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Deutsche Gesellschaft für Photographie ehrt Hans-Michael Koetzle mit Kulturpreis 2022

Hans-Michael Koetzle

Mit dem Kulturpreis zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Photographie seit 1959 lebende Persönlichkeiten für bedeutende Leistungen im Bereich der Fotografie aus. In diesem Jahr verleiht sie die Auszeichnung dem Münchner Schriftsteller, Journalist und Ausstellungskurator Hans-Michael Koetzle, der sich selbst als „freier Schriftsteller und Journalist mit Schwerpunkt Geschichte und Ästhetik der Fotografie“ bezeichnet. Die feierliche Preisverleihung an Hans-Michael Koetzle findet am 22. Oktober 2022 im MAKK Museum für Angewandte Kunst Köln statt.

Pressemitteilung der DGPh

Kulturpreis 2022 der Deutschen Gesellschaft für Photographie an Hans-Michael Koetzle für seine Recherchen, Ausstellungen und Publikationen zum gedruckten Foto im 20. Jahrhundert

Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) erkennt ihre höchste Auszeichnung, den Kulturpreis 2022, Hans-Michael Koetzle zu. Er ist bekannt für seine umfänglichen Recherchen zur Fotografie im 20. Jahrhundert, die immer wieder in von ihm kuratierte Ausstellungen mit begleitenden Katalogbüchern münden: Von „Die Zeitschrift Twen – Revision einer Legende“ (1995) über „Augen auf! 100 Jahre Leica“ (2014) bis hin zu „Dr. Paul Wolff & Tritschler“ (2019).

„Hans-Michael Koetzle leistet aus eigener Initiative herausragende Aufarbeitungen der Kulturgeschichte des gedruckten Fotos im 20. Jahrhundert. Seine monografischen wie enzyklopädischen Publikationen genießen internationales Renommee und erscheinen oft in hohen Auflagen, von ihm kuratierte Ausstellungen werden international mit großer Resonanz gezeigt“, begründet Vorstandsmitglied Dr. Martina Mettner die Entscheidung der DGPh.

Seinen Themen und Protagonisten widmet sich Hans-Michael Koetzle über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte; die bisher übersehenen reizen ihn besonders. So ging er der Funktion des Artdirectors nach, der als Bindeglied zwischen Fotografinnen und Fotografen und dem gedruckten Bild fungiert. 2016 mündete dies nach langjähriger Beschäftigung mit Willy Fleckhaus in die materialreiche Ausstellung „Willy Fleckhaus – Design, Revolte, Regenbogen“ im MAKK Köln.

Über Jahre begleitete er den Fotografen René Burri, arbeitete mit ihm an Buchpublikationen und Ausstellungen. Intensiv befasste er sich auch mit F.C. Gundlach, René Groebli, Barbara Klemm, Ulrich Mack, Charlotte March oder Will McBride. Aktuell sorgt Koetzle für eine Wiederentdeckung des Düsseldorfer Fotografen Horst H. Baumann. Zusätzlich zu monografischen Ausstellungen und Büchern publizierte Hans-Michael Koetzle wegweisende enzyklopädische Arbeiten. Nach mehrjähriger Recherche erschien 2002 „Das Lexikon der Fotografen 1900 bis heute“ sowie „Photo Icons“, die auch international Verbreitung fanden. Und nicht zuletzt 2011 „Eyes on Paris – Paris im Fotobuch 1890 bis heute“.

1953 wurde er in Ulm/Donau geboren, studierte Germanistik und Geschichte in München, wo er seit 1974 lebt. Er bezeichnet sich selbst als „freier Schriftsteller und Journalist mit Schwerpunkt Geschichte und Ästhetik der Fotografie“. Das unterschlägt seine ungeheure Produktivität: die Deutsche Nationalbibliothek zeigt bei der Eingabe seines Namens rund 100 Bücher oder Buchbeiträge an. Parallel zu seinen Langzeitprojekten publizierte er zudem in der Fachpresse, so in „European Photography“, „Fotogeschichte“ und „Photo Technik International“. Von 1996 bis 2007 war er zudem Chefredakteur des u. a. bei der Society of Publication Designers (New York) mit Gold ausgezeichneten Magazins „Leica World“.

Die feierliche Preisverleihung an Hans-Michael Koetzle findet am 22. Oktober 2022 im MAKK Museum für Angewandte Kunst Köln statt.

Der Kulturpreis wird seit 1959 verliehen und ist der wichtigste Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie. Mit ihm zeichnet die DGPh lebende Persönlichkeiten für bedeutende Leistungen im Bereich der Photographie aus. Träger des DGPh Kulturpreises sind unter anderem Artur Walther, Ute Eskildsen, Sarah Moon, Helga Paris, Gottfried Jäger, Klaus Honnef, Stephen Shore, Wolfgang Tillmans, Stephen Sasson, Wim Wenders, F.C. Gundlach, Daido Moriyama, Bernd und Hilla Becher, Henri Cartier-Bresson und Man Ray.

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Johannes Wilwerding

Johannes Wilwerding hat bereits Mitte der Achziger Jahre und damit vor dem Siegeszug von Photoshop & Co. Erfahrungen in der Digitalisierung von Fotos und in der elektronischen Bildverarbeitung gesammelt. Seit 2001 ist er freiberuflicher Mediengestalter und seit 2005 tätig für das DOCMA-Magazin.

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