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Kameradiebstahl – Wie kann man sich schützen?

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
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Wie erst kürzlich zu lesen war, ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland in die Höhe geschnellt. Eines der beliebtesten Diebesgüter ist die Fotoausrüstung, die dann auf irgendwelchen Portalen angeboten wird. Ganz schlimm ist nicht nur der finanzielle Schaden, wenn sich dann auch noch Speicherkarten in der Kamera und Fototasche befanden, von denen die Bild- und Videodaten noch nicht beispielsweise auf der Festplatte gesichert wurden – der Verlust der Bild- und Videodaten wiegt oftmals höher als der finanzielle, denn die Ausrüstung kann man ersetzen. Einbrecher haben natürlich auch in gewisser Weise leichtes Spiel, denn die Fototasche steht ja quasi gepackt zum schnellen Diebstahl schön bereit. Aber auch auf einer Reise kommt es immer wieder zu Diebstählen. Sei es, weil das Auto aufgebrochen wurde, man die Fototasche beim Einkehren auf den Nachbarstuhl ablegte und ins Gespräch vertieft nicht im Blick hatte, oder weil man die Kamera unter dem Strandlaken in Sicherheit wähnte, während man sich im Pool abkühlte. Die Liste an Beispielen ließe sich beliebig fortsetzen – selbst auf Flughäfen bei der Sicherheitskontrolle ist man vor Diebstahl nicht sicher. Man legt alles schön aufs Band, dieses ist schneller als die Personenkontrolle und schon kann es passiert sein. Es gibt auch ganz rabiate Langfinger – man ist auf das Fotografieren konzentriert und wie aus dem Nichts wird einem die Kamera entrissen. Abhilfe vor so einem Diebstahl schaffen spezielle Kameragurte, die so etwas erschweren. Ja, und unerwähnt bleiben sollten nicht die Taschendiebe, die es sehr geschickt verstehen, die Kamera aus der Fototasche zu entwenden, ohne dass man etwas merkt.

Wie kann man sich schützen?

Hundertprozentigen Schutz gegen Diebstahl gibt es nicht – man kann den Dieben das Leben nur schwer machen und darauf bauen, dass sie Abstand von ihrem Vorhaben nehmen. Das bedeutet beispielsweise seine eigenen vier Wände einbruchssicherer durch spezielle Fenster- und Türschlösser zu machen. Gekippte Fenster laden ebenso geradezu ein, genauso offene Terrassentüren, während man sich beispielsweise im Vorgarten der Gartenarbeit hingibt oder sich in der Waschküche befindet und die Situation nicht im Blick hat. Natürlich sollte man Diebe auch nicht anlocken und beispielsweise seine Kamera prominent durch das Fenster gut einsehbar am Schreibtisch präsentieren. Das weckt Begehrlichkeiten und ermuntert womöglich zum Einbruch. Sofern man die Möglichkeit hat, sollte man die Kameratasche in den eignen vier Wänden an einem Ort aufbewahren, wo man sie nicht unbedingt gleich vermutet. Einbrecher haben jedoch eine gute Spürnase – sie wissen meist, wo sie suchen müssen. Wichtig ist in jedem Fall mit seiner Wohnungsversicherung abzuklären, ob und unter welchen Voraussetzungen die Kameraausrüstung bei Diebstahl ersetzt wird.

Ist man auf Fototour, dann gehört die Kamera ebenso wenig unter das Strandlaken wie auf die Rückbank des Fahrzeugs. Auch sollte man die Fotoausrüstung nicht über Nacht im Kofferraum des Fahrzeuges belassen. Wertgegenstände, und darum handelt es sich ja bei der Fotoausrüstung, gehören schlichtweg aus dem Auto, wenn man sich nicht in diesem befindet – vielfach versagen Versicherungen auch ihren Schutz. Beim Campingurlaub ist der Trubel auf den Zeltplätzen meist sehr groß – hier gilt es natürlich auch, seine Fotoausrüstung zu sichern in – sofern angeboten – speziellen Schließfächern beispielsweise. Auch in Hotels ist man vor Langfingern nicht sicher, die sich beispielsweise über die offene Balkontüren Eintritt verschaffen, während man ahnungslos sein Frühstück einnimmt.

Ist man mit seiner Fotoausrüstung beispielsweise in Städten im Gedränge unterwegs, so gibt es spezielle Fototaschen, die es Dieben schwer machen, die Kamera zu entwenden. Eine weitere Option ist es, die Fototasche vorn am Körper zu tragen – so hat man sie immer im Blick. Wie bereits erwähnt, gibt es auch spezielle Kameragurte, die es Langfingern erschweren, sich der Kamera zu bedienen.

Fotoausrüstung taggen

Wie bereits schon aufgeführt, gibt es keinen hundertprozentigen Schutz, und das ist sicherlich auch der Grund dafür, dass immer mehr Onlineportale aufkommen, die Dieben den Kampf ansagen. Diese verkaufen ja bevorzugt ihr Diebesgut über das Internet, und genau hier setzen solche Onlineportale an. Käufer können sich vorab informieren, ob beispielsweise die Kamera als Diebesgut gekennzeichnet ist. Ein solches Portal ist übrigens LensTag, das vom Google-Ingenieur Trevor Sehrer betrieben wird. Dass die Seiten dieses Portals von der Suchmaschine Google intensiv durchsucht werden, versteht sich von selbst. Bei LensTag ist es so, dass man seine Fotoausrüstung dort mit Foto und Seriennummer hinterlegt. Alternativ kann man auch auf die LensTag App (Android & iOS) zurückgreifen und damit die Typenschilder der Ausrüstung fotografieren. Stolencamerafinder lässt Kameras aufspüren, und zwar über die Exif-Daten – das Netz wird nach diesen durchsucht und so kann derjenige ausfindig gemacht werden, der nun mit der gestohlenen Kamera fotografiert. Die Suche funktioniert übrigens weltweit – es gibt einen kostenpflichtigen Pro-Modus, der das Web dauerhaft durchsucht. Einige Kamerahersteller bieten auch die Option, das Aufnahmegerät dort mit Seriennummer zu registrieren. Findet man als Kaufinteressent im Web ein Angebot, so kann auch hierüber ermittelt werden, ob es sich womöglich um Diebesgut handelt. Facebook ist sicherlich oftmals streitbar – wurde die Fotoausrüstung jedoch gestohlen, dann kann man über soziale Netzwerke wirkungsvoll Alarm schlagen.

Fotoausrüstung versichern

Heute kann man sich quasi für beziehungsweise gegen alles versichern, also auch die Fotoausrüstung. Inwieweit das Sinn macht, ist natürlich auch vom Wert der Ausrüstung abhängig. Prinzipiell gilt es, die Vertragsbedingungen genau zu studieren, denn die Leistungen, aber auch die Beiträge unterscheiden sich. Versicherungen für Fotografen sind unter anderem aktivias.de, fotofairsicherung.de, fotoversicherung.de, friendsurance.de, kameraversicherung.de, poepping.de, und beispielsweise pundpgmbh.de.

Quelle: www.prophoto-online.de

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