gab es es einige politische Verwirrung wegen einer Landkarte im „MAD-Report 2019“, auf der Israel verschwunden war und Jordanien bis zum Mittelmeer reichte. Ein bloßer Fehler, wie der Militärische Abschirmdienst kommentierte – oder eine antisemitische Verschwörung? Doc Baumann hat in dieser eher ungewöhnlichen „Bildkritik“ die Angelegenheit unter die Lupe genommen und mit den Verantwortlichen beim MAD gesprochen. (Endlich mal ein Text, bei dem es sowohl um Photoshop als auch um Politisches geht …)

Ein Zauberstab, der Länder auslöscht
Diese Landkarte ohne Israel veröffentlichte der MAD (Militärische Abschirmdienst) in seinem Jahresbericht 2019.

Montagefehler mit falscher Perspektive und Beleuchtung kennen wir zur Genüge, und auch, dass mal Bildelemente stehenbleiben, die eigentlich retuschiert worden sein sollten – oder umgekehrt, dass etwas verschwunden ist, das noch vorhanden sein sollte. In Anzeigen und Illustrationen ist das nur peinlich und kümmert kaum jemanden (außer uns). Doch wenn es nicht nur ein Fuß ist oder ein Schlagschatten, der entgegen der Erwartung nicht mehr vorhanden ist, sondern gleich der ganze Staat Israel, dann hat das schon andere Dimensionen. Schließlich hat „Israel von der Landkarte zu radieren“ einen deutlich brisanteren Hintergrund als ein nicht mehr vorhandener Schuh. Noch dazu, wenn das in Deutschland passiert.

Entdeckt hatte die fehlerhafte Landkarte nach einer Meldung von NITRO Klemens Köhler, der auf Twitter darüber berichtete. In Israel griff die Presse die Angelegenheit am 6. Mai auf, etwa die „Jerusalem Post“ und die „Times of Israel“.

Schuldzuweisungen oder gar die Unterstellung antisemitischer oder israelfeindlicher Absichten tauchten nicht auf; die umgehende Entschuldigung des Amtsleiters wurde akzeptiert.

Am 7. Mai schob der MAD sogar eine Pressemitteilung nach, in der das Versehen erklärt wurde: „In der ersten Version des „MADMilitärischer Abschirmdienst-Reports“ ist auf der Karte „Einsatzgebiete der Bundeswehr mit Beteiligung des MADMilitärischer Abschirmdienst“ ein Fehler unterlaufen. Bei der grafischen Bearbeitung des Einsatzgebietes Jordanien wurde Israel versehentlich ebenfalls eingefärbt und in der Folge überdeckt“, heißt es da.

So weit, so gut. Und bis hierher hätte ich das mit dem Versehen auch noch ohne weiteres geglaubt.

Ein Zauberstab, der ein ganzes Land verschwinden lässt?

Doch dann wurde die Presserklärung konkreter: „Absicht war, die Einsatzgebiete, in denen der MADMilitärischer Abschirmdienst vertreten ist, grau hervorzuheben. Unsere Redaktion nutzte hierzu die Software Adobe Photoshop CC 2018. Ausgangspunkt dafür war die unter www.bundeswehr.de/de/einsaetze-bundeswehr befindliche Karte. Auf dieser Karte sind alle Einsatzgebiete der Bundeswehr verzeichnet, wobei Jordanien leicht heller dargestellt ist. Die Grenzen Israels sind zwar erkennbar, aber das Land selbst ist nicht beschriftet.

Ein Zauberstab, der Länder auslöscht
Die weiter bearbeitete Ausgangsdatei war diese Karte von der Webseite des MAD. Hier ist der Ausschnitt der Mittelmeerregion zu sehen – wie das kleine Bildchen links zeigt, reicht die Karte aber von Norwegen bis Südafrika.

