
Pünktlich zum Stichtag des EU AI Act bringt Picture Instruments seiner KI-Bildbearbeitung AI Lab das Kennzeichnen bei. Version 1.6 setzt sichtbare Hinweise ins Bild – und reicht die maschinenlesbaren Signaturen der KI-Anbieter durch.
Am 2. August 2026 greifen die Transparenzpflichten des EU AI Act. Wer künstlich erzeugte oder veränderte Bilder veröffentlicht, muss sie unter bestimmten Umständen als solche erkennbar machen. Picture Instruments hat daraus ein Update gemacht: AI Lab 1.6 kann KI-generierte und KI-bearbeitete Aufnahmen ab sofort sichtbar kennzeichnen.
Zur Wahl stehen drei Symbole – „AI Generated“, „AI Modified“ und ein kompaktes AI-Signet für alle, die es dezenter mögen. Jede Variante gibt es in mehreren Farben und Transparenzstufen, sodass sich das Zeichen halbwegs verträglich in helle wie dunkle Motive einfügen lässt. Ausgewählt wird direkt in der Bildbearbeitung, platziert wahlweise in einer der vier Bildecken.
Praktisch gelöst ist der Speicherweg: AI Lab legt beim Sichern ein Duplikat mit Kennzeichnung an, das Original bleibt unangetastet. Wer anschließend weiterarbeiten will, tut das an der sauberen Datei und erzeugt die gekennzeichnete Fassung erst am Ende der Kette – ein Detail, das im Alltag mehr wert ist, als es klingt.
Neben dem sichtbaren Aufkleber übernimmt AI Lab auch das, was man nicht sieht. Weil die Software über die offiziellen Schnittstellen der KI-Anbieter arbeitet, wandern deren maschinenlesbare Wasserzeichen und Herkunftsangaben mit ins Ergebnis. Genau diese unsichtbare Spur ist es, auf die der AI Act bei den Anbietern generativer Systeme abzielt; das sichtbare Symbol adressiert dagegen den Betrachter.
Ebenfalls neu in 1.6: zusätzliche Schnellstart-Prompts, die den Einstieg in die KI-Bildbearbeitung erleichtern sollen. Ob ein Wasserzeichen im eigenen Fall wirklich Pflicht ist, hängt vom Verwendungszweck ab. Die Verordnung unterscheidet zwischen Anbietern und Anwendern und kennt Ausnahmen etwa für offensichtlich künstlerische Werke. Wer auf Nummer sicher gehen will, hat mit AI Lab 1.6 nun jedenfalls das Werkzeug dafür. Die neue Version steht als kostenlose Testfassung bereit.