Markiert man mit dem „Zauberstab-Werkzeug“ (Standardeinstellung) das Einsatzgebiet Jordanien, so markiert die Software automatisch auch große Teile Israels. [Für Nicht-Photoshopper: Der „Zauberstab“ ist ein Werkzeug in diesem Programm, mit dem man Bereiche eines Bildes auswählt und für eine weitere Bearbeitung freigibt, die eine ähnliche Farbe haben wie die Stelle, an die mit mit dem Werkzeug klickt. Je höher die „Toleranz“, um so weniger ähnlich dürfen die ausgewälten Farben sein]. Unsere Redaktion hat dann die gesamte Markierung mit dem „Pinsel-Werkzeug“ gleichmäßig eingefärbt und dabei auch die noch nicht-markierten Teilbereiche von Israel fälschlicherweise grau nachbearbeitet. Durch diesen Fehler war das Staatsgebiet von Israel nicht mehr erkennbar, was leider auch in der abschließenden Qualitätssicherung nicht aufgefallen ist.“

Wie bitte? Ohne diese Präzisierung hätte ich keinen Verdacht geschöpft. Aber so konnte da etwas nicht stimmen: Wenn ich in einer Photoshop-Datei unterschiedlich grau eingefärbte Bereiche habe, gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Die Toleranzeinstellung des Zauberstabs ist so niedrig, dass nur der gewünschte Bereich ausgewählt wird (in diesem Fall Jordanien). Oder sie ist höher – dann wird aber nicht gezielt nur Israel mit ausgewählt, sondern das betrifft alle benachbarten Länder gleicher Färbung. Hinzu kommt, dass es ja auch noch die dunkleren Konturen der Ländergrenzen gibt, die ebenfalls übersprungen werden müssen.

Also schrieb ich eine Mail an den Präsidenten des MAD und an die für die Mitteilung verantwortliche Pressestelle und bat um Aufklärung. Unter anderem merkte ich an: „Da, wie auch immer, entweder nur Jordanien oder alle Nachbarländer ausgewählt worden wären, gibt es keine für uns nachvollziehbare Erklärung dafür, wieso trotz einer zufälligen und irrtümlichen Fehlauswahl im Ergebnis die Grenze zwischen Israel und Ägypten in ihrem exakten Verlauf dargestellt ist. Das von Ihnen beschriebene Einfärben der gesamten Markierung mit dem Pinsel-Werkzeug (was im übrigen ein sehr umständlicher Weg wäre – jeder Bildbearbeiter würde dazu den Befehl „Fläche (mit Farbe) füllen“ einsetzen), hätte ohne bewusste Steuerung dieses Werkzeugs in keinem Fall sauber bei der Israel-Ägypten-Grenze aufgehört.

Dies scheint bis zu einer besseren Erklärung nur den Schluss zuzulassen, dass der Pinsel gezielt so eingesetzt wurde, dass man mit diesem Werkzeug zwar die Grenze zu Jordanien übermalte, der zu Ägypten aber exakt folgte.“

Ein Zauberstab, der Länder auslöscht
Klickt man in der von der Webseite heruntergeladenen Karte auf Jordanien, so wählt der Zauberstab bis zur Toleranz von 17 nur dieses Land aus (Kreuzschraffur). Ab 18 wird aber nicht nur zielsicher auch Israel mit ausgewählt, sondern ebenso Ägypten und Saudi Arabien (Querschraffur).

Die Antwort des Pressesprechers erfolgte prompt: „Im Zuge maximaler Transparenz sende ich Ihnen anbei zwei Dateien. Insbesondere überstelle ich Ihnen die .psd Datei, mit welcher unsere Grafikerin gearbeitet hat. Ich bitte Sie, das in unserer Pressemitteilung kommunizierte Vorgehen, anhand dieser .psd Datei selbst nachzuvollziehen. Der Zauberstab wurde mit der Toleranz von 15 eingesetzt.“

Drei Karten und etliche Widersprüche

Ich hatte nun also drei Landkarten: Als erste die im Bericht 2019 veröffentlichte mit dem verschwundenen Staat Israel. Als zweite jene aus dem Web, auf die die Presseerklärung des MAD verwies und die ich für eigene Versuche herunterlud. Und nun eine dritte, die belegen sollte, wie das mit der grenzüberschreitenden Auswahl zustande gekommen war.

Dabei fiel mir einiges auf und ich schrieb zurück:

„Ich habe Ihnen die drei Karten noch einmal angehängt: 

• Die erste ist ein Ausschnitt aus der .psd-Datei, die Sie mir in Ihrer Mail übersandt haben (die im Original von Madagaskar bis Norwegen reicht). Sie sehen, wie unscharf Namen und Konturen in der 1:1-Darstellung sind.

• Die zweite ist ein fast identischer Ausschnitt aus der Karte, auf die die Pressemitteilung verlinkt und der doppelt so groß ist . Wie Sie sehen, ist hier ist alles scharf. 

• Der dritte Anhang – Ihre falsche Karte zum Vergleich – entspricht aber von Auflösung und Schärfe der Karte 2 und nicht der kleinen und unscharfen Karte 1.

Also kann die Grafikerin nicht mit Karte 1 gearbeitet haben, sondern muss Karte 2 verwendet haben. Warum sollte sie auch mit einer niedrig aufgelösten Datei arbeiten, wenn sie die hoch aufgelöste hat? Und wenn das Ganze dann nicht der endgültig veröffentlichten Datei (3) entspricht? (Man kann eine unscharfe Datei nicht ohne erhebliche und sichtbare Qualitätsmängel wieder scharf kriegen.)

Doch selbst, wenn man in Karte 1 mit dem Zauberstab und Toleranz 15 in den jordanischen Bereich klickt, erwischt man nie den kompletten Bereich von Israel, sondern immer nur Teile davon, egal, an welche Stelle man klickt (wegen JPEG-Artefakten kann es da Abweichungen der Ausdehnung geben). Der Rest der Israel-Fläche musste dann also außerhalb dieser Auswahl manuell und gezielt mit dem Pinsel ergänzt werden.“

Die Erklärung

In der Absicht, die komplizierte Angelegenheit nun endgültig zu klären, verabredeten wir eine Besprechung mit dem Pressesprecher, der Grafikerin und ihrem Vorgesetzten. Dabei wies ich nochmals auf die oben aufgelisteten Probleme hin.

Nach vielen Rückfragen stellt sich die Sachlage jetzt folgendermaßen dar: Die Grafikerin erläuterte, sie habe die große und hochauflösende Karte von der Webseite als Ausgangsbasis genommen. Die dort sichtbaren interaktiven Kreissymbole waren nicht Bestandteil der Bilddatei – aber ansonsten hätten alle Elemente auf einer einzigen Ebene gelegen. So wurde also etwa das Raster über dem Mittelmeer manuell wegretuschiert! (Selbstverständlich hätte eine professionell erstellte Karte unterschiedliche Ebenen für Länder- und Meerflächen, Grenzen, Beschriftungen usw.)

Und nun kommt’s: Für einen Bearbeitungsschritt habe sie die Ebene dupliziert, das sei jene Datei – übrigens nur mit einer Ebene –, die mir zugeschickt worden war. Ich wies darauf hin, dass das nicht sein könne, denn sie sei nur halb so groß wie die Originalkarte. Nun ja, das sei beim Duplizieren der Ebene geschehen, danach müsse sie wohl versehentlich das Ebenenduplikat auf die Hälfte verkleinert haben.

Es sei ihr also nicht aufgefallen, hakte ich nach, dass nun plötzlich über der Originalkarte eine zweite in halber Größe läge (genauer, da die Hälfte ja nur die Kantenmaße betrifft, eine nur ein Viertel so große)? Nein, und zwar deswegen nicht, weil sie die Deckkraft dieser Ebene so weit herabgesetzt hätte, dass ihr das nicht aufgefallen sei.

Und wie könne es dann sein, dass die endgültig veröffentlichte Karte dann wieder scharfe Konturen und etwa die Auflösung der Originalkarte gehabt habe? Nun, sie habe dieses verkleinerte Ebenenduplikat später wieder auf die volle Größe der Arbeitsfläche skaliert.

Dort habe sie dann auch die Zauberstab-Auswahl mit der Toleranzeinstellung 15 vorgenommen, dabei versehentlich Teile Israels mit ausgewählt, diese Bereiche mit demselben Grau gefüllt wie Jordanien und die noch nicht ausgewählte Restfläche Israels bis zum Mittelmeer, Libanon und Ägypten mit dem Pinsel bemalt. (Entgegen der Pressemitteilung wurde also mit einer Toleranz von 15 gearbeitet, nicht mit der Standardeinstellung 32, die zu einer weit ausgedehnteren Selektion geführt hätte.)

Ein Zauberstab, der Länder auslöscht
Ein Ausschnitt aus der oben wiedergegebenen Karte von der MAD-Webseite zeigt scharfe Konturen, Grenzen und Beschriftungen.
Die Karte, mit der die Grafikerin des MAD gearbeitet hat, ist dagegen deutlich kleiner und unschärfer. Seltsam dabei ist, dass selbst nach der von ihr beschriebenen Verkleinerung eine solche starke Unschärfe nicht auftritt. Die Karte muss also in einem ersten Schritt erheblich verkleinert und später, nach Bestätigung der Transformation, wieder auf die ursprüngliche Größe zurückskaliert worden sein – nur so lässt sich die Unschärfe erklären, bei der dann tatsächlich der Zauberstab mit einer Toleranz von 15 neben Jordanien auch weite Teile Israels mit auswählt.

Ist das glaubwürdig?

Ist diese Erklärung nachvollziehbar? Nun, in dem Sinne, wie die Grafikerin es mir erläutert hat, schon; ich verstehe also ungefähr, was sie gemacht hat (aber nicht warum). Nein, wenn ich das Ganze praktisch nachvollziehe:

  • Die Erstellung des Ebenenduplikats ist sinnvoll (obwohl man die Veränderungen non-destruktiv besser auf einer überlagernden leeren Ebene hätte anlegen können). Aber wie soll es unabsichtlich und unbemerkt geschehen, dieses Duplikat auf ein Viertel der Fläche zu skalieren? Dazu sind mehrere Schritte notwendig: Transformation starten, entweder die numerischen Werte eintippen oder an einem Eckanfasser ziehen, bestätigen.
  • Wenn es dennoch so geschehen ist, liegt das Duplikat aber erst einmal in voller Deckkraft über der Originalkarte und die Größenabweichung ist unübersehbar. Das Absenken der Deckkraft – mehr oder weniger auf null, sonst bliebe die zweite Ebene erkennbar – kann abermals erst in einem nächsten Schritt geschehen, zumindest die V-Taste drücken und dann schnell hintereinander „00“ tippen, noch bei „1“ wäre die Ebene schwach erkennbar. Es stimmt übrigens, dass bei einer Toleranz von 15 der Zauberstab neben Jordanien auch weite Teile Israels auf ihrer unscharfen Ebene selektiert, wie sie mir geschickt wurde, ohne auf weitere Länder überzugreifen. Aber woher  weiß man nach längerer Zeit noch, welche Toleranz damals eingestellt war? Klar, das ginge mit der Protokoll-Funktion – aber die zu nutzen, setzt dann doch wieder recht gute Photoshop-Kenntnisse voraus. Wenn ich allerdings aus der Ursprungskarte aus dem Web eine Verkleinerung auf diese Größe vornehme, werden die Konturen durchaus nicht so unscharf und der Zauberstab wählt bei Toleranz „15“ keine anderen Länder aus.
  • Später wird diese Ebene wieder sichtbar gemacht, auf volle Größe zurückskaliert und bearbeitet. Und dabei fällt nicht auf, wie unscharf nun alles ist?
  • Außerdem habe ich offensichtlich nicht, wie mitgeteilt, die Originaldatei erhalten, mit der die Grafikerin gearbeitet hat, sondern nur die duplizierte Ebene (mit einem Viertel der Pixelmaße des Originals), und das in einem Zustand, der noch nicht weiter bearbeitet sowie auf die finale Größe zurückskaliert wurde. Warum bewahrt man die Ebene in diesen Dateizustand auf? Alles etwas seltsam …

Sollte ich ein bildforensisches Gutachten zu diesem Fall abgeben, müsste ich unter technischen Aspekten zu dem Ergebnis kommen, dass diese Erklärungen nicht glaubwürdig sind, weil bei so vielen falschen Einzelschritten jedes Mal angeblich nichts aufgefallen sei.

Allerdings stellt es sich anders dar, wenn man das Umfeld betrachtet. Wer sollte ein Interesse daran haben, Israel von einer MAD-Karte verschwinden zu lassen? Die Hamas mit einem Maulwurf im MAD? Eine schöne Verschwörungstheorie – nur bleibt das Ergebnis ja nicht geheim, sondern wird öffentlich gemacht. Das führt zu unangenehmen Nachfragen (wie meiner) und diplomatischem Ärger. Verteidigungs- und Außenministerium dürften nicht erfreut gewesen sein. Und es war nichts davon zu hören, dass Palästinenser oder Islamisten ob dieser Digitalauslöschung vernehmlich gejubelt hätten. Oder war es eine Wette (ich schmuggle das da rein und keiner merkt was)?

Viel wahrscheinlicher ist: Der Fehler des Übermalens ist einfach passiert und nicht aufgefallen, und beim nachträglichen Versuch zu rekonstruieren und zu erklären, wie das geschehen sein könnte, hat sich die Grafikerin in den Funktionen von Photoshop verheddert.

Also dürfte es wohl tatsächlich so gewesen sein, wie vom Pressesprecher des MAD mitgeteilt: Die Redaktion des MAD verfügt zwar über eine ausgebildete Fotografin, aber über keine Mediengestalter oder Grafikdesigner; das Arbeiten mit Photoshop ist dort, wie mir versichert wurde, eine Aufgabe neben vielen anderen. Aus Sicht von Photoshop-Profis war der Workflow zumindest recht unkonventionell. Was schließlich dazu führte, dass sich Jordanien bis ans Mittelmeer ausdehnte und dabei Ländergrenzen eliminiert wurden. Und auch in der anschließenden Qualitätskontrolle ist dieser Fehler nicht bemerkt worden. (Zum Glück war das Ganze weniger folgenreich als das Sykes-Picot-Abkommen, mit dem die Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien 1916 ihre Einflusssphären im Nahen Osten in einem Geheimvertrag besiegelten und willkürliche Grenzen in ihre Karten einzeichneten).

Es ist also wohl wie bei allen Objekten unserer Bildkritik: Mitarbeiter/innen, die wenig Ahnung von Software und Montagelogik haben, Vorgesetzte, die es auch nicht besser wissen oder unter Zeitdruck Dateien für die Veröffentlichung freigeben, die erhebliche Mängel aufweisen. (Als partielle Entschuldigung mag hier gelten, dass die bearbeitete Karte in alle Richtungen wesentlich größer ist und von Norwegen bis Südafrika reicht – da fällt ein kleines Land weniger auf als bei unserem Ausschnitt des östlichen Mittelmeers.)

Den Kontakt mit einem Militärgeheimdienst hatte ich mir übrigens irgendwie anders vorgestellt, eben geheimnisvoller – das kommt vom vielen Politthriller-Gucken. Keine Autos mit abgedunkelten Scheiben in der Umgebung, keine Männer mit Sonnenbrillen und unter der Achsel ausgebeulten Anzugjacken, und bisher kreisen keine schwarzen Hubschrauber über meinem Haus. Auch wenn ich den beschriebenen Workflow nicht wirklich nachvollziehen kann, hat sich der MAD doch viel Mühe gegeben, die Angelegenheit transparent darzustellen.

Hoffen wir, dass der MAD bei seinen sonstigen Aktivitäten etwas sorgfältiger vorgeht und das Auslöschen ganzer Staaten auf Photoshop-Bedienfehler begrenzt bleibt.

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Doc Baumann

Doc Baumann befasst sich vor allem mit Montagen (und ihrer Kritik) sowie mit der Entlarvung von Bildfälschungen, außerdem mit digitalen grafischen und malerischen Arbeitstechniken. Der in den Medien immer wieder als „Photoshop-Papst“ Titulierte widmet sich seit 1984 der digitalen Bildbearbeitung und schreibt seit 1988 darüber.

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2 Kommentare

  1. Da gabs ja schon öfter Schwierigkeiten mit der Existenz von Israel auf Landkarten…
    Wir wollen hoffen, dass Ihre Schlussfolgerung richtig ist. Vielen Dank, dass Sie sich so für die Auflösung eingesetzt haben.

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